Peter Schlack mit neuen Gedichten im Schriftstellerhaus

09.05.2015 at 12:05
Peter Schlack im Schriftstellerhaus

Peter Schlack im Schriftstellerhaus

Der Mundartdichter und Grafiker Peter Schlack stellte am 7. Mai im Schriftstellerhaus seine neuen Gedichte vor, die bald im seinem eigenen Verlag erscheinen werden. 25.000 Exemplare hat der stetig schreibende Lyriker in den letzten dreißig Jahren von seinen über zwanzig Gedichtbänden verkauft. Die allermeisten hat er selber gestaltet und verlegt. Der Titel seines neuen Bandes „Ond älles scho so lang her“ weist programmatisch auf den Inhalt seiner Gedichte hin.

Peter Schlack – Eine Kindheit in Stuttgart-Gablenberg

Ein großer Teil kreist um Erinnerungen aus seiner Kindheit. Liebevoll und mit Detailreichtum lässt er vor den Augen des Zuhörers Bilder aus seiner Jugend in Stuttgart-Gablenberg auftauchen. Für Nichtschwaben versperrt die Mundartdichtung nicht den Zugang zu den lyrischen Eindrücken. Peter Schlack, Jahrgang 1943, erzählt von den Geldspielen der Kinder, wie sie mit Pfenningen versuchen, der Wand so nahe wie möglich zu kommen. Von dem Geschmack des Lutschers, der süß und hart ist und im Mund nicht kleiner zu werden scheint. Von den frühen Tarzan-, Sigurd- und Akim-Heften mit Helden, die alle Jungen begeisterten. Der Kauf eines Schrebergartens taucht in einem Gedicht auf, der den Kindern jahrelang einen stetigen Nachschub an Träublesgsels beschieden hat. In der Nachkriegszeit ein beliebtes Tauschmittel oder gern genommenes Geschenk.

Im letzten Teil seiner Lesung stellt er Gedichte und Kurztexte mit neueren Impressionen vor: Drei Monate lang verbringt er jeden Sommer mit seiner Frau in ihrer finnischen Heimat. Hier hat sich der Grafiker ein Atelier eingerichtet. Diese Finnlandzeiten umkreisen einige seiner Texte. Immer wieder besticht die Lakonie der Texte.

Den neuen Band hat er im Entwurf bereits fertig. Er wird wieder in seiner Edition erschienen, natürlich liebevoll mit eigenen Grafiken gestaltet.

Weitere Gedichte hier und hier.