Elsternest
Rainer Wochele über Raststätten

Rechts blinken und an der Raststätte rausfahren

  Rainer Wochele hat nach langer Zeit wieder ein Buch vorgelegt. Wieder im Klöpfer & Meyer Verlag, der mittlerweile im Narr Verlag aufgegangen ist. Vier Jahre sind nach seinem letzten Roman vergangen und es erschließt sich mir nicht, warum er diese „Textsammlung“ zwischen zwei Buchdeckel hat binden lassen. Resteverwertung zwischen zwei Buchdeckeln Die fiktiven Texte sind sehr kurz, nur wenige gehen über zwei oder gar drei Seiten. Das Büchlein erweckt den Eindruck, als hätte Rainer Wochele seine Schubladen und Schreibmappen

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Franz Dobler im Gespräch mit Thomas Klingenmaier

Der Sound des Franz Dobler

  Am 25. März 2017 las Franz Dobler im Rahmen der 8. Stuttgarter Kriminächte in Bad Cannstatt. Im hellen Deckenlicht stehend begrüßt die Leiterin der Stadtteilbibliothek, Alexandra Kirchner, die zahlreichen Gäste dieses Abends und Frau Eva Hosemann vom Vorstand des Vereins Stuttgarter Kriminächte e. V. lobt die herzliche Atmosphäre in dieser kleinen Stadtteilbibliothek am Ufer des Neckars. Das Deckenlicht wird ausgeschaltet und von nur zwei Tischlampen beleuchtet beginnen der Moderator, Thomas Klingenmaier, und sein Gast in verhaltenem Ton miteinander ins

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walle sayer

Für Walle Sayer ist kein Raum zu klein

Walle Sayer legt im Klöpfer & Meyer Verlag seinen neuen, achten Band mit Kurztexten vor. Es scheint eine fruchtbare und verlässliche Zusammenarbeit zwischen dem Wortedrechsler und dem Tübinger Verlag zu geben. Seinen titelgebenden Text hat er wohl auch deshalb seinem Verleger Hubert Klöpfer gewidmet. Der achte Band trägt als Gattungsbegriff Feinarbeiten. Manche Bände tragen sprechende Untertitel, etwa: Ein Erzählgeflecht,  nennt als Untertitel: Eine Innenansicht des Wesentlichen oder auch Miniaturen, Notate und ein Panoptikum. Drei seiner Bände tragen als Untertitel schlicht

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Reuven Moskovitz

Reuven Moskovitz – der Versöhnung verschrieben

Reuven Moskovitz, ein israelischer Friedensaktivist, bereist seit Mitte der siebziger Jahre regelmäßig Deutschland. Er appelliert nachdrücklich an die Verantwortung Deutschlands, auf die israelische Politik einzuwirken, damit sie ihre verbrecherische Politik gegenüber den Palästinensern aufgibt zugunsten einer Politik der Verständigung, der Versöhnung und des gegenseitigen Respekts. In seinem neuen Buch beschreibt er, wie es zu dieser Politik Israels kam. Dabei verknüpft er sein eigenes Lebensschicksal mit der Entwicklung des israelischen Staates: der aus Rumänien vertriebener Jude war voller Hoffung, in Palästina

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Sylvia von Keyserling dichtet im Rosenstein

Die Lyrikerin Sylvia von Keyserling hat einen ungewöhnlichen Band mit Gedichten über den „Rosenstein“ vorgelegt. Dieser große Park im Stadtzentrum Stuttgarts ist Anfang des 19. Jahrhunderts gestaltet worden und hat im Laufe seiner Geschichte immer wieder Umwandlungen und Eingriffe erlebt. Seine Flora und Fauna haben Sylvia von Keyserling angeregt, über Natur nachzudenken. Die großen Parkbäume, teils mehr als hundert Jahre alt, rückt die Lyrikerin in ihrem Gedichtband in den Mittelpunkt. Sie beschreibt in lyrischer Sprache nicht nur die Stimmung im

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Ulrike Schäfer "Nachts, weit von hier"

Ulrike Schäfer – Mit Blattgold malen

Ulrike Schäfer veröffentlicht im Klöpfer & Meyer Verlag ihren ersten Erzählband. Von Januar bis Ende März 2015 war sie Stipendiatin im Schriftstellerhaus und hat bei einer Lesung im „Häusle“ bereits einige Geschichten vorgestellt, die Eingang in diesen Band gefunden haben. Sie hat das Stipendium im Schriftstellerhaus genutzt, den Band fertig zu stellen und einige Geschichten umzuschreiben. Sie berichtete im Stipendiaten-Blog des Schriftstellerhauses, wie schwer die Geburt der umfangreichsten Geschichte „Stück Land“ gewesen ist, wie sie diese Geschichte noch einmal komplett

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Susanne Stephan "Haydns Papagei"

Susanne Stephan mit neuem Lyrikband

Mit Haydns Papagei legt die Stuttgarter Autorin Susanne Stephan ihren dritten Gedichtband nach Tankstellengedichte (2003) und Gegenzauber (2008) im Klöpfer & Meyer Verlag vor. Wie auch in den vorangegangenen Bänden, hat Susanne Stephan die Gedichte thematisch geordnet. Sie kreist in ihren acht Kapiteln in ruhigen, genaue Sprachbewegungen um Musik, um Italien, Ägypten, um die Zeit des ersten Weltkriegs, beschreibt in ihrem Trauermarschkapitel verschiedene Friedhöfe von Genua bis Sarajewo, huldigt Kleist in einem Langgedicht, beschreibt die Natur im Kapitel Pastorale und

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