Elsternest
Die Kollegen vom Heidehofgymnasium Sofija Spajic und Moritz Heger (1. Vorsitzender des Schriftstellerhauses)

Stuttgart liest ein Buch – Der Abschluss

  Zwei Wochen Stuttgart liest, zwei Wochen hochkarätige Veranstaltungen rund um das Buch Unter der Drachenwand von Arno Geiger. Wie haben die Leserinnen und Leser, der Buchhandel diese Reihe aufgenommen? Das wollten die Organisatoren vom Schriftstellerhaus am 27.09.19 in der VHS zum Abschluss der Veranstaltungsreihe ausloten. Wolfgang Tischer, zweiter Vorsitzender des Vereins Schriftstellerhaus, führt durch den Abend, der durch lateinamerikanische Musik des Duos Botond Rab (Queflöte), Ulrich Wedlich (Gitarre) wird. Eingeladen sind die Leserin Frau Reimann, der Leser Herr Nill,

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"Unter der Drachenwand": Monika Renninger, Matthias Vosseler, Eberhard Schwarz

Eine Theologin diskutiert mit ihren zwei Kollegen den Roman von Arno Geiger

  Gleich zu Anfang der gut besuchten Veranstaltung am 25.09.19 in der Kirche des Hospitalhofs wurden die beiden Begriffe „Mondsee“ und „Drachenwand“ in den Blick gerückt. Der weit entfernte Mondsee und die bedrohliche Drachenwand. Unterschiedliche Romanfiguren werden betrachtet Die drei Theologen stellen den Zuhörern im voll besetzten Kirchenschiff die unterschiedlichen Romanfiguren vor. Pfarrer Eberhard Schwarz stellt den Soldaten Veit Kolbe vor. Zu Beginn des Romans empfindet er ihn als einen tumben Tor, der allerdings im Laufe des Romans eine erstaunliche

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Carsten Kretschmann

Traumatisierte Kameraden? Die Kriegsverarbeitung in der „Generation 1939“

  Der Vortrag von Dr. Carsten Kretschmann am 23. Sept. 2019 im Hospitalhof zeigt, wie groß die Bandbreite der Veranstaltungen in der Reihe Stuttgart liest ein Buch ist. Das Schriftstellerhaus verharrte bei der Konzeption der Reihe nicht bei den literarischen Aspekten des Buches, wiewohl sie im Mittelpunkt stehen. Ein Kenner der Kriegsgeschichte Dr. Carsten Kretschmann ist wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Abteilung für Neuere Geschichte am Historischen Institut der Universität Stuttgart. Welche Fragen kann ein Historiker zu den im Buch aufgeworfenen

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Die Bauernleute vor den Welschkorn, das zum Trocknen an ihrer Scheune hängt

Literaturbegeisterte Rohracker wandern durch den Roman von Arno Geiger

  Eine Drachenwand hat Rohracker nicht zu bieten, aber Literaturbegeisterte, die sich am 22. Sept. 2019 im Bürgerhaus Alte Schule des Ortes versammelten, um mental unter die Drachenwand zu wandern. Der Raum war bis zum letzten Platz besetzt, die letzten Gäste mussten auf Stühlen vor dem Raum Platz nehmen. „Wanderführerin“ Doris Bergermann hat sich gut auf die Präsentation des Buches vorbereitet. Den Autor stellt sie durch ein kurzes, auf eine große Leinwand projiziertes Interview vor. Per Video entdecken die Zuhörerinnen

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Abstieg in den Bunker

Bedrückende Lesung im Tiefbunker Feuerbach

Es ist ein klaustrophobisches Gefühl, das sich meiner bemächtigt, als ich die Stufen des Tiefbunkers hinunter steige. Es ist der 22. September 2019 und draußen scheint die Sonne. Hierher kommen sie nicht, der Bunker ist tief ins Erdreich gegraben, seine Wände sind 1,6m dick. Was mögen die Menschen vor 75 Jahren gefühlt haben, als die Deutschen im letzten Kriegsjahr vor den Bomben diese Räumlichkeiten aufsuchten? 2.000 – 2.500 Personen fanden während der Bombenangriffe der Alliierten in diesen Räumen Schutz, für

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Die Gruppe Ipanema Beach Hotel: Jörn Bahr, Jürgen Braun und Jeschi Paul

„Unter der Drachenwand“: Viva Brasil im Dorotheeenquartier

  Lilian Wilfart und Wolfgang Tischer hatten am 29.09.2019 Glück: die letzten Sonnenstrahlen erwärmten die in Liegestühlen sitzenden Zuhörer. So konnten sie einem völlig entspannten Publikum eine „Nebenfigur“ aus Arno Geigers Roman Unter der Drachenwand vorstellen: Den Brasilianer. Ihn hatte es, genau wie die Hauptfigur Veit Kolbe, an den Mondsee unter der Drachenwand verschlagen. Hier züchtet der Brasilianer Orchideen und Tomaten in seinem Gewächshaus. Veit ist zur Rekonvaleszenz von der Ostfront hierher gekommen, er hat ein Zimmer bei der Schwester

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Arno Geiger, Moderatorin Barbara Staudinger, Historikerin Katrin Hammerstein und der Generalsekretär des Comité International de Mauthausen (v.l.n.r.)

Arno Geiger öffnet die Räume der Erinnerung

  Am 18.09.2019 kam Arno Geiger darüber ins Gespräch mit Andreas Baumgartner vom Comité International de Mauthausen, ein in Österreich gelegenen KZ und mit der Historikerin Katrin Hammerstein. Der Ort der Diskussion der Diskussion war vom Schriftstellerhaus gut gewählt: Das Hotel Silber, im Faschismus die Gestapozentrale der Reichsteile Württemberg und Hohenzollern. Jahrelang hatten verschiedene Gruppen der Zivilgesellschaft darum gekämpft, hier ein Erinnungs- und Dokumentationszentrum zu gründen. Im Dezember 2018 wurde es endlich feierlich der Öffentlichkeit übergeben. Souverän moderierte Barbara Staudinger

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