Polnische Spuren – Die Stadt ein Pulverfass

23.08.2017 at 18:49
Minerva, Göttin des Krieges, der Weisheit und Künste

Minerva, Göttin des Krieges, der Weisheit und Künste

Ein paar Regentropfen beim Verlassen der Unterkunft veranlassen uns, einen Schirm einzustecken, der wie eine Standartenstange aus dem Rucksack ragt. Der Himmel hat mit seinen Regenwolken nur geblufft. Geblufft haben die Danziger nicht, als sie das Große Zeughaus errichten ließen. Es war der Niederländer Antonia van Openbergen, der dieses wunderschöne Gebäude 1602-1605 bauen ließ. Er war schon als Architekt des Hamlet-Schlosses in Helsingör in Dänemark zu Ruhm und Ehre gekommen. Warum er das Gebäude mit einer Figur der Minerva verzierte, erschließt sich mir nicht. Ist doch diese römische Göttin die des Krieges, der Weisheit und Künste. Das Große Zeughaus hat nur den Zweck, den Krieg zu nähren. Mit Pulver, Kugeln und allerlei Kriegsgerät. Es sollte als Zeichen der Abschreckung dienen, als Mahnung, die Freiheit der Stadt nicht anzugreifen. Einige Polenkönige, die Schweden war Danzig als freie Handelsstadt ein Dorn im Auge.