Schlechte Filme hauen einen aus der Hose

08.01.2014 at 9:49

Aus der Hose gehauenWirklich schlechte Filme haben auf den Zuschauer eine extreme Wirkung. Mir ging es gestern so, als mich meine Arbeitskollegen überredeten,  „Machete Kills“ anzuschauen. Mit einer heftigen, körperlichen Reaktion, die mich aus der Hose haute, hatte ich nicht gerechnet.

Ein wundersamer Ort – Hall of Fame

02.01.2014 at 13:30

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Auf meinem Weg zur Arbeit komme ich an den Graffitiflächen der „Hall of Fame“ vorbei und was ich da an Kunstwerken sah und immer wieder neu sehe (regelmäßig grundieren die Sprayer die Flächen für neue Bilder), drängte mich, das zu dokumentieren. Dabei ist der Name für den Blog entstanden: Elsternest. Gleich der diebischen Elster lege ich die hier und da gefundenen Schätze ins (Blog)-Nest. Alle Bilder nun in groß:
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Ein gutes neues Jahr…

01.01.2014 at 19:02

Neujahr in Stuttgart

… wünsche ich allen Leserinnen und Lesern meines Blogs. Ich bin zusammen mit meiner Frau und zwei guten Freunden ins neue Jahr gerutscht, mit einem herrlichen Blick über das illuminierte Stuttgart. Aus allen Fenstern konnten wir das prächtige Feuerwerk sehen. In diesem Sinne:

L a s s e n   w i r   e s   k r a c h e n  !

krachen

Wessen Stadt? – Unsere Stadt!

30.12.2013 at 12:54

Rote Flora Hamburg

Ich bin am 22. Dezember in Hamburg angekommen, einen Tag nach den gewalttätigen Demonstrationen auf der Reeperbahn und vor der „Roten Flora“. An drei Themen entzündeten sich die Auseinandersetzungen mit der Polizei:

  • Der Wohnraummangel rund um die Esso-Häuser, die von der Stadt aufgrund akuter Einsturzgefahr geräumt wurden
  • die Forderungen nach Bleiberecht für alle Flüchtlinge aus den Bürgerkriegsgebieten (Lampedusa ist überall) und
  • der drohenden Räumung der Roten Flora, das selbstverwaltete Kulturzentrum, das der Musicalbranche in den achtziger Jahren abgetrotzt wurde.

7.000 bis 10.000 Demonstranten sollen am 21. Dezember auf den Straßen gewesen sein und tausende vom autonomen Block, die die Auseinandersetzung mit der Polizei nicht scheuten. Seit drei Jahren demonstrieren die Stuttgarter Bürger friedlich gegen den unterirdischen Bahnhof. Hier in Hamburg kommt es seit Jahren zu gewalttätigen Demonstrationen: Pflastersteine und Gehwegplatten werden auf Polizisten geschleudert, Farbbeutel fliegen hinterher und verspotten so die getroffenen Polizisten. Wo kommt dieser Hass her, der auch vor Schaufensterscheiben und Polizeiautos nicht Halt macht? Welches Ziel verfolgen die Demonstranten, die so etwas machen? Fühlen sie sich als Kämpfer für eine Sache, die es erlaubt, alle Grenzen zu durchbrechen, Verletzte in Kauf nehmen zu können? Welche Illusionen haben sich in ihren Köpfen festgesetzt? Wollen sie mit diesen Aktionen das „repressive System“ herauszufordern und dadurch ein Zeichen setzten? Die berechtigten Forderungen nach bezahlbarem Wohnraum in der Innenstadt, nach Aufnahme der unter Krieg leidenden Flüchtlinge in einer reichen Stadt und nach selbstbestimmter Kultur werden unter dem Hagel der Steine und dem Hass begraben. Das kann die Bewegung nur durch langfristig angelegte Aktionen voran bringen, mit dem Aufbau von Netzwerken, die in die Mitte der Bürgergesellschaft vordringen und sich dort festsetzten. Die Steine werfenden Demonstranten katapultieren sich aus den Herzen derjenigen, die sich solidarisch mit den Flüchtlingen gezeigt haben, die eine andere Stadtpolitik diskursiv voran bringen, die aufdecken und anprangern. Gewalt war noch nie eine Lösung. Alle gewaltsam herbei geführten Veränderungen haben schlussendlich die Bewegungen kannibalisiert und brutalisiert. Ein Blick in die Geschichtsbücher würde genügen, das zu erfahren und die Möglichkeit geben, über die eigene Aktionsform nachzudenken.
Andere mit nehmen, zu Aktionen der Zivilgesellschaft anzustiften, das ist große Stärke der Protestbewegung rund um den Stuttgarter Bahnhof, die viele zum Nachdenken über diese Fragen gebracht haben, auch wenn sie mit ihrer Kernforderung „Oben bleiben – Erhalt des Kopfbahnhofes“ nicht erfolgreich war. Wir werden auch im nächsten Jahr an den Themen dran bleiben und Fragen stellen: Wessen Stadt? Wofür und wie wollen wir leben? Was soll eine solidarische Gesellschaft aussehen. Das werden wir bunt, kreativ und mit viel Humor tun.Hamburg - Selbstbestimmtes Leben

 

Ringelnatz – Eine Annäherung

20.12.2013 at 13:25

Lesung Ringelnatz_Buch und Plakat

Am 13. Dezember 2013 las ich Gedichte aus dem Werk von Ringelnatz im Antiquariat
„Buch & Plakat“. Dabei schlug ich einen weiten Bogen von den Anfängen bis hin zu den politisch-anarchistischen Gesängen des Franz Josef Degenhardt. Hintergründe zum Leben von Ringelnatz, seine Verfolgung und Bücherverbrennung durch die Faschisten kamen ebenso zur Sprache wie seine Leidenschaft für die Seefahrt, der er mit seinen Gedichten um den Seefahrer Kuddel Daddeldu ein Denkmal gesetzt hat.

mikrofonSabine Gärttling vom Freien Radio Stuttgart hat einen Mitschnitt der Lesung gemacht. Ausschnitte daraus sind am Samstag, 21.12.2013, ab 15 Uhr in der Sendung Kulturpalast zu hören. Über Antenne ist FRS  auf der Frequenz 99,2 MHz zu empfangen, über Kabel auf der Frequenz 102,1 Mhz. Im Internet wird die Sendung ebenfalls verfügbar sein, über den Lifestream (rechts auf der FRS-Seite).

 

Ausschnitte mit Sprachdateien aus dem Programm gibt es auf meiner Seite Lerchenflug.de unter der Rubrik Prosa.