Polnische Spuren – Malborg: Die Burg der Hochmeister

25.08.2017 at 20:39
Hochmeister

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Malborg (Marienburg) ist eine gigantische Backsteinburg, vergleichbar in ihren Abmessungen mit dem Moskauer Kremel.
1308 entschieden die Templer, ihren Sitz von Venedig hierher zu verlegen. Winrich von Kniprode war der erste Hochmeister des Deutschordens, der in dieser Burg residierte und den christlichen Glauben der ehemaligen Kreuzritter in den Norden Polens, dem Gebiet der Pommerellen, brachte.

Die Templer waren mit ihrer Mission, Palästina zu erobern und das Grab Christi in die Hände der Christen zu bringen, grandios gescheitert. In Frankreich gerieten sie immer mehr unter Druck. Um dieser Verfolgung zu  entgehen, setzten sie sich hier fest und christianisierten das Gebiet bis Danzig.

Polnischer Gründungsmythos: Tannenberg

Das Königreich Polen und das Großherzogtum Litauen brachten dem Heer des Deutschen Ordens in der Schlacht von Tannenberg 1410 die entscheidende Niederlage bei. Die Burg fiel aber erst etwa 50 Jahre später in die Hände des polnischen Königs Kasimir IV. Der mittlerweile bankrotte Hochmeister konnte schlicht sein bömisches Söldnerheer nicht bezahlen. Der Jagiellonenkönig Kasimir übernahm die Soldzahlung und residierte fortan in der Burg, wenn er im Norden seines Landes weilte.

Wir besichtigen dieses imposante Bauwerk des Mittelalters mit Hilfe eines pädagogisch hervorragend gemachten Audioguides, tauchen ein in die Hochzeit des Deutschordens und bestaunen das höfische Leben der Hochmeister.

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