Ein ereignisreiches Jahr liegt hinter uns. Wir haben es geschafft, den schwarzen Filz im Land ein Stück aufzubrechen. Nun stellen wir
enttäuscht fest, wir können uns nicht auf die neue Regierung stützen, selbst wenn sie uns ihre Unterstützung vor dem Wahlkampf zugesagt hat.
Unser großes Ziel, den Schlossgarten zu erhalten und eine zukunftsweisende Schieneninfrastruktur zu bekommen, liegt im Ungewissen.
Wir sind auf uns selbst gestellt. Wir, die aktiven Parkschützer und alle Fachgruppen, die das Projekt vehement bekämpfen. Sie haben in den
letzten Monaten einen tollen Job geleistet.
Der BUND ist erfolgreich mit seiner Klage gegen das Grundwassermanagement gewesen. Die Ingenieure gegen Stuttgart 21 haben die Betrügereien beim Stresstest aufgedeckt. Die Juristen kämpfen an vielen Fronten.
Ich bin gespannt, was uns das nächste Jahr bringen wird.
Ich wünsche euch Lesern dieser Seiten ein gesegnetes Weihnachtsfest und ein glückliches neues Jahr.
Oben bleiben!
Was wir jetzt tun sollten: Die folgenden Petitionen unterschreiben an Bahn und Landesregierung und an Nils
Schmid
"Keine Übernahme der Mehrkosten für S21 durch das Land Baden-Württemberg!" Hier geht's zur Petition an die Landesregierung
Super Juchti stoppt Arbeiten am Grundwassermanagement
Am 16.12.2011 stoppte der Verwaltungsgerichtshof den Bau des Grundwassermanagements. Damit war der BUND
erfolgreich mit seiner Klage.
Damit bremst der Verwaltungsgerichtshof Mannheim die DB aus.
Das Urteil kann eventuell bis zu einem weiteren Jahr Verzögerung bedeuten.
Warum, Bahn, legst du weiter Eile beim Abriss des Südflügels und der Zerstörung des Schlossparks durch die
Baumfällungen an den Tag?
"Die Wahrheit hat keine Stunde...
Ihre Zeit ist immer gerade dann,
wenn sie am unzeitgemäßesten erscheint..."
Albert Schweitzer
Schienen
Schienenstränge zerteilen
mein Auge in unstetem Rhythmus
rasen Züge ins limbische Zentrum
zwischen den Gleisen steckt
sattgelb der Löwenzahn
ein Feldhase wechselt die Seite
Schienen zerteilen
sein Revier
und mir
mein Auge
Ihn kostet der Hunger das Leben
mir rauben die Züge den Schlaf
rasen durch meinen Kopf ungebremst
in langen Tunnelröhren
verschwinden die Züge
seit Monaten hält keiner mehr
Hättet ihr nur den Alarm des Hasen gehört
27. November 2011
Bangemachen gilt nicht - In der Ruhe liegt die
Kraft
Der neueste Streich von Campact
Die Aktionsgruppe
"Alternativen zu S21"
Korntal-Münchingen distanziert sich gegen jede Form von "Plakat-Vandalismus".
Wir haben die besseren Argumente! Die Falschaussagen der Proler verfangen nicht. Unsere
Argumente werden die Wahl entscheiden.
Mit Videobotschaften für den Ausstieg werben!
31.10.2011: Die 97. Montagsdemonstration in Stuttgart. Die Zeit
drängt ...
... die Menschen werden sich einmischen, weiterhin. Sie werden die Kampagne "Ja zum
Ausstieg" landesweit unterstützen. Sie strömen zusammen.
Es ist dunkel, am Wochenende wurde die Zeit auf Winter umgestellt. Davon lassen sich die
mündigen Bürger nicht abschrecken auch im Winter werden sie auf die Straße gehen, wenn
dieses Projekt nicht gestoppt wird.
Mit Musik und guter Laune geht es nach der Kundgebung auf den Demonstrationszug zum neuen
Schloss.
Die Kampagnenmotive werden den Demonstranten und Passanten präsentiert.
Das württemberger Pferd und der badische Löwe streiten gemeinsam gegen dieses
Milliardengrab, das in Stuttgart gebuddelt werden soll.
Bunt kreativ, wie die Bewegung ist, ist unsere Ansprache an die Wähler.
Da staunt der Bürger.
Empör dich!
Misch dich ein!
Die besseren Argumente werden zählen beim Ausgang der Kampagne. Wir wollen das Quorum
schaffen, dieses Instrument, um den Wählerwillen zu torpedieren. Breit ist das Bündnis
aufgestellt. Die Erstunterzeichnern des Aufrufes "Ja zum Ausstieg" sind:
Aktionsbündnis gegen Stuttgart 21
Bündnis 90/Die Grünen Baden-Württemberg
Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland (BUND)
Landesverband Baden-Württemberg e.V.
Deutscher Gewerkschaftsbund Baden-Württemberg
Die Linke Baden-Württemberg
Die Befürworter fahren eine unterirdische Kampagne, die vor allen von
Mandatsträgern unterstützt werden. Es ist keine Bürgerbewegung.
Die Originaldokumente des Finanzierungsvertrages gibt es hier auf der Homepage des
Verkehrsministeriums.
Sie zeigen die Grundlagen der Misere
Winfried Hermann als Verkehrsminister hat ein Gesetz zum Ausstieg aus der Finanzierung in
den Landtag eingebracht. Der lehnte ab. Hier der der Originaltext.
Nun sind wir dran.
Stimmen wir mit Ja
Nutzen wir die Volksabstimmung, um ein deutliches Zeichen zu setzen:
Ja zum Ausstieg!
Zur Stärkung der Aktiven in der Kampagne zum Ausstieg gibt es Kekse!
Ja zum Ausstieg!
Die ersten Plakate werden in Selbstarbeit hergestellt.
Kreativität ist Trumpf.
30.09.2011: Großdemonstration zum Jahrestag des brutalen Polizeieinsatzes
Wie sich die Bilder gleichen:
Es ist Krieg. Nichts ist mehr, wie es mal war. Ihr bleiben die Worte im Hals stecken, ihre Augen wandern hin und her: Von
denen, von denen sie getrennt wurde hin zu dem, der sich ihr in den Weg stellt. Wo ist der rettende Horizont?
Am 30. September ist nichts mehr wie es war.
Gepanzert stellt sich die Polizei den Demonstranten in den Weg, drängen sie ab, weg von den Bäumen, die zu
schützen sie gekommen sind. So etwas hat das junge Mädchen noch nicht erlebt. Mühsam hält sie die
Tränen zurück. Sie ist standhaft, schaut den Polizisten mit einer Mischung aus Verwunderung und Hilflosigkeit an.
Warum steht er hier? Wofür steht er hier? Sie lernt eine Lektion fürs Leben.
Der 30. September 2010 hat das Gesicht der Stadt verändert. Der brutale Polizeieinsatz im Schlossgarten
mit über hundert Verletzten auf der Seite der Demonstranten zeigte, mit welcher Macht die Projektbefürworter ihr
Interesse durchzusetzen gewillt sind. Hinter dem Projekt steht ein Kartell, dessen Verzweigungen hier aufgezeigt sind. Es geht um Millionen in diesem Spiel um Immobilien. Die Bahn ist
nur deren Erfüllungsgehilfe.
Der Einsatz von Wasserwerfern, Schlagstöcken und Pfefferspray wurde von den Demonstranten als so
martialisch empfunden, dass sie, soweit mit heiler Haut davon gekommen, sich als Überlebende einer Schlacht
empfanden.
Immer mehr Demonstranten werden von der Justiz verfolgt. Mittlerweile werden Demonstranten aus
Veranstaltungen gezogen, um sie anzuklagen, z. B. an der Besetzung des Grundwassermanagements am 20.6.2011 teilgenommen zu
haben.
Allerdings sind bisher keine Polizisten im Zusammenhang mit dem 30. September verurteilt worden. Selbst der "Glatztkopf" ist
unbestraft. Das Video von seinem Wüten hatte ich bereits
veröffentlicht . Kann das sein?
Der zentrale Vorwurf: Der Polizeiübergriff war ein Machtmissbrauch, der von ganz oben gedeckt wurde.
Der Untersuchungsausschuss zur Aufarbeitung der Ereignisse, eingesetzt vom Landtag, hat diese These nicht belegt.
Im Gegenteil: Die Eskalation wurde den Schülern und Rentnern in die Schuhe geschoben. Haben wir etwas anderes erwartet
können von einem Gremium, das mehrheitlich von CDU, FDP und SPD besetzt war, also den Befürwortern dieses
Projektes?
Verkehrsminister Ramsauer deckt immer wieder die Machenschaften der Bahn. Ramsauer täte gut daran, das
knappe Budget für die Schieneninfrastruktur dort einzusetzen, wo es Nutzen bringt. Der Abbau des Bahnknotens in
Stuttgart gehört nicht dazu. Erinnern wir uns:
Der neue Bahnhof kann mit Ach und Krach 49 Züge abfertigen.
Verspätungen sind vorprogrammiert.
Die S-Bahn-Pünktlichkeit wird verschlechtert.
Der heutige Kopfbahnhof kann demgegenüber 54 Verbindungen in der Spitzenzeit abwickeln, das hat
er vor Jahren schon bewiesen.
Tausende kommen zur Kundgebung auf den Schlossplatz.
Der Risikopuffer des Projektes wird immer kleiner. Mehrkosten von 370 Mio Euro haben ihn mittlerweile von
438 Millionen Euro auf 68 Millionen Euro schrumpfen lassen.
Dabei ist noch kein Meter Tunnel gegraben!
Die Börsenkurse spielen in der letzten Zeit verrückt. Es geht auf und abwärts.
Uns geht es in der Bewegung ähnlich. Trotz aller Widrigkeiten versuchen wir, die Balance zu behalten und oben zu
bleiben.
Es ist bisweilen gut, sich einen Überblick zu verschaffen.
Keine Bewegung ohne griffige Slogans.
Unser "Oben bleiben" ist zum Gruß aller derer geworden, die sich für eine vernünftige Verkehrsinfrastruktur
einsetzen und für den Erhalt des Kulturdenkmals Bonatzbahnhof.
Die Presse behauptete nach den Auseinandersetzungen am 30. September, die Demonstranten hätten
Pflastersteine geworfen. Tatsächlich handelte es sich damals um Kastanien. Diese "Wurfgeschosse" titulierte die TAZ als
"Schwäbische Pflastersteine".
17. Juli 2011 - Ein Jahr Mahnwache - 365 Tage dem Wahnsinnsprojekt getrotzt
Die Parkschützer laden zu einem großen Fest ein. Die Mahnwache wurde von ihnen vor einem Jahr
eingerichtet, als die Deutsche Bahn mit dem Abbruch des Nordflügels begann.
Heute treten die Musikgruppen aus der Bewegung auf. Sie sind durch die Bewegung entstanden und haben uns bei allen
Demonstrationen musikalisch begleiten: "Compagnia Sackbahnhof" ist eine von ihnen.
?Es ist unglaublich, was für eine standhafte Institution des Widerstands wir mit der Mahnwache aufgebaut haben: Ein
24-Stunden-Infodienst gegen Stuttgart 21?, sagt Sabine Schmidt vom Organisationsteam der Mahnwache. ?Wir haben viele
Stammgäste, die sich jede Woche den Flyer mit dem Wochenprogramm abholen. Andere schauen während des Umsteigens
kurz vorbei und fragen nach neuen Buttons. Die Mahnwache hat es aber auch geschafft, zum Ort des Dialogs und der sachlichen
Auseinandersetzung zu werden. Viele ?Befürworter?, vor allem von außerhalb, haben sich hier schon überzeugen
lassen, dass die besseren Argumente für den Kopfbahnhof sprechen. Auch ausländische Gäste kommen vorbei, denn
unser friedlicher bürgerlicher Protest gegen Stuttgart 21 ist ja inzwischen weltweit bekannt.?
About Schmitt ist dabei, eine Band, die auf vielen Veranstaltungen die Bewegung gegen Stuttgart 21
unterstützt hat.
Um 6 Uhr setzten sich Prominente vor die Einfahrt zum GWM (Grundwassermanipulation) Kurz nach sieben Uhr
sind wir bereits an die 300 Leute.
Professoren unterstützen uns:
Der Politikwissenschaftler
Prof. Dr. Peter Grottian,
der Friedensforscher
Dr. Wolfgang Sternstein,
Professor Dr. Wolf-Dieter Narr
(von links nach rechts)
Christine Prayon, die bekannte Kabarettistin, im Gespräch mit Peter Grohmann.
Immer wieder taucht ein fröhliches Element auf:
ein schräg-bunt gekleideter Clown treibt seine Späße,
auch mit der Organisatorin am Mikrofon.
Perfekt immitiert er Pfarrer Roland Martin, diesen sympathischen Mann, der Reden bei den Demonstrationen in
Gebärdensprache übersetzt.
Trotz seines angeschlagenen gesundheitlichen Zustandes hält Professor Dr. Wolf-Dieter Narr eine Rede.
Liebevoll unterstützt von Dr. Peter Grottian.
Noch ein prominenter Unterstützer mit auf der Blockade: Superjuchti,
der Juchtenkäfer
Liebevoll wird er von der Moderatorin auf der Hand gehalten. Bald ist er wieder in den Bäumen in seinem Park.
Derzeit kommen die Juchtenkäfer zur Paarung aus ihren Baumhöhlen. Mit ihren Kindern reihen sie sich in den
Widerstand gegen die Zerstörung der Natur ein.
Schriftsteller aus Stuttgart unterstützen den Widerstand mit ihrer Teilnahme an der Blockade: Die
Krimiautoren Wolfgang Schorlau und Heinrich Steinfest.
Heinrich Steinfest hat mit seinem Roman "Wo die Löwen weinen" dem Widerstand einen wundervollen Roman gewitmet, wie
immer mit ironischer Distanz.
Aus!Sitzen.2: Ab Montag, 06. Juni 2011, 5.30 Uhr
Die zweite Runde
Kretschmann verhandelt mit Grube über den Baustopp.
Grube will nicht nachgeben.
Grube schraubt seine Forderungen auf die schwindelerregende Höhe von 410 Millionen Euro hoch, sollte der Baustopp weiter
ausgedehnt werden. Belegen kann er seine Rechnung nicht.
Ramsauer spielt derweilen "toter Mann". Obwohl als Verkehrsminister verantwortlich für den
Schienenverkehr in Deutschland, verweist er auf die Vertragsparteien. Gestalten sieht anders aus Herr Ramsauer!
Ab Montag den 6.6.2011 wird die Bahn weiter bauen wenn sie nicht gestoppt wird.
Wer kann sie stoppen? Wir!
Wie können wir die Bahn stoppen? Indem wir uns einfach hübsch diszipliniert hinsetzen. Auch wir
können Probleme aussitzen!!
20. - 24. Mai 2011
Erstes bundesweites Aktionscamp in Stuttgart: "Baustopp selber machen"
Nach den heftigen Regenfällen während der Demo wölbt sich über dem Widerstandscamp am
Samstag Nachmittag ein stahlblauer Himmel. Die kurze Videosequenz gibt einen Eindruck von der Atmosphäre.
Eine friedliche, heitere Stimmung herrscht im Camp. Aktivisten haben ihre Schlafzelte aufgebaut und
strömen zu den Kulturveranstaltungen im großen Zirkuszelt.
Weiße Zelte erheben sich majestetisch in den Himmel. Sie bieten Raum für das Kopfhoch-Team,
Flügel-TV, die Sanitäter und viele andere mehr, die für hier für die Bewegung arbeiten.
Stefan Charisius spielt mit der AFREAX Band heiße afrikanische Rhythmen, durchsetzt die Lieder mit
spontanen Kommentaren zu Stuttgart 21 und unseren Demonstrantionen.
Konstantin Wecker in seiner offenen, herzlichen Art unterstützt den Widerstand in Stuttgart.
Er hatte schon ein Lied auf der Kundgebung heute Nachmittag gespielt, musste aufgrund des starken Regens abbrechen. Er
interpretiert das als letzte Rache von Mappus. Der junge Pianisten Jo Barnikel begleitet ihn. Vierhändig, an zwei
E-Pianos, heizen sie das große Zirkuszelt auf. Sie verstehen es, Lieder zu spielen, die uns voll ins Herz treffen.
Solche Künstler braucht die demokratische Gegenöffentlichkeit. Weckers Stimme flüstert, jammert oder schreit,
immer passend zu der Stimmung seiner Lieder.
Mit diesem Lied eröffnet er stilsicher sein Programm
Was keiner wagt, das sollt ihr wagen.
Was keiner sagt, das sagt heraus.
Was keiner denkt, das wagt zu denken. Was keiner anfängt, das führt aus.
Wenn keiner ja sagt, sollt ihr´s sagen.
Wenn keiner nein sagt, sagt doch nein.
Wenn alle zweifeln, wagt zu glauben.
Wenn alle mittun, steht allein.
Wo alle loben, habt Bedenken.
Wo alle spotten, spottet nicht.
Wo alle geizen, wagt zu schenken.
Wo alles dunkel ist, macht Licht.
21. Mai 2011
Großdemo "Wir lassen nicht locker: Stuttgart 21 stoppen!"
Unser Banner erhebt sich in den Himmel. Wir stoppen Stuttgart 21!
Aktuelle Diskussionen umgesetzt in Transparenten:
Die Diskussionen um die Parkbewohner und die Drohungen von Herrenknecht, den Firmensitz aus Baden-Württemberg
abzuziehen.
Die Diskussionen der Politiker, ein einziges Kasperle-Theater. So wird es von einer Künstlerin
empfunden.
Wer möchte, kann seinen Kopf durch das Schild stecken und selbst den Baustopp mit gestalten.
Noch windet sich das Projekt. Aber ein Siegfried ist schon in Sicht, ihm den Kopf abzu-
schlagen:
Es ist die Bürgerbewegung!
Trotz strömenden Regens drücken wir unsere Absicht aus.
Bei Wind und Wetter schwingt Timo seine Fahne. Er ist beständig, auf ihn ist Verlass.
Die Band "Lokomotive Stuttgart" rollt bei jedem Wetter. Sie ziehen die Demonstranten mit ihren Rhythmen,
kommen völlig durchnässt aber immer noch trommelnd am Hauptbahnhof an.
Der Regen hat den Schmutz nicht fortgespült. Unser Zeichen erscheint hell auf dem Fußweg.
16. Mai 2011
Montagsdemo, die fünfundsiebzigste!!! Ein Grund zum Feiern
Die Projektbefürworter werden immer weniger und immer einsamer.
Die Trommlergruppe Lokomotive Stuttgart heizt mächtig ein. Sie trommeln sich zum Jubiläum die
Seele aus dem Leib.
A U S S I T Z E N ! - Im Widerstandscamp und anderswo
Ein Camp zur Entwicklung von Ideen. Kreativität und Freude an dem selbst gestalteten Leben werden die
Szene bestimmen. Lernen wie man bequem auf Kissen sitzt, Yoga am Morgen, Gebet am Abend.
Wo? Im ?Calendula Kräutergarten?, Storchshalde 200 in Stuttgart-Mühlhausen beim großen Actionscamp.
(Vom Hauptbahnhof Stuttgart aus mit der Straßenbahn-Linie U14 bis Haltestelle Mühlhausen fahren. Von der
Haltestelle aus links in die Mönchfeldstraße und gleich wieder rechts in die Aldinger Straße einbiegen.
Dieser einfach geradeaus folgen, sie mündet schließlich in die Storchshalde und ihr seid da. Zu Fuß geht man
etwa 15 min.)
Die Verbindung von erprobten Widerstandsformen mit unseren Ideen wird geschaffen, wie es das Video zeigt:
29. März 2011: Bahn verkündet Bau- und Vergabestopp!
Unsere zentrale Forderung nach einem Baustopp wurde heute von der Bahn erfüllt. Es wird nicht weiter
gebaut, bis die neue Regierung gebildet ist. Ein Riesenerfolg für unsere Bewegung.
27. März 2011: Wir haben es geschafft!
Die Parkschützer haben eine riesige Wahlparty auf dem Schlossplatz organisiert.
Viele kommen mit kreativen Plakaten. Lange haben wir darauf hingearbeitet, bei dieser Landtagswahl die
dauerregierende CDU abzuwählen. Mit Infotischen, Großdemonstrationen, Flugbalttaktionen bis in den letzten Winkel
des Landes haben wir in den Wahlkampf eingegriffen.
Der ungeliebte Ministerpräsident Mappus wird sein Amt verlieren. Hochrechnungen
künden, es ist Zeit für einen grünen Landeschef.
Gaukler begrüßen das Ergebnis mit Freudenfeuer. Glanz erscheint auf unseren Gesichtern.
Musiker, die uns bei den Demonstrationen motiviert haben, trommeln angesichts des Wahlsieges wie
verrückt.
Ausgelassen wird getanzt.
Das Freudenfest dauert an bis tief in die Nacht hinein. Das Ergebnis des Wechsels wir sicherer von Auszählung zu
Auszählung. 9 Direktmandate sind von den Grünen gewonnen worden.
12. März 2011 Menschenkette gegen Atomkraft
Abschalten ist die zentrale Forderung der Menschen, die einem Aufruf der Umweltverbände zu einer
Menschenkette gefolgt sind.
Neckarwestheim ist einer der unsichersten Reaktoren in der Bundesrepublik.
Mit einer Schweigeminute für die Opfer der Atomkatastrophe in Fukushima begann die Atomkette, die sich
von der Villa Reizenstein bis zum Atomkraftwerk Neckarwestheim über 45 km erstreckte.
Hand in Hand standen 60.000 Menschen und drückten so die Forderung nach einem Atomausstieg aus.
Das Unglück in Japan stand bei der Abschlusskundgebung auf dem Schlossplatz im Vordergrund.
Die Landesregierung, die verbissen an dem Betrieb der Atommeiler festhält, muss abgewählt werden! Das ist für
Tausende an dieser Stelle klar.
Diese Landesregierung steht
für eine Energiepolitik, die auf Atomstrom setzt
für die Behinderung von alternativen Energien
für eine unökologische, schlechte Schieneninfrastruktur.
für verkrustete Strukturen
Wir machen unsere eigene Werbung
Diese Werbung wird am Hochbunker am Pragsattel und in den Kinos gezeigt.
Schon Brecht hat davon gesprochen, dass die Hörer sich in Sender verwandeln sollen. Zitat: "Der Rundfunk ist aus einem Distributionsapparat in einen Kommunikationsapparat zu verwandeln. Der Rundfunk wäre der
denkbar großartigste Kommunikationsapparat des öffentlichen Lebens, ein ungeheures Kanalsystem, d.h., er
würde es, wenn er es verstünde, nicht nur auszusenden, sondern auch zu empfangen, also den Zuhörer nicht nur
hören, sondern auch sprechen zu machen und ihn nicht zu isolieren, sondern ihn in Beziehung zu setzen. Der Rundfunk
müßte demnach aus dem Lieferantentum herausgehen und den Hörer als Lieferanten organisieren."
Der SWR hat die Ausstrahlung mit der Begründungabgelehnt, es handele sich nicht um kommerzielle Werbung. Wir sind Sender
im brechtschen Sinn und senden im Netz.
Der gute alte Reinhard Mey hat uns aufgefordert, wachsam zu sein. Wie recht er mit dem Lied hat!
Sei wachsam,
Präg? dir die Worte ein!
Sei wachsam,
Fall nicht auf sie rein!Paß auf, daß du deine Freiheit nutzt,
Die Freiheit nutzt sich ab, wenn du sie nicht nutzt!
Sei wachsam,
Merk? dir die Gesichter gut!
Sei wachsam,
Bewahr dir deinen Mut.
Sei wachsam
Und sei auf der Hut!
Text und Musik: Reinhard Mey
Rosenmontag: Kreativität auf die Straße
Das Motto des Umzuges: "Stuttgart 21 - Projekt der Narren"
Gefahr ging nie von den Demonstranten aus.
Der schwarze Block ist ein Gespenst der Tunnelparteien geblieben, ...
... beim Rosenmontagsumzug maschiert er mit.
Mappus ordnete das harte Durchgreifen am Schwarzen Donnerstag an ...
... er ließ Wasserwerfer auffahren, um gegen die gewaltbreiten Demonstranten vorzugehen ...
... die mit Kastaniengeschossen die Polizei attakierten.
Guttenberg kopiert sich selber.
Samstag, 5.3.2011: "Kein Stuttgart 21 Tag" im ganzen Land
Stuttgart 21 muss bei der nächsten Landtagswahl abgewählt werden. Das drückt das Ticket der
Parkschützer aus, das überall im Land an die Bürger verteilt wird.
Ein Ticktet in die Zukunft.
Von der Gegenwart
in eine Zukunft mit Verstand.
Von den Befürwortern des Wahnsinnprojektes und ihren politischen Parteien CDU/FDP und SPD
hin zu einem modernisierten Kopfbahnhof 21.
Bei herrlichem Wetter informierte das Aktionsbündnis "Alternativen zu Stuttgart 21"
Korntal-Münchingen die Bürger sachkundig über die negativen Seiten des Prestigeprojekts "Stuttgart 21" und
zeigte verkehrspolitisch sinnvollere Alternativen auf.
Die Modernisierung des Kopfbahnhofes und die Verbesserung der Schieneninfrastruktur in der Fläche standen in vielen
Diskussionen im Mittelpunkt.
Das K21-Ticket wurde oft mit Schmunzeln angenommen. Ein Beweis für die gute Idee, in dieser Form für eine andere
Verkehrspolitik zu werben. Informationen und Argumente zu vielen Aspekten des Bahnhofsumbaus lagen an dem großen
Infotisch aus und konnten gezielt eingesetzt werden.
Der Landtagskandidat der Grünen in unserem Wahlkreis, Dr. Markus Rösler, besuchte unseren
Stand.
Die Grünen aus Korntal-Münchingen unterstützten mit ihrem Stand gleich nebenan unsere Forderungen und warben
mit ihrem Programm um Stimmen.
"Das ist mein Fleisch" (Lukas 22,19)
Fleisch und Blut gehören zum Gründungsmythos der Christen. Eine neue Interpretation lieferte der
christliche Ministerpräsident Mappus in dieser Woche.
Einem tollwütigen Pittbull gleich, biss er in den Leib der CDU und hinterließ große Wunden: Frontal
attackierte Mappus den ungeliebten Oberbürgermeister der Landeshauptstadt und schob ihm die Schuld für viele Fehler
in die Schuhe.
Mappus regiert das Land wie ein römischer Kaiser, hart nicht nur gegen seine Gegner sondern strafend auch gegen die
eigenen Leute. (Politische Gegner lässt er schon mal mit Wasserwerfern und Polizeiknüppeln aus dem Park
vertreiben.) Wehe, wer ihn behindert, der wird gnadenlos weggebissen. Diese Woche hat es OB Schuster erwischt. Ungelenk wie
er ist, schwieg er dazu.
Bei einem der so beißt, liegt die Vermutung nahe, dass ein Gefühl von Minderwertigkeit seine Einstellung zum Leben
prägt. Der Schumachersohn setzt ungezügelt seine physische Wucht und rhetorische Aggressivität zum eigenen
Machterhalt ein.
Werbung, die nicht wirkt
Die Deutsche Bahn hat ein riesiges Werbeplakat vor die Gleise gestellt, dort, wo vor der Zerstörung der
Nordflügel gestanden hat. Sie versucht, die Deutungshoheit zurück zu erlangen.
Dafür investiert sie 70.000 €.
Aber der Widerstand hat seit Monaten den Bauzaun fest im Griff. Der erste Bauzaun wurde bereits ins Museum
überführt. Wir haben den neuen Bauzaun längst wieder mit unseren Argumenten und Meinungen geschmückt. Die
Werbung der Bahn wirkt gegen die kreativen Äußerungen lächerlich.
Oh, SPD!
Was hat die SPD gelernt?
Zu einem politischen Gespräch mit den im Landtag vertretenden Kandidaten lud die SPD am 23.02.11 die Bürger in den
Widdumhof in Korntal-Münchingen ein. Für eine politische Veranstaltung war der Saal gut besucht. Es hätte eine
spannende Diskussion werden können. Gleich beim Eintritt wurden die Bürger vom Aktionsbündnis "Alternativen zu
Stuttgart 21" Korntal-Münchingen mit Flugblättern zu dem umstrittenen Projekt begrüßt.
Doch offensichtlich war der veranstaltenden Partei das Thema zu heiß. Der Moderator, Wolfgang Messner, wollte Stuttgart
21 gleich zu Beginn ausklammern und nur Themen aus der unmittelbaren Umgebung behandelt wissen. Dies gelang ihm letztendlich
nicht ganz, nicht zuletzt aufgrund der kompetenten Aussagen der Grünen Eva Mannhardt und Teilnehmer der Aktionsgruppe.
Auch sonst wurden Rahmenbedingungen geschaffen, die eine lebhafte, breite Diskussion nicht zustande brachten. Das erste Thema
(Bildung) wurde vom Moderator regelrecht wie Sauerbier angepriesen, bis die Zuhörer darauf eingingen und die Kanditaten
befragten. Das war bei dem Altersdurchschnitt nicht weiter verwunderlich. Einem versierten Moderator wäre aufgefallen,
dass die Zielgruppe für Bildung nur in sehr begrenztem Maße vertreten war. Zudem war darüber die Diskussion
in der Nachbargemeinde im Schulzentrum Ditzingen vor ein paar Wochen hitzig und ausgiebig diskutiert worden.
Es scheint, als hätte die SPD im Land die im letzten Jahr geführte Diskussion über Bürgerbeteiligung
vollständig verschlafen. Sie hält an den bekannten politischen Prozessen fest, die Wähler dürfen alle
vier Jahre zur Urne gehen und ihre Stimmen abgeben. Im Parlament werden die "großen Schlachten" geschlagen, nicht in
Diskussionen, Aug' in Aug' mit den Wählern.
Schade, eine vertane Chance.
19. Februar 2011
Großdemonstration "Let's putz S21, Weg den alten Mief!"
Die Kreativgruppe ZugumZug und 20 Aktivisten machen auf das Wassermanagement während der
fünfzehnjährigen Bauphase aufmerksam. Sie sangen dazu das Lied:
Die Stadt wird rund um den Bahnhof mit einem 17 km langen Röhrenmonstrum verschandelt. Kann die Bahn dieses Monstrum in
einer ihr feindlich gesinnten Stadt durchsetzten und dauerhaft bewachen? Diese Frage muss man heute schon stellen.
10. Februar 2011
Die VHS des "Aktionsbündnis Alternativen zu Stuttgart 21 Korntal-Münchingen"
40 Bürger aus
Korntal-Münchingen erfahren von Dr. Bernd Schröder wie die Zukunft des Stuttgarter Bahnknotens aussieht ohne die
Realisierung des Millardengrabes "S21".
5. Februar 2011
Landesweiter Aktionstag gegen Stuttgart 21
Das Aktionsbündnis
"Alternativen zu Stuttgart 21" Korntal-Münchingen
informierte im Rahmen des landesweiten Aktionstages "Stuttgart 21 bremst Nahverkehr aus!" über das Projekt und die die
Alternativen in der Verkehrspolitik.
Auch im Jahr 2011 bleiben wir oben!
Erste Großdemonstration mit 40.000 Teilnehmern im Jahr 2011
Die Korntalter Aktionsgruppe
ganz vorn dabei
Wir von der Aktionsgruppe
"Alternativen zu Stuttgart 21"
Korntal-Münchingen
zeigen Flagge. Wir fordern einen Baustopp bis zu dem überprüften Stesstest.
SWR3-Fernsehen machte am Abend seinen Bericht über die Demonstration mit unserer Parole auf und zeige das Banner.
Erinnerung an den 30.09.2010
Wir werden diesen Tag nicht vergessen!
Wir mahnen, die Demonkratie nicht weiter zu untergraben!
Wir denken an die hunderte Verletzten!
Wir werden den verant-
wortlichen Ministerpräsidenten abwählen.
WAHLTAG IST ZAHLTAG !
Der Untersuchungsausschuss brachte es ans Licht, wer hinter dem brutalen Polizeieinsatz vom 30. September
2010 stand:
Der Ministerpräsident hatte die Erwartungshaltung, dass hart durchgegriffen werden sollte.
Die Parkschützer sollten eingeschüchtert werden.
Im Untersuchungsausschuss wurde die Rolle von Mappus diskutiert. Gesprächsprotokolle aus der Villa
Reizenstein waren plötzlich nicht mehr auffindbar. Was lehr uns das?
Die Beteiligten an dem Polizeieinsatz als Puppen der Macht.
Wahltag ist Zahltag
60 Jahre schwarzer Filz in Baden Württemberg sind genug. Wählen wir am 27. März die CDU und die Tunnelparteien
ab.
Geißler hatte für mich von Anfang an zwei Missionen:
Eine offizielle: Die Schlichtung,
eine inoffizielle: den Machterhalt der CDU sichern.
Mit seinem Schlicherspruch hat er große Anstrengungen unternommen, seine zweite Mission zu erfüllen.
Die Bewegung gegen Stuttgart 21 war einige Wochen gelähmt. Mittlerweile hat sie sich mit alter
Kraft zurück gemeldet.