Wunde.r.punkte – Anarchisten im Wendland

28.05.2017 at 22:45
Anarchisten im Wendland

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Der Gasthof in Meuchefitz ist Treffpunkt von anarchistischen Zirkeln im Wendland. Hier in Meuchfitz versuchen anarchistisch orientierte Menschen ein Leben in Selbstbestimmung.

Der alte Landgasthof wurde der nach der Räumung des Bohrplatzes 1004 in Gorleben zu einem Treffpunkt des Widerstandes gegen das Atomprojekt Gorleben. 1984 brannte er völlig nieder und wurde über 2 Jahre hinweg im alten Fachwerkstil neu aufgebaut. Bei der diesjährigen Landpartie zeigen die Bewohner ein Ausstellung über Kurden in der Türkei und in den autonomen Kurdengebiete im Norden Syriens, mit deren Bewohnern sie sich solidarisieren.

Wunde.r.punkte – Rundlingsdorf

27.05.2017 at 7:21
Der Dorfvorsteher erklärt das Rundlingsdorf

Der Dorfvorsteher erklärt das Rundlingsdorf

Vor dreißig bis vierzig Jahren standen viele Dörfer vor dem Problem der Überalterung. Der Erwerb alter Bauernhäuser durch Städter aus Hamburg oder Berlin führte zwar zum Erhalt der alten Häuser aber das Dorfleben erneuerte sich nicht durch diese „Wochenendbewohner“.

In Diahren ging man einen anderen Weg. Familien zogen hierher, die ihre Kinder in ländlicher Umgebung aufwachen sehen wollten. Sie schafften es, nach und nach ein lebendiges Leben im Dorf zu initiieren. Die Dorfbewohner bringen sich aktiv ein. Einer betreibt zum Beispiel Schafzucht, er verkauft in einem Dorfladen die daraus entstandenen Produkte. Gero kocht aus den Gemüsen seines Gartens einmal pro Woche ein Vier-Gänge-Menü und lädt zur gemeinsamen „Dorfspeisung“ ein. Ein Schauspieler und Sprecher bringt sich in die regionale Theatergruppe ein usw, usf. Die harte Arbeit verschwindet fast hinter der Idylle, die der „Dorfvorsteher“ (der erste der neu Hierhergezogen) während seines Rundgangs erzählt.

Wunde.r.punkt im Wendland

26.05.2017 at 22:16
Der Widerstand gegen das Atomlager ist ein bäuerlicher

Der Widerstand gegen das Atomlager ist ein bäuerlicher

 

M. fährt mit Freunden in die norddeutsche Tiefebene. Ihr Ziel das Wendland. Bekannt durch seinen beharrlichen Widerstand gegen die Endlagerung des Atommülls in einem Salzstock in Gorleben. Seit Jahren veranstalten die Dorfbewohner hier die „kulturelle Landpartie“. Privatleute bieten in ihren Scheunen und Höfen ein buntes Programm von Yoga- Workshops über Konzerte auf kleinsten Bühnen bis hin zu Theateraufführungen an. Töpferwaren, Schmuck, gewebte Textilien werden an vielen Orten angeboten und auch Führungen zu ganz unterschiedlichen Themen.

Der Widerstand gegen das Endlager für atomaren Müll in einem Salzstock, der angeblich super dafür geeignet ist, hat die Partei der Grünen groß gemacht. Heute, 40 Jahre nach den Anfängen des Widerstandes gegen das Endlager, hat sich die Partei der Grünen weit von ihren Wurzeln entfernt. Aber die bäuerlich geprägte Bevölkerung lehnt weiterhin die Endlagerung im Salzstock von Gorleben ab. Aus der Ablehnung sind mannigfaltige Ideen zur ökologischen Umgestaltung der Gesellschaft entstanden.

Lisboetas – Lisboa – Lissabon

05.05.2017 at 16:00

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Mein Reisetagebuch über Lissabon möchte ich überschreiben mit „Lisboetas“, nach dem gleichnamigen Film.

Die Neuen in Lissabon („Lisboetas“, 2004) R: Sérgio Tréfaut – Der Film zeigt Lissabon aus der Sicht seiner zugewanderten Arbeitsmigranten (dies war 2006 der meistgesehene portugiesische Dokumentarfilm aller Zeiten).

Lisbaoetas – Kunst am Bau

04.05.2017 at 18:18
Kunst am Bau

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Was M. in Lissabon in den Straßen an Kunst sieht, hat so überhaupt nichts mit dem zu tun, was in Deutschland mit „Kunst am Bau“ überschrieben wird und mit öffentlichen Geldern subventioniert wird.

 

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Lisboetas – Öffentlicher Transport

03.05.2017 at 15:00
Straßenbahnen in Lissabon

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So manches Mal steigt M. in diese wunderbaren Straßenbahnen und rumpelt mit der Linie 28 von seiner  Ferienwohnung hinauf zum Aussichtspunkt in Alfama und wieder zurück. Die Transportkosten sind gering. Als M. in Lissabon ankam lud er sich 10 Euro auf eine Verkehrsmittelkarte und fuhr alle Tage mit diesem Guthaben durch die Stadt. Die schmalen und steilen Gassen Lissabons lassen dieses Transportmittel als ideal erscheinen. Wer es individuellen möchte, mietet sich ein Tuck-Tuck.

 

Tuck-Tuck in Lissabon

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Lisboetas – Ein Gedenkort an die Schrecken der Militärdiktatur

03.05.2017 at 14:00
Museum do Aljube

Das Museum do Aljube – ein Gedenkort an die Schrecken der Militärdiktatur. In diesen Bezirken begann der Aufstand

 

M. besucht das Museum do Aljube. Hier kann er sich ein Bild zu machen, wie es um die Aufarbeitung der Salazar-Zeit in Portugal steht. Das Museum ist noch relativ neu, es wurde erst 2015 in einem Gebäude eingerichtet, das der PIDE (Geheimpolizei der Faschisten) als Gefängnis diente. Es ehrt all diejenigen, die sich während des ständigen Kampfes engagiert und ihr Leben riskiert haben und oft verfolgt und denunziert wurden. Der Name „Aljube“, des noch aus der Maurenzeit stammenden Gebäudes, bedeutet „Brunnen ohne Wasser, Zisterne, Kerker oder Gefängnis“. Diesem Zweck hat es auch fast immer gedient.

1974 wurde die Diktatur durch aufständische Militärs gestürzt, die die Macht nach kurzer Zeit einer Zivilregierung übergaben. (Die sogenannte „Nelkenrevolution“, siehe hier.) Die Geschichte der Unterdrückung in der Diktatur (Beginn der faschistischen Periode bereits 1926!) und die Befreiung ist Gegenstand der sehenswerten Dauerausstellung über drei Etagen. Der Widerstand und Kampf gegen den Faschismus in Portugal wird ausführlich dargestellt.

Als im Jahre 2005 der Abriss des ehemaligen Hauptsitzes der PIDE/DGS in Lissabon drohte, versammelte sich am eine Gruppe empörter Bürger vor dem betreffenden Gebäude gegenüber dem Bischofssitz. Dort protestierten sie gegen seine Umgestaltung in eine Luxuswohnanlage. Dieses Haus steht symbolisch für die Brutalität und Unterdrückung durch die Staatspolizei, unter der viele Portugiesen jahrelang leiden mussten. Die Demonstranten forderten eine angemessene Würdigung des Schicksals dieser Menschen um die Erinnerung an die Opfer der PIDE/DGS auch für zukünftige Generationen zu bewahren.

 

Lisboetas – Unter Frauen

02.05.2017 at 20:00
Die Augen rechts!

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An der Uferpromedade im Stadtteil Belém entlang schlendernd, trifft M. auf diese alten Damen, die ihren Schmuck an junge Damen verkaufen wollen. Sie schauen zwar alle in die gleiche Richtung aber haben offensichtlich ganz unterschiedliche modische Ausrichtungen

Lisboetas – Auch eine Form der Geldentwertung

02.05.2017 at 19:17
Münzen in Lissabon

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Nicht nur die Inflation entwertet das Geld. Eine besonders interessante Variante entdeckt M. in Lissabon: Münzen werden zu Schmuck verarbeitet.

Lisboetas – Von den Arabern lernen

02.05.2017 at 18:58
Lissabon am Hafen

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An der Uferpromenade das weithin sichtbare Monument für die portugiesischen Seefahrer und Eroberer. An seiner Spitze der Königssohn „Heinrich der Seefahrer“ mit einer Karavelle in Händen. In seinem Schlepp alles, was in den vergangenen Jahrhunderten Rang und Namen hatte. Von Vasco da Gama über Fernando Magalan einschließlich der mächtigen Jesuiten, die die „Segnungen des Christentums“ in alle Welt brachten.

Der tiefgläubige Katholik „Infant Henrique“ (Heinrich der Seefahrer) setzte sich paradoxerweise Weise über die Denkvermögen der Kirche hinweg und nutzte das indexierte Wissen der Araber, die die Welt nicht als Scheibe ansahen und die mit Hilfe der Mathematik und des Kompasses Routen berechnen konnten. Damals lernten die Europäer von ihnen, heute verachtet „das Abendland“ sie.