Elsternest

Die Moselreise – Im katholischen Volksglauben zu Maria beten

Volksglauben in der Spoar Kapelle

Dem Volksglauben begegnet M. manigfaltig auf seiner Moselreise. Heute, weit oberhalb des Ortes Piesport, kommt er an einer kleinen Kapelle vorbei. Voll mit Plaketten, die den Dank Betender ausdrücken. Das ist so eindrucksvoll am Volksglauben, der hier an der Mosel ein katholischer ist. Man betet, zündet eine Kerze an und vertraut. Natürlich zündet M. eine Kerze in der Spoar-Kapelle an, die auf seinem Wanderweg liegt und betet ein Ave Maria.

Die Kapelle wurde im 19. Jahrhundert errichtet

Spoar bedeutet Sperre. Zwischen 1506 und 1508 starben in Piesport von damals 98 Bürgern 82 an der Lungenpest. Um die Ansteckungsgefahr zu reduzieren wurde hier der Ort abgeriegelt. (Kein Vergleich zu den heutigen von Querdenken kritisierten Maßnahmen.) Zur Krankheit kam der Hunger. Aber auch die Solidarität. Die Einwohner aus dem Nachbarort Kranes, der damals zur Pfarrei Piesport gehörte, stellten hier Lebensmittel für die Piesporter ab, bis die Krankheit erlosch.

Nachtrag Volksglauben

Kerze und Gebet halfen M. unmittelbar: Er vergaß eine seiner Brillen in der Kapelle. Eine hilfsbereite Wanderin pfiff ihm hinterher und trug sie ihm nach. Wie sang schon BAB: „ „wenn et Bedde sich lohne däät, wat meinste wohl, wat ich dann bedde däät“

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