Entschuldigen Sie, ist das der Sonderzug nach Fukushima?

14.03.2014 at 17:31

sonderzugHerrlicher Sonnenschein herrschte bei der Abfahrt des Sonderzuges der Anstifter zur Fukushima Demonstration. Nein, nicht nach Fukushima: Der Zug mit historischen Wagen, gezogen von dem legendären „Deutschen Krokodil“ (E-Lok der Baureihe E 94), brachte ca. 300 Menschen aus Stuttgart und Umgebung nach Kirchheim. Von dort startete der Demonstrationszug zum AKW Neckarwestheim.
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Fukushima. Vor drei Jahren bangten wir, ob der Reaktor hochgehen würde. Angst breitete sich hier nicht panikartig aus, zu weit ist der japanische Reaktor entfernt, als dass er als Bedrohung empfunden werden konnte. Aber das Thema hatte so viel Sprengkraft, dass die CDU nach 58 Jahren Regierungsverantwortung in Baden-Württemberg von Grün-Rot abgelöst wurde. Der Atomausstieg ist danach von den Konservativen in Berlin beschlossen worden. Schaut man sich die Landkarte der Bundesrepublik an, gibt es noch viele Atomkraftwerke, die Strom produzieren. Und das Müllproblem ist völlig ungelöst! An vielen hundert Stellen wird heute atomares Material gelagert, eine Endlagerstelle ist immer noch nicht in Sicht. Dieses Problem nahmen Aktivisten mit einer Installation in den Blick:


Vor den Toren des ENBW-Kraftwerkes empfing uns Stefan Charisius mit seiner wundervollen Kora-Musik. Seine Sphärenklänge wurden unterstützt von Djembe und Gitarre.

Auf der Abschusskundgebung wurden Gäste aus Fukushima begrüßt, die uns die Situation rund um den havarierten Reaktor schilderten. Mittlerweile sollen wieder ganz in die Nähe der Atomruine Menschen zurückgesiedelt werden, trotz hoher Strahlenbelastung. Der Zynismus der Betreiberfirma Tepco ist unbeschreiblich.
Aber auch die Tricks der deutschen AKW-Betreiber in Bezug auf die Klassifizierung von Atommüll übersteigt jegliche Vorstellungskraft. Es liegt durchaus im Bereich des Möglichen, dass demnächst sehr schwach kontaminiertes Material in dem Wertstoffrückgewinnungsprozess zu finden ist! „Atomkraft Nein Danke“ bleibt auch 40 Jahre nach den ersten großen Anti-AKW-Demonstrationen ein aktueller Slogan.

Von Musik der Gruppe Capella Rebella begleitet, verließen wir den Sonderzug im Stuttgart Kopf-Bahnhof.

August 1914. Literatur und Krieg – Eine Annäherung

05.03.2014 at 22:40

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Nie wurde Krieg so vielschichtig aus der Sicht der Betroffenen beschrieben wie 1914. Nichts scheint (außer vielleicht die Liebe) das Schreiben so notwendig zu machen wie der Krieg:
28,7 Milliarden Briefe und Postkarten wurden in der Zeit zwischen 1914 und 1918 geschrieben.

Die Ausstellung im Literaturmuseum der Moderne zeigt Briefe und Tagebuchauszüge aus dem riesigen Fundus des Deutschen Literatur Archivs Marbach. Dieser Fundus umfasst etwa 18.500 Texte. Die Anstifter luden zu einer Führung durch diese, aus literarischer Sicht höchst interessante Ausstellung, ein. Renate Brunner führte uns durch die Ausstellung und las aus Tagebüchern und Briefen einiger Schriftsteller und Schriftstellerinnen und stellte die Frage: Was ist der August 1914 für die einzelnen Menschen? Wie verhält sich die private Zeit zur historischen Zeit? Was wird in diesen vier Wochen geschrieben?

Sie stellte uns u. a. den Elsässer Dichter Ernst Stadler vor. Er ist dreißig Jahre alt, als der erste Weltkrieg begann. Stadler, der in Oxford studiert und in Brüssel deutsche Literatur unterrichtet hat, beginnt am 31. Juli ein Kriegstagebuch: „Morgens Einkäufe: Revolver“. Am selben Tag, einem Freitag, nimmt der gleichaltrige Franz Kafka in Prag sein Tagebuch in die Hand: „Ich habe keine Zeit. Es ist allgemeine Mobilmachung. K. und P. sind einberufen. Jetzt bekomme ich den Lohn des Alleinseins. Alleinsein bringt nur Strafen.“

Stadler und Kafka sind nur zwei Autoren, deren Tagebücher oder tagebuchähnlichen Briefwechsel in der Ausstellung wiederholt aufgeschlagen werden – der August 1914 wird Tag für Tag aus dem Archiv geholt, der Zeitraum danach stichprobenartig. „Zeit“ lässt sich aus diesen meist kleinformatigen Büchern und Briefen sehr persönlich und konkret entfalten. Jedes Tagebuch, jeder Brief ist für sich ein eigener historischer Erfahrungsraum, alle zusammen sind sie eine Begegnung mit den vielen Stimmen dieses ungeheuren Krieges, der 9,5 Millionen Soldaten das Leben kostete.

Die Ausstellung wird ergänzt durch eine Truppenbücherei. 10 Millionen Bücher wurden über mobile Büchereien den lesehungrigen Soldaten in den Schützengräben zugänglich gemacht. Wir  erfuhren in der exemplarischen Bücherei, was die Soldaten lasen. Anspruchsvolle Literatur, philosophische Bücher aber auch Sachbücher und Unterhaltungsliteratur. Eine propagandistische Ausrichtung, wie sie im 2. Weltkrieg erfolgte, gab es im ersten Weltkrieg noch nicht. Hermann Hesse, wegen seiner Kurzsichtigkeit „kriegsuntauglich“, widmete sich z. B. der Zusammenstellung von Soldatenbüchereien.

Die Anstifter haben sich mit einem halben Dutzend Initiativen zu einem Netzwerk zusammen geschlossen, um die Ereignisse von 1914 zu reflektieren, gleichzeitig aber auch die heutigen Kriegsgefahren in den Blick zu nehmen. Deswegen ist auch heute der Titel des Buches der Friedensaktivistin Bertha von Suttner aktuell wie 1898: „Die Waffen nieder!“lit_museum_3

Immer mehr

19.02.2014 at 10:11

Als ich im Januar die Lesung von Wolfgang Schorlau besuchte, zeigte er im Kleid des Kriminalromans die Abgründe der Massentierhaltung auf. Vor ein paar Tagen lief eine Meldung über die Nachrichtenticker: „Russland stoppt Import von EU-Schweinefleisch“. Grund sei die mangelnde Qualität des Fleisches. Interessant ist das dabei genannte Volumen. Der EU-Gesundheitskommissar Tonio Borg benennt dies: „Die Europäische Union exportiert jeden Tag Schweinefleisch im Wert von fünf Millionen Euro in die Russische Föderation.“ Insgesamt gehe etwa ein Fünftel der EU-Schweinefleischexporte nach Russland, jedes Jahr mehr als 700 000 Tonnen. Rechnen wir mal kurz: Ein durchschnittliches europäisches Hausschwein wiegt 130 kg. Somit werden jährlich ca. 54 Millionen Tiere aus der EU über die Grenze der Russischen Föderation verschoben.
Die Massentierhaltung in Deutschland steht weltweit mit an der Spitze. Das nachfolgende Video bekam ich von den Anstiftern. Es zeigt, die Chinesen kopieren auch auf dem Gebiet der Tötung fleißig:

Es ist angestiftet!

11.02.2014 at 22:30
© Gerald Gunzenhäuser

© Gerald Gunzenhäuser

Die Anstifter richteten ihren traditionellen Neujahrsempfang wie auch in den letzten Jahren im Kulturzentrum Merlin aus. Ebenfalls eine Tradition: die wunderbare, scharfe, hinterindische Linsensuppe mit frischem Koriander.

Es war mir eine große Ehre, von Peter Grohmann gebeten worden zu sein, einen Text von B. Traven zu lesen. Der Roman „Die weiße Rose“ wurde 1929 zum ersten Mal veröffentlicht und beschreibt mit bedrückender Aktualität das Vorgehen der amerikanischen Ölkonzerne in Mexiko in den zwanziger Jahren. Die peruanische Musikerin Yingrid untermalte mit Klaviermusik meine Lesung einiger prägnanter Ausschnitte aus diesem Roman.

Schon die ersten Sätze ziehen den Leser in die Geschichte hinein. Es sind Sätze, nach denen Romanschriftsteller lange suchen und die wir Leser so sehr lieben:

Die Condor Oil Company war unter den amerikanischen Ölkompanien, die ihre Unternehmungen auf Mexiko ausgedehnt hatten, durchaus nicht die mächtigste.
Aber sie hatte den stärksten Appetit.

© Herbert Grammatikopoulos

© Herbert Grammatikopoulos

Es ist die Geschichte eines Interessenskonflikts. Auf der einen Seite die rücksichtslose Ausbeutung der Erde durch die Ölkonzerne, um an Rohstoffe zu kommen auf der anderen Seite der Indio Jacinto Yañez, der die Ländereien der Hacienda als Erbe, als Gabe ansieht und die Verantwortung für zukünftige Generation übernimmt, die ebenfalls von den Früchten der Erde leben müssen.

Die Ausbeutung der Erde geht weiter. Immer noch werden Kriege um Rohstoffe geführt. Selbst die landwirtschaftlich nutzbaren Flächen werden in den Blick genommen. Nicht für die dort lebende Bevölkerung sondern für z. B. Reisanbau der Chinesen oder zur Erzeugung von Lebensmittel für die Produktion von Biokraftstoff. „Landgrabbing“ ist ein fast harmloses Wort für diese brutale Aneignung fremden, fruchtbaren Bodens.

Peter Grohmann fächerte in seinen anschließenden Reden die vielfältigen Themen auf, bei denen sich Anstifter engagieren. Angefangen bei der Ausgrenzung von Minderheiten über die Bekämpfung von Rechtsradikalismus, Erinnerungskultur an die Verbrechen des Nazi-Regimes bis hin zur Unterstützung von Initiativen, die durch unseren Friedenspreis ausgezeichnet werden, der alljährlich verliehen wird. Der letzte ging an ein ganzes Dorf: Sant’Anna di Stazzema. Ich berichtete darüber. Ich wünsche uns Anstiftern weiterhin einen langen Atem und den unbändigen Humor von Peter, mit dem er den oft schwierigen Verhältnissen begegnet.

Wessen Stadt? – Unsere Stadt!

30.12.2013 at 12:54

Rote Flora Hamburg

Ich bin am 22. Dezember in Hamburg angekommen, einen Tag nach den gewalttätigen Demonstrationen auf der Reeperbahn und vor der „Roten Flora“. An drei Themen entzündeten sich die Auseinandersetzungen mit der Polizei:

  • Der Wohnraummangel rund um die Esso-Häuser, die von der Stadt aufgrund akuter Einsturzgefahr geräumt wurden
  • die Forderungen nach Bleiberecht für alle Flüchtlinge aus den Bürgerkriegsgebieten (Lampedusa ist überall) und
  • der drohenden Räumung der Roten Flora, das selbstverwaltete Kulturzentrum, das der Musicalbranche in den achtziger Jahren abgetrotzt wurde.

7.000 bis 10.000 Demonstranten sollen am 21. Dezember auf den Straßen gewesen sein und tausende vom autonomen Block, die die Auseinandersetzung mit der Polizei nicht scheuten. Seit drei Jahren demonstrieren die Stuttgarter Bürger friedlich gegen den unterirdischen Bahnhof. Hier in Hamburg kommt es seit Jahren zu gewalttätigen Demonstrationen: Pflastersteine und Gehwegplatten werden auf Polizisten geschleudert, Farbbeutel fliegen hinterher und verspotten so die getroffenen Polizisten. Wo kommt dieser Hass her, der auch vor Schaufensterscheiben und Polizeiautos nicht Halt macht? Welches Ziel verfolgen die Demonstranten, die so etwas machen? Fühlen sie sich als Kämpfer für eine Sache, die es erlaubt, alle Grenzen zu durchbrechen, Verletzte in Kauf nehmen zu können? Welche Illusionen haben sich in ihren Köpfen festgesetzt? Wollen sie mit diesen Aktionen das „repressive System“ herauszufordern und dadurch ein Zeichen setzten? Die berechtigten Forderungen nach bezahlbarem Wohnraum in der Innenstadt, nach Aufnahme der unter Krieg leidenden Flüchtlinge in einer reichen Stadt und nach selbstbestimmter Kultur werden unter dem Hagel der Steine und dem Hass begraben. Das kann die Bewegung nur durch langfristig angelegte Aktionen voran bringen, mit dem Aufbau von Netzwerken, die in die Mitte der Bürgergesellschaft vordringen und sich dort festsetzten. Die Steine werfenden Demonstranten katapultieren sich aus den Herzen derjenigen, die sich solidarisch mit den Flüchtlingen gezeigt haben, die eine andere Stadtpolitik diskursiv voran bringen, die aufdecken und anprangern. Gewalt war noch nie eine Lösung. Alle gewaltsam herbei geführten Veränderungen haben schlussendlich die Bewegungen kannibalisiert und brutalisiert. Ein Blick in die Geschichtsbücher würde genügen, das zu erfahren und die Möglichkeit geben, über die eigene Aktionsform nachzudenken.
Andere mit nehmen, zu Aktionen der Zivilgesellschaft anzustiften, das ist große Stärke der Protestbewegung rund um den Stuttgarter Bahnhof, die viele zum Nachdenken über diese Fragen gebracht haben, auch wenn sie mit ihrer Kernforderung „Oben bleiben – Erhalt des Kopfbahnhofes“ nicht erfolgreich war. Wir werden auch im nächsten Jahr an den Themen dran bleiben und Fragen stellen: Wessen Stadt? Wofür und wie wollen wir leben? Was soll eine solidarische Gesellschaft aussehen. Das werden wir bunt, kreativ und mit viel Humor tun.Hamburg - Selbstbestimmtes Leben

 

Stuttgarter Friedenspreis 2013 verliehen

12.11.2013 at 16:47

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Der Stuttgarter Friedenspreis der AnStifter wurde dieses Jahr an Enrico Pieri und Enio Mancini verliehen, zwei Überlebende des Massenmordes in Sant’Anna di Stazzema, stellvertretend für alle Überlebenden und für die Familien der Opfer.

Ein Dorf ist von den Anstiftern eingeladen, nach Stuttgart zu kommen. Etwa 50 Frauen, Männer, Kinder kamen, um an der Verleihung des diesjährigen Friedenspreises teilzunehmen. Er geht an Enrico Pieri und Enio Mancini, zwei Überlebende des Massenmordes in Sant’Anna di Stazzema, stellvertretend für alle Überlebenden und für die Familien der Opfer.

Sant’Anna di Stazzema ist ein Dorf in den italienischen Bergen gelegen. Dort verübte am 12. August 1944 die Waffen-SS ein Massaker an 560 Zivilisten, überwiegend Frauen und Kinder. Die Menschen hatten sich in diesem Dorf in Sicherheit gewiegt, ein tödlicher Irrtum. Die Waffen-SS trieb die Dorfbevölkerung zusammen und erschoss alle, die ihnen vor die Maschinenpistolen kamen. Selbst der kirchliche Raum bot den Menschen keinen Schutz.

Beschämend, wie die Stuttgarter Staatsanwaltschaft mit den Untersuchungen umging: Sie verfügte die Einstellung der Strafverfolgung gegen die noch lebenden SS-Männer. Auch Italien hat unerklärlicherweise 60 Jahre gewartet, um die Massaker juristisch aufzuarbeiten und Deutschland hat die Urteile nicht einmal anerkannt. Vielleicht könnte jetzt der Einsatz der AnStifter andere Wege öffnen, um der Gerechtigkeit Genüge zu tun, um das zu erreichen, wofür sich Enio Mancini und Enrico Pieri seit Jahrzehnten einsetzen.

Zur Eröffnung der Gala standen alle Gäste auf der Bühne, neun Gäste legten Zeugnis ab über die Gräueltaten. Grußworte sprach der Stuttgarter Bürgermeister Werner Wölfe und der italienische Botschafter Elio Menzione. Musikalisch untermalte die Gruppo di Musca Populare den Abend sowie die Solistinnen Etta Scollo (Gitarre und Gesang) und Susanne Paul (Cello).

friedensgala_002Dreimal wurde das „Menschle“ überreicht, die Laudatio hielt Giuliana Sgrena, selbst Friedenspreisträgerin (2005):

An Enrico Pieri, stellvertretend für Enio Mancini an Maren Westermann, Signore Mancini konnte krankheitsbedingt nicht kommen. Das dritte Menschle ging an das Dorf Sant’Anna di Stazzema.

Enrico Pieri bedankt sich für den Preis, sein Sohn übersetzt ins Deutsche

Enrico Pieri bedankt sich für den Preis, sein Sohn übersetzt

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zum Schluss kamen alle italienischen Gäste noch einmal auf die Bühne und wurden mit einem „Sternenregen“ und Rosen verabschiedet.friedensgala_004

Friedenspreis der Anstifter – Ein Jahr danach

02.10.2013 at 20:41

Vor einem Jahr erhielt die „Aktion Aufschrei – Stoppt den Waffenhandel“, den Friedenspreis der Anstifter. Ich hatte die Bewerbung unterstützt und die Wahl begrüßt. Seit meiner frühen Jugend bin ich davon überzeugt, dass zwischenstaatliche Konflikte nicht mit Gewalt gelöst werden können. Den Dienst an der Waffe habe ich konserquenter Weise verweigert.

Wenn ich mir die zwischenstaatlichen Konflikte heute anschaue, so hat sich gegenüber den sechziger Jahren eine Komponente verändert: Die militärischen Blöcke von damals existieren nicht mehr. Der Zusammenbruch der sozialistischen Gesellschaftsmodelle im „Ostblock“ hat das Lagerdenken pulverisiert. Aber das Morden geht weiter. Vor allem mit deutschen Waffen. Unsere Industrie verdient an dem Export von Waffen – selbst in Krisengebieten – gut. Das muss ein Ende haben. Ein eindrucksvolles Video hat die Gruppe „Silly“ zu dem Thema gemacht:

Jede Aktion, die die Herstellung und den Export von Waffen anprangert, ist unterstützenswert. Am DI 08.10.13, 19:00 – 21:30 Uhr präsentiert Jürgen Grässlin im Katholischen Bildungswerk (KBW) Stuttgart das Schwarzbuch zum Waffenhandel. Aus der Ankündigung im Programm des KBW:

schwarzbuch_waffenhandel„Politik, Industrie, Banken – wer profitiert vom Krieg? Unsere Politiker beschwören den Frieden und betreiben den Krieg: Deutschland ist der weltweit drittgrößte Waffenexporteur – und schreckt vor Lieferungen an verbrecherische Regime und Diktatoren nicht zurück. Jürgen Grässlin deckt auf, wer die Profiteure dieser Kriegswirtschaft sind, er nennt Industrieunternehmen beim Namen, er zeigt, wer in der Politik die Exporte genehmigt und wie die Banken das alles finanzieren. Hochbrisante Fakten, profund recherchiert – ein Augenöffner, wie tief unser Land in die globale Tötungsmaschinerie verstrickt ist.“

Jürgen Grässlin hat letztes Jahr als Sprecher der Kampagne “Aktion Aufschrei: Stoppt den Waffenhandel!” den Friedenspreis der Anstifter entgegen genommen.

Unterstützt wird die Veranstaltung von:
Internationale Katholische Friedensbewegung Pax Christi, DFG-VK, aktion hoffnung e.V. Rottenburg-Stuttgart, Diözesanrat Rottenburg-Stuttgart, Ohne Rüstung Leben, Die AnStifter