Ein großer Sänger: Tom Petty

04.10.2017 at 13:22
Tom Petty

Von Takahiro Kyono from Tokyo, Japan – Tom Petty, CC BY 2.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=58170118.

Tom Petty starb am 2. Oktober 2017 in Santa Monica, Kalifornien. Wir trauen um diesen großen Musiker.

Im April 2008 erschien Tom Pettys letztes Album, ein Reunionsalbum seiner ehemaligen Band Mudcrutch. Die Zeitschrift Rolling Stone listet Tom Petty auf Rang 91 der 100 größten Musiker sowie auf Rang 59 der 100 besten Songwriter aller Zeiten.

Hier das Video eines seiner ganz großen Hits, kurz vor seinem Tod am 25. September diesen Jahres

Zusammen mit seinen Kollegen Bob Dylan, George Harrison († 2001), Jeff Lynne und Roy Orbison († 1988) wirkte er auf den zwei Alben der Traveling Wilburys mit. Mit Georges Harrison und Roy Orbison wird er sicher im Musikerhimmel weiter spielen …

Herzlichen Glückwunsch Carlos!

20.07.2017 at 12:13
Carlos Santana

Foto: CC BY-SA 2.0

Die Elster und die Lerche gratulieren Carlos Santana zu seinem ziebzigsten Geburtstag. Sie erinnern sich: Carlos Santana, geboren am 20. Juli 1947 in Autlán de Navarro, Jalisco, Mexiko, war einer, der Weltmusik spielte, als es diesen Begriff noch gar nicht gab. Seinen auf dem genialen Album Abraxas veröffentlichen Song Oye Como Va wurde in den 70ziger Jahren in allen Wohngemeinschaften rauf und runter gespielt. Er beschrieb mit dieser Coververion des Latinjazz- und Mambomusiker Tito Puente das Lebensgefühl einer ganzen Generation.

Carlos Santana bei einem Konzert mit diesem Song in einer von vielen Improvisationen geprägten Fassung

Hannes Wader: Schon so lang …

23.06.2017 at 10:30
Hannes Wader im Theaterhaus Stuttgart

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Heute wird Hannes Wader 75 Jahre alt. Die Lerche und die Elster gratulieren diesem großen Sänger!

Der WDR hat dazu ein hörenswertes Zeitzeichen veröffentlicht (Autorin: Ariane Hoffmann ).

Wo man singt, da lass dich nieder …

23.05.2017 at 23:21
Die Koje

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Das könnte als Motto über diesem Liederabend in der Koje dienen und: Musik braucht Raum. Diesen stellen Konstanze Miehlich-Fuhr und Jens Fuhr in ihrer „Koje“ zur Verfügung.

Die beiden Profimusiker bringen einen ganzen Chor auf die Bühne und singen sich durch ein frühlingshafte Programm, angefangen mit einem Liedgedicht von Heinrich Heine, Liedern aus der Romantik von Brahms und Schumann über die Harmoniegesänge der Comedian Harmonists bis hin zu Reinhard Mey und den Beatles. Man kennt einen Teil diese Lieder aus dem frühen 19. Jahrhundert, als bürgerliche Kreise zu Salonabenden einluden und Musiker diese Lieder darboten. Das romantische Lied hat eine besondere Phrasierung, die die Sopranistin Konstanze Miehlich-Fuhr gut zum Ausdruck bringt, von ihrem Mann Jens Fuhr an dem auf Hochglanz polierten Flügel, der die „Bühne“ beherrscht. Die beiden Profi-Musiker haben den Anspruch, mit ihren Hauskonzerten – unter dem Motto Musik in der Koje – an die Wurzeln der am Anfang des 19. Jahrhunderts entstandenen Konzertkultur im privaten Rahmen anzuknüpfen.

Mit ca. 50 Zuhörern könnte man behaupten, dass ihnen das an diesem lauen Samstagabend des 20. Mai gelungen ist. Mit der Musik endet dieser Abend nicht. Einige Gäste hatten Salate mitgebracht und die Eheleute luden die Zuhörer ein, sich in ihrem Garten um den aufgestellten Grill zu versammeln, ein gebratenes Stück vom Rind und vom Schwein zu verzehren und dabei bei einem Glas Wein über Musik zu plaudern. So konnte man entdecken, dass der Miehlich-Fuhr-Clan weit verzweigt ist und zur Bereicherung der Musikszene in Korntal beiträgt.

Wer an dieser Musiktradition interessiert ist, kann sich in einen Newsletter auf der Homepage der Musiker eintragen und wird über die Veranstaltungen informiert.

Hans Theessink – Blues im Laboratorium

21.05.2017 at 10:25
Hans Theessink

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Hans Theessink in Town heißt, the blues is in town. Den Blues zu spielen braucht es bei Hans Theessink nicht viel: vier Gitarren, ein paar Mikrofone, einen alten Gitarrenverstärker. Als Schlagzeug setzt er seine Füße ein, die den Rhythmus zusätzlich treiben und die Mundharmonika ersetzt bei einigen Stücken die Begleitmusiker. Zwei Sets à 50 und 40 Minuten spielte er am 18. Mai 2017 im Laboratorium. Vor vielen Jahren war er hier zu Gast und nun, nach mehr als 7500 Konzerten seiner bewegten Karriere sitzt er zur Freude des Veranstalters wieder mit seinen Gitarren auf der Bühne des ältesten Liveclubs Stuttgarts. Das Lab, wie es liebevoll genannt wird, residiert seit seiner Gründung 1972 im ehemaligen Lindensaal in der Wagenburgstraße im Stuttgarter Ostend.

Von der Lagerfeuerklampfe zur Bluesgitarre

Hans Theessink, der aus Enschede, Holland, stammende und heute in Wien lebende Musiker ist mit seinen 69 Jahren ein Urgestein der europäischen Bluesszene und kann es mit seinem virtuosen Saitenspiel und seiner sonoren Stimme mit den Bluesgrößen aus den Vereinigten Staaten aufnehmen. Die Musik aus dem schwarzen Süden hat es ihm seit frühester Kindheit angetan und schnell hat er die Lagerfeuermusik, die er als Jugendlicher auf der Gitarre spielte, gegen die Bluesmusik ausgetauscht. Das und das er sich das Gitarrenspiel selber beigebracht hat, erzählt er mit einem Schmunzeln auf den Lippen.

Heute spielt er den Delta-Blues ursprünglich und unverfälscht. Wenn er auf seiner zwölfsaitigen Gitarre mit dem Bottleneck Leadbelly-Songs spielt, dann ist das seine Verneigung vor diesem großen Künstler, der verschiedene Instrumente wie Akkordeon, Mandoline, Klavier und Mundharmonika spielte aber die zwölfsaitige Gitarre war sein Lieblingsinstrument.

Hans Theessink hat seine Seele an den Blues verloren

Bei einem, der den Blues wie der Teufel spielt, darf der Song Johnny and the Devil nicht fehlen. Das Lied ist ein Uptempo-Bluegrass-Lied über den gescheiterten Versuch des Teufels, die Seele eines jungen Geigenspieles durch einen Packt zu „stehlen“.

Mit einem Chuck-Berry-Song erinnert Theessink an diesem Abend an den vor zwei Monaten verstorbenen König des Rock ’n’ Roll. Aber auch Johny Cash lässt er durch seine Liedern wieder auferstehen.

Seit 47 Jahren veröffentlicht Hans Theessink seine Musik auf Schallplatte

Wer Hanns Theesink an diesem Abend verpasst hat, der kann sich eine seiner Schallplatten kaufen. Über dreißig Alben hat er seit 1970 veröffentlicht. Viele dieser Alben zeichnen sich durch eine überragende Tonqualität aus und haben dafür HiFi-Preise erhalten. Alle Informationen zu seinen Veröffentlichungen gibt es hier.