Europäische Mobilitätswoche: Klimaziele einhalten – Verkehrswende jetzt!

11.09.2020 at 19:17

Stadt für Menschen statt für Autos

Im Rahmen der EUROPÄISCHEN MOBILITÄTSWOCHE, die jährlich vom 16. Bis 22. September stattfin­det, fordert ein breites Bündnis für Stuttgart und die Region eine nachhaltige Mobilität. Das Bündnis wird unterstützt von:
KUS • FUSS e.V. • VCD Stuttgart • ADFC Stgt. • Critical Mass Stgt. • Naturfreunde Stgt. • Naturfreunde Radgruppe Stgt. • Aktionsbündnis gegen Stuttgart 21 • PRO BAHN Stgt. • Die AnStifter • F4F • attac Stgt. • Greenpeace Stgt. • Robin Wood Stgt. • Verkehrswende-Jetzt!

Der Hintergrund:

Der Kfz-Verkehr verursacht Lärm, Feinstaub, Stickoxid, Mikroplastik, Unfälle mit Toten und Verletzten. Für ihn werden Flächen versiegelt, öffentliche Räume entzogen, Lebensräume vernichtet. Und: Der Verkehr ist in Baden-Württemberg für 28 % der CO2-Emissionen verantwortlich. Im Gegen­satz zu allen anderen bedeutenden CO2-emittierenden Sektoren sind hier die CO2-Emissionen in den letzten Jahren nicht gesunken, sondern sogar an gestiegen.

Um die Pariser Klimaziele zu erreichen, müssen wir bei linearer Absenkung bis zum Jahre 2038 klima­neutral sein. Deshalb brauchen wir eine sofortige radikale Verkehrswende, in deren Mittelpunkt die Reduktion des motorisierten Individualverkehrs zugunsten der umweltfreundlichen Alternativen ÖPNV, Fuß- und Radverkehr steht. Konkret heißt dies: Die Produktion von Fahrzeugen mit CO2erzeu­genden Verbrennungsmotoren muss eingestellt werden, jährlich müssen von diesen über 50 Millio­nen Fahrzeugen mehr als 3 Millionen aus dem Verkehr genommen werden. Die Ausgestaltung dieser neuen nachhaltigen Mobilität erfordert eine gesellschaftliche Diskussion, die schnellstens geführt werden muss.

Die Katastrophe

ist schon da: Wir haben teilweise schon eine um 1,5 Grad erhöhte Durchschnittstemperatur. 40 % der Wälder in Baden-Württemberg sind durch Trockenheit und Hitze geschädigt – auch in Stuttgart ver­trocknen Grünflächen und sterben massenhaft Bäume. Weltweit ist mit einer beschleunigenden Ket­tenreaktion durch Auftauen des Polareises und der Permafrostböden zu rechnen.

Unser Ziel:

Wir möchten eine Stadt der kurzen Wege, ohne Autolärm, ohne Luftbelastung, ohne Gefährdung, eine grüne, lebenswerte Stadt. Wir treten ein für eine Stadt, in der Fußgänger, Radfahrer und ein at­traktiver ÖPNV Vorrang haben. Und wir fordern, die Pariser Klimaziele im Verkehrsbereich in Stutt­gart sofort und konkret umzusetzen.

Demonstration und Kundgebung siehe hier

Na dann, Mahlzeit!

08.09.2020 at 16:52

Mahlzeit

Das Handwerk des Dichtens

04.09.2020 at 19:33

Dichtung

 

Deutschland Radio Kultur Logo Deutschlandradio Kultur veröffentlicht regelmäßig „Minihörspiele“ unter dem Namen „Wurfsendung“. Ihre kleine Reihe „Streit unter Dichtern“ lässt die Herzen aller Lyriker höher schlagen.

Ein Gigant der griechischen Musik wird 95

29.07.2020 at 10:08

Heute, am 29. Juli, feiert Mikis Theodorakis seinen 95. Geburtstag. Noch bis vor kurzem trat er auf. Hier bei einem der Auftritte dieses Giganten der griechischen Musik vor drei Jahren, als er noch einmal ein denkwürdiges Konzert gab.

Unvergessen seine Filmmusik zu „Z“ von Costa-Gavas. Der Film gilt als genrebildender Klassiker des politisch engagierten Kinos und kam 1969 in die Kinos. In dem Film werden die letzten Monate vor dem Sturz der Demokratie durch eine brutale Militärjunta lebendig. Z kommt vom neugriechischn Ζεί und heißt so viel wie “er lebt“. Das möchte man Mikis zurufen, wie er liebevoll von seinen Freunden genannt wird.

Zeit seines Lebens war Mikis Theodorakis als harter Mann bekannt. Bereits als Jugendlicher war er im Widerstand gegen die Nazibesatzung aktiv. Im anschließenden Bürgerkrieg kämpfte er als Partisan der Kommunisten gegen die von Großbritannien und den USA unterstützten Konservativen. Später wurde er verbannt und unter der Obristendiktatur (1967 bis 1974) gefoltert. Mikis Theodorakis war immer wieder in seinem Leben auf der Seite des Widerstandes.

Mikis Theodorakis polarisierte Zeit seines Lebens

Trotz oder gerade wegen seiner klaren Haltung polarisierte er immer. Ende der Achtziger / Anfang der Neunziger ging er zusammen mit dem konservativen, neoliberalen Premierminister Konstantinos Mitsotakis in die Regierung. Und den sozialistischen, ehemaligen Premier Alexis Tsipras bezeichnete er als Opportunisten, Populisten und Verräter.

Und doch hatte er einen weichen Kern. Freunde von ihm schrieben über ihn:

Der Mann, der nicht weinte, als man ihm das Bein brach, nicht seufzte als man ihn lebendig auf Markonissos begrub, nicht klagte, als man ihn auf Ikaria in eine Sickergrube voll Kot warf, nicht schluchzte, als man ihn vor das Erschießungskommando in Tripolis stellte und als er in Oropos (bei der Verbannung) einen Blutsturz erlitt, bricht in Tränen aus bei der Beendigung des Dirigierens der „Entsagung“.

Entsagung

An dem versteckten Strand
so weiß wie eine Taube
wir bekamen Durst am Mittag,
aber das Wasser war fade.

Auf den goldenen Sand
schrieben wir ihren Namen;
Wie schön wehte die Brise
und die Schrift erlosch.

Mit welchem Mut, mit welcher Kraft,
welchen Wünschen und Leidenschaften
begannen wir unser Leben; Fehler!
Und wir änderten das Leben.

Ein seltsamer Besucher in der Filzwerkstatt …

26.07.2020 at 18:29
Ein seltsamer Besucher

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Corona – Ideen der Werbeindustrie

24.07.2020 at 16:57
Trinken hilft

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Wenn es das doch auch für Dortmunder Bier gäbe, denkt sich M.

Luftgitarre spielen

23.07.2020 at 19:07
Luftgitarre

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Luftgitarre spielen ist keine Luftnummer. Es gibt sogar Wettbewerb dazu, wie der Krimiautor Friedrich Ani in seinem 10. Roman um den melancholischen Ermittler Tabor Süden beschreibt (Süden und der Luftgitarrist).

Der Band wurde sogar verfilmt, mit dem wunderbaren Ulrich Noethen in der Hauptrolle