Nachdenkzeilen – Kontaktanzeigen

16.06.2017 at 15:35
nachdenkzeilen

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M. fand folgende Kontaktanzeige in der der Wochenezeitschrift „Die Zeit“:

„Suche erfolgreichen Astrophysiker um die 50 Jahre, der in seiner Freizeit gerne werkelt, Tennis spielt und einen Anfängertanzkurs belegen würde. Geschmackvoller Wohnungsstil, Offenheit für Kultur und das Schöne werden vorausgesetzt. Raum Bonn. Chiffre. 4711“

M. versuchte, seine Chancen einzuschätzen und entwickelte ein Punktesystem:

 

Punkte M. Punkte
Erfolgreicher Astrophysiker 10 0
Alter ca. 50 Jahre 10 2
Anfänger Tanzkurs belegen 10 4
Geschmackvolle Wohnungseinrichtung 10 4
Offenheit für Kultur 10 10
Offenheit für „Das Schöne“ 10 2
 Raum Bonn  10  0
Summe 70 22

 

M. schätzte seine Chancen sehr gering ein, antwortete nicht und ging stattdessen ein kühles Bier trinken.

Stella is coming

12.05.2017 at 14:05
E-Roller

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An immer mehr Stellen sieht man sie: die blauen Roller der Stadtwerke. Sie fahren leise und geruchsfrei dank Ökostrom. Eine Initiative der Stadtwerke Stuttgart, den Verkehrsproblemen Herr zu werden.

Es gibt kein richtiges Cookie im falschen

11.05.2017 at 12:46
Cookie

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M. ist ein Opfer süßer Verführung. Seine Kollegen haben ihn gewarnt …

Den Überblick verloren

25.04.2017 at 18:00
Braune Einheitsfront AfD

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Am Wochenende hat Frauke Petry den Überblick über ihre Schar verloren oder besser gesagt, er wurde ihr entzogen.

Heute ist der Tag des Bieres

23.04.2017 at 8:28
Heute ist der Tag des Bieres

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Mit dem Tag des deutschen Bieres wird seit 1994 vom Deutschen Brauer-Bund der Erlass der bayerischen Landesordnung im Jahr 1516 gefeiert. Der Tag des deutschen Bieres findet jährlich am 23. April statt, dem Jahrestag des Erlasses.

In Deutschland wurde erstmals 736 im bayerischen Geisenfeld von einem besonderen Gerstensaft berichtet. Im Jahr 764 wurde in der ersten Bierurkunde der Welt eine Lieferung von Biergetreide, vermutlich Gerste, in das Kloster St. Gallen von Geisingen an der Donau beglaubigt. Klöster spielten bei der Bierherstellung im Mittelalter eine große Rolle. Einige heute bekannte Biermarken sind nach Ordensgemeinschaften benannt, wie zum Beispiel Paulaner oder Franziskaner.

1888 kam es in München zu Unruhen und Ausschreitungen, weil der Bierpreis geringfügig erhöht wurde. Dabei wurde in Wirtshäusern von den Gästen randaliert, die sowohl Tische als Stühle zerschlugen. Dieses Ereignis wird Salvatorschlacht genannt.

Quelle: Wikipedia

Bielefeld-Verschwörung = Fake News

16.04.2017 at 21:54
Fake news

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M. wurde auf eine Familienfeier nach Bielefeld eingeladen. Am Schalter der Deutschen Bahn sagte man ihm: „Das gibt’s doch gar nicht ;-))“

Enttäuscht ging M. nach Hause. Einige Tage später auf einer Bahnfahrt entdeckte M. dieses Schild und ihm war alles klar.

Neulich, auf dem Weg zu den Gleisen

16.04.2017 at 21:43
Sprechende Waren Kapseln von Dallmayr

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Neulich fuhr M. aus Stuttgart in seine Heimatstadt Dortmund, zog in den frühen Morgenstunden seinen Koffer hinter sich her. Dort, wo normalerweise großflächige Plakate über die Zukunft der Transporttechnologie informieren, sprach ihn an diesem Morgen eine Kapsel an. Sie stellte sich keck vor: „Ich bin Capsa“. M. hatte sie nicht gefragt, trotzdem laberte sie ihn an. Was soll das, dachte M. Ist die Espressokapsel schizophren geworden? Oder ist M. es selbst? Weshalb spricht eine Kapsel zu ihm?

Er würde sich nie und nimmer eine Kaffeemaschine kaufen, die tagtäglich Aluminiummüll produzierte und ihm für ein Kilo Kaffee ca. 30 € abverlangen würde. Leider ist das der neue Trend: Alle wollen Kaffee in Kapseln.

Ziemlich laut geht es auf der Webetafel her: Kapseln können jetzt sprechen. Wo bisher nur Produkte über farbige Verpackungen, also visuelle Reize auf M. wirkten, sprechen sie M. nun direkt an.

„Wackaging“ heißt die neue Mode der persönlichen Werbeansprache auf Verpackungen. Es ist der allerneueste Versuch, aus Kunden konsumfreudige Kinder zu machen. Wackaging ist eine Wortkreation aus wacky und packaging, also etwa bekloppte Verpackung. Auch wenn Produkte ohne Scherze auskommen, lässt sich mittlerweile kaum mehr unterscheiden, ob sie sich an M., einen Erwachsenen, richten oder an Kinder. Geprägt wurde der Begriff Wackaging von der Guardian-Journalistin Rebecca Nicholson, die auf Tumblr einen Blog zum Thema startete, der den Slogan führte: „I blame Innocent“. Die englische Fruchtsaft-Marke, die mittlerweile Coca-Cola gehört, ist der Urheber dieses sehr britischen Trends.

M. wollte sich nicht mit der Kapsel unterhalten und zog stoisch seinen Koffer zum Zug, der im Stuttgarter Kopfbahnhof auf ihn wartete.

Bilderrätsel – Woran erkennt man, dass es sich um deutsche Flaschen handelt?

16.04.2017 at 20:57
Flaschen in der Schlange

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Sie stehen nicht in der Schlange sondern vor dem Container wild durcheinander. Wären es britische Flaschen, stünde eine hübsch hinter der anderen, alle hielten bav Abstand zum Nachbarn. Es ist bekannt: Richtig Schlangestehen können nur die Briten. Für die britischen Flaschen gelten für das Queuing ebenfalls strenge Regeln:

Die wichtigste: der richtige Abstand zur Vorderflasche. Lässt man zu viel Platz zur Vorderflasche, fragt die nächste Wartende unweigerlich: „Are you in the queue?“ – „stehen Sie in der Schlange?“ Das hört sich zwar höflich an, heißt aber in Wirklichkeit: „Wissen Sie dusseliger Flaschen-Trottel noch nicht mal, wie man sich richtig anstellt?“

Und woher kommt das Queuing? Laut Visit Britain hat es vor allem mit dem englischen Fair-Play-Gedanken zu tun. Eine andere Erklärung lautet: Die Briten legen allergrößten Wert auf diskretes Verhalten. Feste Regeln, an die sich jeder hält, sind dabei eine gute Hilfe. Sie ersparen allen Beteiligten unnötige Diskussionen und vermeiden Streit.

Eine frühere Regierung wollte das Queuing sogar schon mal zum Bestandteil des Einbürgerungstests für Einwegflaschen aus dem Ausland machen.

Kanibalismus im Straßenverkehr

22.03.2017 at 16:55
Motorradkaniabalen

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Bei einem Kurzbesuch in Bremen entdeckte M. dieses Motorrad. Er fragte sich, ob es von einem Kanibalen gefahren wird. Ansonsten war für M. der Besuch in Bremen mal wieder sehr entspannt. Der Bremer ist ein freundlicher Zeitgenosse. Überall wird M. freundlich empfangen und er hat keinerlei Angst, unter die Messer zu kommen. Fahrradfahren ist absolut angesagt. Ein weiterer Punkt, der M. für diese Stadt einnimmt.

Dieser Kleinwagen passt in die kleinste Lücke

21.03.2017 at 16:54
Kleinwagen

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Herkömmliche Kleinwagen nehmen ja schon mal Dimensionen eines Mittelklassewagens von vor 20 Jahren an. So z. B. der aktuelle Mini (heute von BMW hergestellt) oder der aktuelle Fiat 500. Wo sich früher zwei Personen reinquetschten, passt heute locker eine ganze Familie hinein. Da ist dieser in Holland zugelassene Wagen eine absolute Ausnahme. Locker kann M. seinen Arm auf dem Dach ablegen. Wenn man einsteigen will, muss man (im Winter) die Tür erst druch das Öffenen eines Reißverschlusses am Dach „entriegeln“. Ob dieses Fahrzeug bei Feinstaubalarm gefahren werden darf, ist eher unwahrscheinlich.