Elsternest

Damien Rice zerfällt nicht in Einzelteile wie Martin Blunt

Damien Rice
Foto: YouTube Screenshot

Der irischer Singer-Songwriter Damien Rice steuerte einen Song zu dem Film Die Summe meiner einzelnen Teile bei, den ich gestern auf DVD gesehen habe. Sein Song Older Chest drückt sehr gut die Stimmung des Films aus, der zeigt, wie der Charkter des Mathematikers Martin Blunt in seine Teile zerfällt. Blunt (dargestellt von Peter Schneider) war lange auf Erfolgskurs, verdiente gut und hatte ein geordnetes Leben. Doch er überarbeitet sich und wird nach einem Zusammenbruch in die Psychiatrie eingeliefert.

Summe meiner einzelnen TeileAls Martin Blunt von dort wieder entlassen wird, verliert er seinen Job, verlässt seine Freundin und landet auf der Straße. Doch die kalte Realität dort lässt sich mit Zahlen allein nicht verstehen. Als er einen ukrainischen Jungen kennenlernt, der nur russisch spricht, sieht er seine Möglichkeit, aus dem Leben auszusteigen. Die beiden werden Freunde und flüchten gemeinsam in den Wald, wo sie sich eine Hütte bauen und ein neues Leben beginnen.

Am Ende des Film singt Damien Rice seinen Song Older Chest (hier anzuhören). Auch Damien Rice geht nicht den Weg, der ihm vorgezeichnet ist.

Damien Rice verlässt den ihm vorgezeichneten Weg

Er war zunächst Sänger von Juniper, einer Rockband, die die Singles The World Is Dead und Weatherman veröffentlichte. Unmittelbar bevor sie 1999 ihr erstes Album für Polygram aufnehmen wollten, bemerkte Rice, in welche kommerzielle Richtung er sich von dem Label gezwungen fühlte, und verließ die Band.

Damien Rice zog ins ländliche Italien und fasste den Entschluss, auf eigene Faust ins Musikgeschäft zurückzukehren. Dabei entschied er sich für die Akustikgitarre und wollte seine eigenen, persönlichen Songs schreiben. Wie Martin Blunt in dem Film Die Summe meiner einzelnen Teile (grandios gespielt von Peter Schneider) zog er mittellos durchs Leben.

Der Erfolg stellte sich langsam ein

Doch anders als Martin Blunt hatte Damien Rice ein Ziel: Nachdem er als Straßenmusiker durch Europa gezogen war, er eine Band, mit der er in Cafés in Dublin spielte. Ihm gelang es, die Unterstützung des Produzenten und Filmmusikers David Arnold zu gewinnen, und so konnte er sein erstes Album O aufnehmen. Für Martin Blunt endet seine Reise in der Psychiatrie.

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