Griechischer Wein – Osterbräuche

20.04.2019 at 21:42
Ostern

Ostern – Auferstehung

 

M. wünscht allen LeserInnen ein frohes Osterfest. Hier in Griechenland ist es das größte Familienfest im Jahr:

Ostern (Pascha oder Lambri) wird in der orthodoxen Christenheit und im ganzen Griechentum für die größte Feier gehalten und wird hauptsächlich in den ländlichen Dörfern groß gefeiert. Viele Sitten und Bräuche in der Woche vor Ostern, der Karwoche erreichen ihren Höhepunkt am Ostersonntag sowie an den darauf folgenden zwei Tagen, dem Ostermontag und -dienstag, und das in allen griechischen Regionen.

Während der Karwoche vom Montag bis Freitag gibt es spezielle Gottesdienste für die Leiden des Herrn, die ihren Höhepunkt finden am Karfreitag Abend mit der Prozession des Epitaphs.

Die Mitternacht am Karsamstag ist der Auferstehung des Herrn Jesus Christus geweiht. Die Vorbereitungen dazu beginnen bereits am Gründonnerstag. An diesem Tag backen die Hausfrauen die „Tsurekia“, eine Art Hefezopf, und färben Eier mit speziellen roten Farbstoffen.

Das Ei symbolisiert die Erneuerung des Lebens und die Farbe Rot das Blut Christi. Früher legten sie das erste rote Ei auf den Hausaltar um das Böse zu bannen. In einigen Dörfern markieren sie den Kopf und den Rücken der kleinen Lämmer mit der roter Farbe, die zum Färben der Eier verwendet wird.

Am Karfreitag Abend ist die Prozession mit dem Epitaph auf einem offenen Platz in der Mitte des Dorfes oder der Stadt. Jede Kirche präsentiert ihre eigene Darstellung des Epitaphs, ein wichtiges frommes Ereignis. Am Morgen des Karsamstags beginnen die Vorbereitungen für den festlich gedeckten „Tisch der Auferstehung“ und die Hausfrauen kochen die Ostersuppe „Majiritsa“ aus den frischen Lamminnereien.

Kurz vor Mitternacht versammeln sich die gläubigen Menschen in den Kirchen, weiße Kerzen haltend, die das Licht symbolisieren, das uns Christus brachte, der den Tod und die Finsternis besiegt hatte durch seine Auferstehung. Sie zünden die Kerzen mit dem „Heiligen Licht“ an, das der Priester verteilt mit den Worten: Christus ist auferstanden! (Christos anesti) Die Gläubigen tauschen Wünsche aus und so genannte „Küsse der Liebe“. Mit dem „Heiligen Licht“ bekreuzigen sie den Sturz der Haustür dreimal, um Glück zu haben. Später setzt man sich an den festlich gedeckten Tisch, peckt die roten Eier und isst von der traditionellen Ostersuppe. Am Sonntagmorgen wird vielerorts ein Lamm am Spieß gebraten oder eine Ziege.

Von überall ertönt Musik, Lieder werden gesungen und spontan wird um den Lammbraten getanzt. Dieser „große, mächtige Tanz der Gemeinschaft“ findet in vielen Teilen Griechenlands am Montag- und Dienstagnachmittag statt, an dem auch die meisten Leute teilnehmen.

Quelle: Zitiert nach:
https://www.choretaki.com/blogs/jannis-dimas/2017-03-17-das-griechische-ostern-und-sein-brauchtum