PcP: Podcast-Perlen Folge 2

30.04.2020 at 1:13
Podcast Perlen

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„Mein Name ist Sascha Lobo und das ist der Debatten-Podcast. Jeden Mittwoch erscheint meine Kolumne im Spiegel. Die Redaktion sucht mir dann eine Handvoll Kommentare – vor allem aus dem Spiegel-Forum – und hier im Debatten-Podcast reagiere ich darauf.“

Mit diesen Sätzen beginnt jede Folge von Sascha Lobos Debatten- und Reflexionscast. Wie er auf die Anmerkungen zu seiner Kolumne reagiert, ist ganz großes Kopfkino. In brillanter Art und Weise setzt sich der Blogger, Buchautor, Journalist und Werbetexter mit den Kommentatoren auseinander und oft hat man den Eindruck, die Funken der Argumentation würden direkt aus dem Kopfhörer sprühen.

Sasha Lobo Debattenpodcast

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Sascha Lobo studierte zunächst Publizistik an der Freien Universität Berlin und anschließend Biotechnologie an der Technischen Universität Berlin. Ein 1998 begonnenes Studium der Gesellschafts- und Wirtschaftskommunikation an der Universität der Künste Berlin schloss er 2013 mit dem Diplom ab. Kommunikation ist eine seiner herausragenden Stärken, das merkt man, hört man die Folgen an, die jeden Sonntag erscheinen. Lässt man sich nicht von seiner exaltierten Sprechweise abschrecken (die man goutieren oder hassen kann), bekommt man Argumentationsherleitungen, Rede und Gegenrede auf die Ohren, wie man es in parlamentarischen Debatten in Great Britain erleben kann.

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Selbstversorgung angehen in Zeiten von Corona

29.04.2020 at 22:59

Seit Monaten liegt Tatjana M. in den Ohren, ein Hochbeet zu errichten. Jetzt, wo das Leben herunter gedimmt ist, kann M. dieses Projekt angehen. Dort, wo das Hochbeet stehen soll, steht ein alter, total verholzter Fliederbusch. Schon seit langem sollte der entfernt werden. Nun weicht er dem Hochbeet. M. gräbt ihn aus. Sein Nachbarn  zersägt ihn in handliche Stücke, die im Kamin verfeuert werden können.

Das „Flurstück“ ist arg buckelig und teils abschüssig. Alles wird ausgeglichen und als Fundament nimmt M. Steinstreifen, die er in Beton einlässt und exakt mit der Wasserwage ausrichtet. Als er ein Junge war, zeigte ihm sein Großvater, wie er mithilfe von Bindfäden eine Ebene herstellen kann, die „im Wasser ist“.

Das Hochbeet kommt als Bausatz daher und der Aufbau ist nicht weiter schwierig. Ein Gittergeflecht am Boden verhindert das Eindringen von Wühlmäusen. Tatjana hat zur Befüllung alles vorbereitet und so wird die Kiste schichtweise befüllt. Dann geht es ans Pflanzen. Die Aufzucht der Salate und der Kräuter liegt in der Hand von Tatjana. M. wird sie genießen!

 

Brot backen in Zeiten von Corona

29.04.2020 at 22:09

Ein ganz einfaches Rezept hat M. von seinem Freund b.) bekommen. Ein Hefebrot in einem Bräter herzustellen. Das klingt einfach und ist es auch. Lecker. Frisches Brot zum Frühstück. Ebenso hat er sich an die Herstellung von Baguette gemacht. Das Rezept hat er von einer Freundin aus Dresden bekommen, die für das Gelingen bürgte.

Brötchen backen in Zeiten von Corona

12.04.2020 at 17:17
Brötchen in Coronacrise

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Schon seit Wochen geht M. seiner Frau beim Brotbacken tatkräftig zur Hand. Am Ostersonntag ist er früh aufgestanden und hat zum ersten Mal eigenhändig frische Brötchen gebacken. 16 Brötchen auf zwei Blechen sind dabei entstanden. Tatal lecker, mmmm! Das Videorezept „Brötchen von Bäcker Süpke, wie in der DDR“ half ihm dabei.

Mengenangaben:

  • 1 kg Weizenmehl (Typ 550)
  • 650 ml Wasser
  • 20 g Salz
  • 25 g Frisch-Hefe
  • 5 g Zucker
  • 10-20 g Butter

Lesen in Zeiten von Corona

12.04.2020 at 16:37
Ausgestorbene Plätze - geschlossene Bibliotheken

Ausgestorbene Plätze – geschlossene Bibliotheken

 

M. fährt manchmal zur geschlossenen Stadtbibliothek. Dort – in der „Bibliothek der Schlaflosen“ – kann er noch einige Bücher ausleihen. Das ist immer ein Vabanquespiel. In 30 Fächern liegen je zwei Bücher oder andere Medien. Gut, dass es noch lokale Buchhandlungen gibt, die durch eine Buchklappe verkaufen. So z.B. die Buchhandlung Steinkopf. Ihr Besitzer, Reiner Steegmüller, hat auch schon Privatdetektiv Dengeler geholfen.

Ein Ostergruß

12.04.2020 at 12:25
Ein Ostergruß

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Was hilft gegen Angst? Vertrauen. Das zeigt uns besonders die Osterbotschaft.

Mein Zazenlehrer Michael von Brück hat darüber in seinem Vortrag in dieser Woche gesprochen:

Vertrauen ist eine schwierige Sache. Vertrauen kann man nur entwickeln, wenn man zunächst einmal Vertrauen in sich selbst hat. Und das ist zu üben. Vertrauen zu gewinnen in die eigene innere Stabilität, in die Kraft des Lebens, die in jedem von uns steckt, eine Kraft, die durch uns hindurch geht. Aus der Erfahrung von Vertrauen von Stärke wächst Handeln, was dann tatsächlich nachhaltig und hilfreich ist. Nicht aus der Angst als solcher sondern aus dem Vertrauen.

Ganz wesentlich für dieses Vertrauen ist die Erfahrung der Dankbarkeit. Statt unsere ganzen Energien jetzt in dieser Situation auf den Mangel zu richten, den wir empfinden, weil wir dies und jenes gerade nicht dürfen, weil dieses und jenes abgesagt wurde, sollten wir morgens und abends – und jetzt ist es ja nicht schwer, bei diesem aufblühenden Frühling – ein solches Dankbarkeitsgefühl entwickeln. In all diesen schwierigen Situationen gibt es immer noch genug Gründe, dankbar zu sein. Und aus dieser Dankbarkeit kommt Vertrauen.

Allen Leserinnen und Lesern meines Blogs wünsche ich ein frohes Osterfest, verbunden mit dem Wunsch, Vertrauen zu entwickeln.

Corona – Gedanken eines Freundes

11.04.2020 at 17:10
Corona

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Mein Freund Henry schickte mir vor einer Woche folgenden Brief. Er beginnt mit einem Zitat aus einem Schriftwechsels mit ihm:

Ich empfinde … großes Unbehagen. Ich fühle mich überschüttet mit Zahlen und Aussagen mit denen ich nichts anfangen kann und die auch keinen Referenzrahmen haben. Die Nachrichtenflut, die vielen Sondersendungen erscheinen mir wie eine Gehirnwäsche.
Demokratische Rechte werden massiv ausgehebelt (!) und es gibt kaum Protest dagegen. An der Legitimation der Überwachung der Bevölkerung wird gebastelt, als scheinbar vernünftige Unausweichlichkeit, um Tote zu vermeiden. Ebenso wie die Digitalisierung (mit den Folgen: Vereinzelung von Menschen, Einsparmöglichkeiten von menschlicher Arbeitskraft und gleichzeitige gute Kontrollmöglichkeit der Kommunikation und des Verhaltens von Menschen, Abschaffung von Bargeld wird auch akzeptabler…) voran getrieben wird. Das Coronavirus bietet also ganz wunderbare Möglichkeiten, um die Bevölkerung zu manipulieren und sie noch kompatibler für eine digitalisierte kapitalistische Wirtschaft zu machen.

Dann schreibt er weiter:

„Dies schrieb mir eine Freundin. Ja, auch ich finde es schwierig, meine Gefühle von Unsicherheit und Angst zu integrieren, meine Gedanken und Gefühle zu sortieren. Ja, auch ich halte die kapitalistische Wirtschaftsordnung für destruktiv, ungerecht und nicht zukunftsfähig. Ich bin gegen die Zerstörung unserer Lebensgrundlagen. Ja, auch ich fürchte mich vor staatlicher Überwachung und Kontrolle.

Die Dauerberichterstattung in allen Medien wird mir auch immer wieder zu viel. Trotzdem versuche ich, auf dem Laufenden zu bleiben und die Informationen zu gewichten und zu durchdenken. Dabei suche in seriöse Medien (NDR, SZ) und schaue, was kluge Menschen wie Harald Welzer auf Youtube dazu meinen.

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