Masken oder Büstenhalter – das ist nicht die Frage

03.06.2020 at 11:56
maske in Corona Zeiten

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Hoffentlich ist das bald vorbei

01.06.2020 at 18:56
Maßhalten

Maßhalten!

 

M. freut sich auf die Zeit, wo er seine Freunde besuchen kann, ohne Coronaregeln akribisch befolgen zu müssen. Kuchen essen ohne Zollstock!

Clint Eastwood – Eine Filmlegende wird 90

31.05.2020 at 8:18
Wordkarg und missgelaunt

So kennt man Clint Eastwood: wordkarg und missgelaunt

 

Der Sohn eines Stahlarbeiters aus San Francisco steht seit über 60 Jahren vor der Kamera. Politisch stand und steht Eastwood den Republikanern nahe, aus seiner Unterstützung für die republikanischen Präsidenten macht er keinen Hehl. Ein Phänomen, das es so wohl nur in Amerika gibt: ein strammer Rechter, dessen Herz für Minderheiten schlägt. Auf „politische Korrektheit“ legte der Ex-Bürgermeister des kalifornischen Ortes Carmel nie Wert, der sich auch für liberale Anliegen wie die Homo-Ehe einsetzte. In seinem Film „Grand Torino“ lässt er seine Filmfigur, einen alten Koreaveteranen, eine Wandlung durchleben: Von krasser Ablehnung gegenüber seinen „neuen“ Nachbarn, asiatische Immigranten, hin zu einem respektvollen, liebevollen Umgang mit ihnen.

Ein Republikaner mit einem großen Herz für die Menschen

Das Beispiel Clint Eastwood zeigt einmal mehr, dass man auf den Menschen schauen sollte und nicht auf seine politische Einordnung. Wenn man das macht, dann kann man sich vom Unerwarteten überraschen lassen und sich ein Staunen erhalten.

Dabei hat seine Karriere ganz anders begonnen: Wir kennen ihn als wortkarger Held und unbarmherziger Rächer in Sergio Leones Italo-Western CFür eine Handvoll Dollar“, „Für ein paar Dollar mehr“ und „Zwei glorreiche Halunken“. Richtungsweisend für den Polizeithriller auch seine Rolle als brutaler, zynischer Inspektor Harry Callahan auf der Jagd nach einem psychopathischen Serienmörder in der fünfteiligen Dirty Hary-Serie.

Seit 1971 steht er auch hinter der Kamera

Seit Anfang der siebziger Jahre führt er in seinen Action Filmen immer wieder selber Regie. Als Regisseur / Produzent (und Darsteller) hat er sich in den 90er Jahren noch einmal neu erfunden. In der melancholischen Romanze „Die Brücken am Fluss“ war er der Liebhaber einer einsamen Ehefrau, gespielt von Meryl Streep.

Doch auch als Endachtziger machte er auf der Leinwand noch eine gute Figur. In dem Drogenthriller „The Mule“ (2019) spielte er die Hauptrolle eines greisen Drogenkuriers, der in seinem Truck für ein mexikanisches Kartell Kokain über die Grenze transportierte. Eine wahre Geschichte eines alten US-Schmugglers hat Clint Eastwood zu diesem Film inspiriert. Ich freue mich schon auf diese Regiearbeit, der Film liegt als DVD bereits in meinem DVD-Player.

Bitte erst putzen und aufräumen dann …

28.05.2020 at 19:20
Revolution

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… das ist doch schon mal was!

26.05.2020 at 19:22
Ich weiß den Anfang

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Der Frühling krönt die Vögel

24.05.2020 at 19:32
Gekrönte Häupter

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6. Mai 2020 – Kabarettist Hanns Dieter Hüsch geboren

06.05.2020 at 15:36
Hans Dieter Hüsch

Von Wittkowsky, CC BY-SA 3.0

Heute vor 95 Jahren wurde Hanns Dieter Hüsch in Moers geboren und es lohnt, sich dieses Menschenfreundes zu erinnern. Er kam mit verkrüppelten Füßen zur Welt. Von seiner Mutter wurde er mit Liebe überschüttet. Seine Kindheit waren Jahre der Krankheit und der Sorge. Wegen einer vererbbaren Veranlagung zum Klumpfuß wurden seine verdrehten Füße mehrmals schmerzhaften Operationen unterzogen, was ihm den Kriegsdienst ersparte. „Mein Leben verdanke ich meinen Füßen“, kommentierte Hüsch in seinen 1990 veröffentlichten Erinnerungen.

Diese Mischung aus Schmerz und Liebe prägten seine kabarettistischen Texte: ein liebevoller und zärtlicher Blick auf das Leben der kleinen Leute. Zeit seines Lebens stand er auf ihrer Seite, auf der Seite der Ausgegrenzten. Einer meiner Lieblingstexte drückt das in vortrefflicher Art und Weise aus:

Ich sing für die Verrückten
Die seitlich Umgeknickten
Die eines Tags nach vorne fallen
Und unbemerkt von allen

An ihrem Tisch in Küchen sitzen
Und keiner Weltanschauung nützen
Die tagelang durch Städte streifen
Und die Geschichte nicht begreifen

Die sich vom Kirchturm stürzen
Die Welt noch mit Gelächter würzen
Und für den Tod beizeiten
Sich selbst die Glocken läuten

Die an den Imbißtheken hängen,
sich weder vor- noch rückwärtsdrängen
Und still die Tagessuppe essen,
dann alles wieder schnell vergessen

Die mit den Zügen sich beeilen,
um nirgendwo zu lang zu weilen
Die jeden Abschied aus der Nähe kennen,
weil sie das Leben Abschied nennen

Die auf den Schiffen sich verdingen
und mit den Kindern Lieder singen
Die suchen und die niemals finden
und nachts vom Erdboden verschwinden

Die Wärter stehen schon bereit mit Jacken,
um werkgerecht die Irrenden zu packen
Die freundlich auf den Dächern springen
für diese Leute will ich singen

Die in den großen Wüsten sterben,
den Schädel schon in tausend Scherben
Der Sand verwischt bald alle Spuren,
das Nichts läuft schon auf vollen Touren

Die sich durchs rohe Dickicht schieben,
vom Wahnsinn wund und krank gerieben
Die durch den Urwald aller Seelen blicken,
den ganzen Schwindel auf dem Rücken

Ich sing für die Verrückten,
die seitlich Umgeknickten
Die eines Tags nach vorne fallen
und unbemerkt von allen

Sich aus der Schöpfung schleichen,
weil Trost und Kraft nicht reichen
Und einfach die Geschichte überspringen
für diese Leute will ich singen

Nicht anschlussfähig an den linken Mainstream

Beim Festival auf der Burg Waldeck wurde er ausgebuht, weil er dem Publikum nicht radikal genug war. An die linke Kabarett und Liedermacherszene fand er danach keinen Anschluss mehr. Die Menschlichkeit und Wärme seiner Texte ist bis heute berührend. Nie wieder habe ich in der Kleinkunstszene jemanden mit dieser Zugewandtheit und Empathie erlebt.

Er sah seine Aufgabe darin, „die Ohren der Menschen zu schulen für Lügen, für falsche Töne und falsche Typen.“ Wie nötig hätten wir heute einen wie ihn.

Humorvoll und von tiefem Glauben geprägt

Sein tiefer Glaube hat ihm in schweren Zeit seiner Krebserkrankung geholfen. Er blieb optimistisch und humorvoll – auch im Umgang mit dem „lieben Gott“. „Ich habe mit ihm eine Verabredung“, sagte Hanns Dieter Hüsch im März 2000. „Und weil wir beide so wenig Zeit haben, haben wir gesagt, lass uns mal nichts fest machen. Wer kommt, der kommt.“ Am Nikolaustag 2005 ist er dann zu ihm gegangen.