Elsternest

Es ist genug – Warum ich Telegram verlasse

Jette Limberg-Diers von Ärzte für den Frieden vebreitete Hass

Jette Limberg-Diers Telegram-Kanal war für mich der Auslöser, mich von Telegram abzumelden. Schon vor Jahren habe ich Facebook den Rücken gekehrt. Auf der Startseite meiner Homepage Lerchenflug.de erscheint:

No Facebook

In Zeiten der Corona-Pandemie hat sich der Messengerdienst Telegram immer mehr zu einer Plattform von Anhängern von Verschwörungsphantasien und anderen politisch fragwürdigen Inhalten entwickelt.

Dabei fing alles so gut an: Telegram wurde als kostenloser Instant-Messaging-Dienst zur Nutzung auf Smartphones, Tablets und PC konzipiert. Er stammt von zwei russischen Entwicklern.

Telegram war eine Alternative zu WhatsApp

Aufgrund der Vermarktung als vermeintlich sicherer Dienst, wird er mittlerweile  auch von Aktivistengruppen genutzt. Darunter Gruppen der extremen Rechten und Terroristen. Pädophile nutzen Telegram für das Teilen von Kinderpornografie. Ich habe den Kanal von Frau Jette Limberg-Diers beim Ausbruch der Corona-Pandemie häufig gelesen. Er wurde mir als „alternative“ Meinung empfohlen.

Dass ausgerechnet die Ärztin Jette Limberg-Diers, die laut ihrer Telegram-Kanalbeschreibung angeblich den Kindesmissbrauch bekämpfen will, auf dieser Plattform vertreten ist, bleibt mir ein Rätsel. Sie schrieb bei der Installation ihres Telegram-Kanals:

Vergessen Sie Youtube! Dort wird im Akkord gelöscht.
Telegram ist (bisher) noch unzensiert.

Jette Limberg-Diers kooperiert mit den „Nachdenk“seiten

Jette Limberg-Diers hat schon vor Jahren mit den dem Querfrontlager zuzurechnenden Nachdenkseiten kooperiert, um ihre Botschaften zu verbreiten. Bei dem von ihr organisierten regionalen Gesprächskreis dieser Webseite war KenFm mit im Boot. In der Anmoderation eines Vortrages hat sie folgendes über ihr Menschenbild preisgegeben:

„… wir lehnen es einfach ab, uns von Un-Menschen – und ich setzte immer ein Minus dazwischen –  das sind für mich eigentlich keine Menschen, diktieren zu lassen, wie wir uns zu verhalten haben. Wir wollen unsere Menschlichkeit behalten“

Man hört lautes Klatschen. (Man muss schon viel Geduld haben, um einer Ausgrenzung von „Un-menschen“ im Namen der Menschlichkeit folgen zu können.) Und weiter:

„… wir wollen solidarisch sein, Mitgefühl, Liebe, das klingt alles so blöd. So einfach. Aber es ist irgendwie einfach alles weg.“

Quelle: YouTube

Kein Mitgefühl, nirgends

Ja, bei ihr ist das alles weg. Sie zeigt mit ihrem Telegram-Kanal Ärzte für den Frieden, wie das ist, wenn das Mitgefühl „einfach weg ist“. Sie verbreitet dort blanken Hass auf „die da Oben“. Jette Limberg-Diers verlinkt auf rechtspopulistische Beiträge und Kanäle, auf QAnon-Seiten und QAnon-Kommentare. Ein Q hat sie ihn ihrem Logo eingebaut. Sie veröffentlicht nur sporadisch eigenen Beiträge. Das wären auch viel zu wenige, um ihrer Sichtweise das von ihr gewünschte Gewicht zu verleihen.

Telegram – Eine Nachrichtenschleuder für Verschwörungserzählungen

Hunderte von Beiträgen postet sie täglich in ihrem Telegram-Kanal. Dieser ist von anfänglich 500 Nutzern auf über 20.000 Abonnenten angewachsen. Mit Telegram ist das aufgrund von verschiedenen Techniken möglich. Diese Technik wurde von t-online und dem Politmagazin Kontraste ausführlich beschrieben.

Jette Limberg-Diers praktiziert nicht mehr als Ärztin. Sie hat sich ganz der „politischen Arbeit“ verschrieben. Ihr Mann praktiziert weiter als homöopathischer Kinderarzt. Er veröffentlicht mit seiner Frau „Brandbriefe“ und gibt mit ihr Interviews auf dem YouTube Kanal des Netzaktivisten Jo Conrad, der parawissenschaftliches und rechtsesoterisches Gedankengut verbreitet.

Meide Kanäle mit fragwürdigen Inhalten!

Kanäle, die rechtes und ausgrenzendes Gedankengut verbreiten und dies nicht zensieren, sollte man meiden. (Wie gut, dass Twitter Donald J. Trump gesperrt hat und er seine Hassbotschaften nicht mehr senden kann).

Mittlerweile nutze ich Signal. Dieser Messengerdienst wird auch von Edward Snowden empfohlen.

2 Kommentare

  1. Ich lese seit 2003 regelmäßig die Nachdenkseiten und seit einigen Jahrenn auch regelmäßig den Blog von Norbert Häring. Herr Häring schreibt u.a. für das Handelsblatt. Er ist gewiss kein Verschwörungstheoretiker. Auch Herr Müller nicht als ehemaliger Mitarbeiter der Regierung von Willy Brandt. Außerdem lese ich gelegentlich FAZ und das Handelsblatt und andere Blogs im Internet. Meine guten Englischkenntnisse erlauben es mir, mich in den USA und GB zu informieren. Hier ein Hinweis: der in den USA sehr renommierte „New Yorker“ veröffentlichte letztes Jahr einen sehr einen sehr ausgiebigen Artikel über den dubiosen Eigentümer des ehemaligen NATO-Bunkers in der Nähe von Trier, der letztes Jahr von dem LKA wegen Darknet-Aktivitäten und Kinderpornos ausgehoben wurde. Eine Kinderärztin aus der Nähe von Trier, die sich im Kinderschutz engagiert, erwähnt diesen NATO-Bunker in ihrer Recherche. Googeln Sie Frau Dr. Thul und lesen Sie, bevor Sie die Nachdenkseiten diffamieren!
    Welcher Gesinnung hängen SIE eigentlich an????

  2. Sehr geehrte Frau Susanne Shubrick,

    es hat den Anschein, dass Sie mit Ihrem Post nicht auf meinen Artikel antworten, sondern auf einen anderen, der an anderer Stelle veröffentlicht wurde. Oder Sie haben meinen Artikel nicht aufmerksam gelesen oder eventuell auch mit einer vorgefertigten Meinung gelesen, die Sie hier zum Ausdruck bringen.

    Dass Sie die Nachdenkseiten und den Blog von Herrn Häring regelmäßig lesen, hat wenig mit dem Inhalt meines Artikels zu tun. Aber ich kann Ihnen mitteilen, dass ich die Nachdenkseiten jahrelang gelesen habe.
    Ich habe weder Alfred Müller noch Herrn Häring als Verschwörungstheoretiker in meinem Artikel bezeichnet.

    Wohl aber rechne ich die Nachdenkseiten seit einigen Jahren (genauer seit den Demonstrationen im Friedenswinter, nach der Annektion der Krim durch die russischen Truppen) zu einem Netzwerk, das von linken bis hin zu sehr rechten Aktivisten (Ken Jebsen) reicht. Herrn Müller habe ich auch schon in dieser Sache angeschrieben. Aber bis auf beleidigende Antworten habe ich von ihm nichts zu meinen Fragen diesbezüglich gehört. Versuchen Sie mal, Herrn Albrecht Müller inhaltlich zu kritisieren. Sie werden Ihr blaues Wunder erleben.

    Leider gehen Sie auf den Grund meiner Abmeldung von Telegram mit keinem Wort ein: die dubiosen Aktivitäten einer Ärztin, die sich der Homöopathie verschrieben hat, genauso wie ihr schon fanatisch zu nennenden Aktivismus gegen unsere verfasste Demokratie. Sie ist sich auch nicht zu schade, sich mit der QAnon-Bewegung gemein zu machen.

    Dann verweisen Sie auf einen Bunker und auf eine Kinderärztin aus der Nähe von Trier. (Warum dieser Ausflug in ein neues Thema?)

    Frau Dr. Limberg-Diers hatte seinerzeit Frau Dr. Thul für ihren Kampf in Sachen Kindesentzug/-missbrauch mit Spenden unterstützt. Die aber, so ist auf der Seite „Ärzte für den Frieden“ zu lesen, diese Unterstützung gar nicht will:
    Zitat Limberg-Diers: „Die Kollegin hat sich leider (sachlich völlig unbegründet und für uns nicht nachvollziehbar) entschieden, einer tragenden anwaltlichen Säule unseres Unterstützerteams das Vertrauen zu entziehen.“

    Ich will nicht mutmaßen, warum diese Ärztin der anwaltlichen Säule das Unterstützungsteam um Jette Limberg-Diers das Vertrauen entzogen hat. Kennt man die Einlassungen und Kooperation von Frau Dr. Jette Limberg-Diers, kann man die Entscheidung der Ärztin allerdings nachvollziehen.

    Aber darüber habe ich auch in meinem Blogbeitrag nicht geschrieben und ich weiß nicht, warum Sie dieses, wenn es dann dieses ist, in Ihrem Leserbrief so ausführlich darstellen. Und ja, ich kenne den Fall nicht nur über Jette Limberg-Diers, brauche Frau Dr. Thul also nicht googeln. Und einen Zusammenhang zwischen Frau Dr. Thul und den Nachdenkseiten habe ich übrigens auch nicht hergestellt, das entspringt Ihrer schriftstellerischen Leistung.

    Trotz dieser Entgegnung würde ich gerne von Ihnen erfahren, was Sie von solchen Telegram-Kanälen halten, die demokratiefeindliche Meinungen vertreten und Verschwörungsmythen wie die von QAnon verbreiten. Gerne können Sie mir das auch außerhalb des öffentlichen Blogs an meine E-Mail-Adresse schreiben, die Sie im Impressum finden.

    Ich lade Sie ausdrücklich ein, es sich weiterhin im Elsternest bequem zu machen und sich über dies und das, was die Elster so sammelt (Musik, Literatur, Kurioses), zu informieren.

    Mit freundlichen Grüßen
    Michael Seehoff aka Die Elster

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