Bitte erst putzen und aufräumen dann …

28.05.2020 at 19:20
Revolution

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… das ist doch schon mal was!

26.05.2020 at 19:22
Ich weiß den Anfang

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Der Frühling krönt die Vögel

24.05.2020 at 19:32
Gekrönte Häupter

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6. Mai 2020 – Kabarettist Hanns Dieter Hüsch geboren

06.05.2020 at 15:36
Hans Dieter Hüsch

Von Wittkowsky, CC BY-SA 3.0

Heute vor 95 Jahren wurde Hanns Dieter Hüsch in Moers geboren und es lohnt, sich dieses Menschenfreundes zu erinnern. Er kam mit verkrüppelten Füßen zur Welt. Von seiner Mutter wurde er mit Liebe überschüttet. Seine Kindheit waren Jahre der Krankheit und der Sorge. Wegen einer vererbbaren Veranlagung zum Klumpfuß wurden seine verdrehten Füße mehrmals schmerzhaften Operationen unterzogen, was ihm den Kriegsdienst ersparte. „Mein Leben verdanke ich meinen Füßen“, kommentierte Hüsch in seinen 1990 veröffentlichten Erinnerungen.

Diese Mischung aus Schmerz und Liebe prägten seine kabarettistischen Texte: ein liebevoller und zärtlicher Blick auf das Leben der kleinen Leute. Zeit seines Lebens stand er auf ihrer Seite, auf der Seite der Ausgegrenzten. Einer meiner Lieblingstexte drückt das in vortrefflicher Art und Weise aus:

Ich sing für die Verrückten
Die seitlich Umgeknickten
Die eines Tags nach vorne fallen
Und unbemerkt von allen

An ihrem Tisch in Küchen sitzen
Und keiner Weltanschauung nützen
Die tagelang durch Städte streifen
Und die Geschichte nicht begreifen

Die sich vom Kirchturm stürzen
Die Welt noch mit Gelächter würzen
Und für den Tod beizeiten
Sich selbst die Glocken läuten

Die an den Imbißtheken hängen,
sich weder vor- noch rückwärtsdrängen
Und still die Tagessuppe essen,
dann alles wieder schnell vergessen

Die mit den Zügen sich beeilen,
um nirgendwo zu lang zu weilen
Die jeden Abschied aus der Nähe kennen,
weil sie das Leben Abschied nennen

Die auf den Schiffen sich verdingen
und mit den Kindern Lieder singen
Die suchen und die niemals finden
und nachts vom Erdboden verschwinden

Die Wärter stehen schon bereit mit Jacken,
um werkgerecht die Irrenden zu packen
Die freundlich auf den Dächern springen
für diese Leute will ich singen

Die in den großen Wüsten sterben,
den Schädel schon in tausend Scherben
Der Sand verwischt bald alle Spuren,
das Nichts läuft schon auf vollen Touren

Die sich durchs rohe Dickicht schieben,
vom Wahnsinn wund und krank gerieben
Die durch den Urwald aller Seelen blicken,
den ganzen Schwindel auf dem Rücken

Ich sing für die Verrückten,
die seitlich Umgeknickten
Die eines Tags nach vorne fallen
und unbemerkt von allen

Sich aus der Schöpfung schleichen,
weil Trost und Kraft nicht reichen
Und einfach die Geschichte überspringen
für diese Leute will ich singen

Nicht anschlussfähig an den linken Mainstream

Beim Festival auf der Burg Waldeck wurde er ausgebuht, weil er dem Publikum nicht radikal genug war. An die linke Kabarett und Liedermacherszene fand er danach keinen Anschluss mehr. Die Menschlichkeit und Wärme seiner Texte ist bis heute berührend. Nie wieder habe ich in der Kleinkunstszene jemanden mit dieser Zugewandtheit und Empathie erlebt.

Er sah seine Aufgabe darin, „die Ohren der Menschen zu schulen für Lügen, für falsche Töne und falsche Typen.“ Wie nötig hätten wir heute einen wie ihn.

Humorvoll und von tiefem Glauben geprägt

Sein tiefer Glaube hat ihm in schweren Zeit seiner Krebserkrankung geholfen. Er blieb optimistisch und humorvoll – auch im Umgang mit dem „lieben Gott“. „Ich habe mit ihm eine Verabredung“, sagte Hanns Dieter Hüsch im März 2000. „Und weil wir beide so wenig Zeit haben, haben wir gesagt, lass uns mal nichts fest machen. Wer kommt, der kommt.“ Am Nikolaustag 2005 ist er dann zu ihm gegangen.

PcP: Podcast-Perlen Folge 2

30.04.2020 at 1:13
Podcast Perlen

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„Mein Name ist Sascha Lobo und das ist der Debatten-Podcast. Jeden Mittwoch erscheint meine Kolumne im Spiegel. Die Redaktion sucht mir dann eine Handvoll Kommentare – vor allem aus dem Spiegel-Forum – und hier im Debatten-Podcast reagiere ich darauf.“

Mit diesen Sätzen beginnt jede Folge von Sascha Lobos Debatten- und Reflexionscast. Wie er auf die Anmerkungen zu seiner Kolumne reagiert, ist ganz großes Kopfkino. In brillanter Art und Weise setzt sich der Blogger, Buchautor, Journalist und Werbetexter mit den Kommentatoren auseinander und oft hat man den Eindruck, die Funken der Argumentation würden direkt aus dem Kopfhörer sprühen.

Sasha Lobo Debattenpodcast

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Sascha Lobo studierte zunächst Publizistik an der Freien Universität Berlin und anschließend Biotechnologie an der Technischen Universität Berlin. Ein 1998 begonnenes Studium der Gesellschafts- und Wirtschaftskommunikation an der Universität der Künste Berlin schloss er 2013 mit dem Diplom ab. Kommunikation ist eine seiner herausragenden Stärken, das merkt man, hört man die Folgen an, die jeden Sonntag erscheinen. Lässt man sich nicht von seiner exaltierten Sprechweise abschrecken (die man goutieren oder hassen kann), bekommt man Argumentationsherleitungen, Rede und Gegenrede auf die Ohren, wie man es in parlamentarischen Debatten in Great Britain erleben kann.

RSS-Link des Podcast

Selbstversorgung angehen in Zeiten von Corona

29.04.2020 at 22:59

Seit Monaten liegt Tatjana M. in den Ohren, ein Hochbeet zu errichten. Jetzt, wo das Leben herunter gedimmt ist, kann M. dieses Projekt angehen. Dort, wo das Hochbeet stehen soll, steht ein alter, total verholzter Fliederbusch. Schon seit langem sollte der entfernt werden. Nun weicht er dem Hochbeet. M. gräbt ihn aus. Sein Nachbarn  zersägt ihn in handliche Stücke, die im Kamin verfeuert werden können.

Das „Flurstück“ ist arg buckelig und teils abschüssig. Alles wird ausgeglichen und als Fundament nimmt M. Steinstreifen, die er in Beton einlässt und exakt mit der Wasserwage ausrichtet. Als er ein Junge war, zeigte ihm sein Großvater, wie er mithilfe von Bindfäden eine Ebene herstellen kann, die „im Wasser ist“.

Das Hochbeet kommt als Bausatz daher und der Aufbau ist nicht weiter schwierig. Ein Gittergeflecht am Boden verhindert das Eindringen von Wühlmäusen. Tatjana hat zur Befüllung alles vorbereitet und so wird die Kiste schichtweise befüllt. Dann geht es ans Pflanzen. Die Aufzucht der Salate und der Kräuter liegt in der Hand von Tatjana. M. wird sie genießen!

 

Brot backen in Zeiten von Corona

29.04.2020 at 22:09

Ein ganz einfaches Rezept hat M. von seinem Freund b.) bekommen. Ein Hefebrot in einem Bräter herzustellen. Das klingt einfach und ist es auch. Lecker. Frisches Brot zum Frühstück. Ebenso hat er sich an die Herstellung von Baguette gemacht. Das Rezept hat er von einer Freundin aus Dresden bekommen, die für das Gelingen bürgte.