Elsternest

Die Moselreise – Ritter, Knappen und Burgfrauen

Die Burg der Ritter, Burg Eltz
Das Original und auf dem 500 DM Schein

Ritter haben M. nie besonders interessiert. Auf der Burg Eltz trifft M. natürlich auf Ritter. Aber nur am Rande. Das Geschlecht der Eltz residiert hier seit über 800 Jahren. Die Familie, deren Zweige zum Teil bis heute bestehen, gehört zum moselländischen Uradel.
Bei der dritten Banknotenserie der Deutschen Mark trug die 500-DM-Banknote auf der Rückseite eine Abbildung der Burg Eltz. M. hielt eine solche Banknote nie in Händen.

Die Burg mit seinen Rittern geht auf das 12. Jahrhundert zurück

Die Burg wurde wahrscheinlich zu Beginn des 12. Jahrhunderts an einem Handelsweg errichtet, der durch das Elzbachtal. Bereits während des 13. Jahrhunderts teilten die Brüder Elias, Wilhelm und Theoderich den Stamm in drei Linien, die sich im Laufe der Zeit in weitere Äste und Zweige aufspalteten. Auch die Burg mit den dazugehörigen Gütern wurde mehrmals aufgeteilt. Noch heute lassen sich an der Burg Eltz die Teilbauten der Linien zu Kempenich, Rübenach und Rodendorf in der Form selbständiger Wohntürme erkennen. Das Bauwerk ist weitgehend erhalten, M. kann es im Rahmen einer Führung besichtigen.

Ihr jetziger Eigentümer, Karl Graf und Edler Herr von und zu Eltz-Kempenich, genannt Faust von Stromberg, lebt in Frankfurt am Main. Seit 1815 befindet sich die Burg im alleinigen Besitz der Linie Eltz-Kempenich (Linie vom goldenen Löwen). Karl Eltz-Kempenich übernahm die Aufgabe, die Burg für die Öffentlichkeit zugänglich zu halten und ihre Substanz zu sichern.

Habseligkeiten der Ritter in der Schatzkammer

Überall auf der Burg sind Spuren der Ritter zu sehen. Vor allem in der Schatzkammer, die eine beachtliche Sammlung von Gegenständen aus dem Familienbesitz präsentiert.

Eine wunderschöne, lange Wanderung führt M. zur Burg und im weiten Bogen von der Burg mit seinen Geschichten von den Rittern zurück zu seinem Auto. Burgfrauen hat er leider keine getroffen. Aber ein Knappe, der ihm am Abend eine abwechslungsreiche Weinprobe beschert. In seiner Unterkunft auf dem Weingut der Familie Hausmann kostet er fantastische Rieslinge und kommt nicht umhin, ein paar Kisten davon mit nach Hause zu nehmen.

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