Die Gruppe La Gâpette eröffnet furios das Festival der Kulturen

19.07.2018 at 15:49
La Gâpette auf dem Festival der Kulturen in Stuttgart

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Am 17. Juli 2018 begann das diesjährige Festival der Kulturen. Der Oberbürgermeister der Stadt Stuttgart Fritz Kuhn hielt keine lange Begrüßungsrede, alle warten auf den ersten Gig dieses Festivals, das dieses Jahr sein zwanzigjähriges Jubiläum feiert.

Die Band La Gâpette kommt aus der Betagne: Gâpette bezeichnet im Französischen eine kleine Schirmmütze. Sie ist das Markenzeichen der sechs Bretonen und sie spielen eine furiose Mischung aus Musette, Ska und Balkan-Pop. Sie nennen ihren Stil Chanson Muzouche, eine ganz eigene Mischung aus fröhlicher Musette und Manouche (Gypsymusik) mit Texten von Liebe aber auch frechen politischen Aussagen.

La Gâpette bringt das Bistrot auf die Bühne

Auf der Bühne haben die Künstler – wie bei jedem ihrer Konzerte – einen echten Tresen aufgebaut und so die Atmosphäre eines Bistros nachempfunden. Für sie der Inbegriff der Komplizenschaft, Menschlichkeit und Großzügigkeit. Eben genau das, was das Festival der Kulturen auszeichnet. Sie erzeugen dabei eine unverwechselbare Energie, die sich auf das Publikum überträgt. Dabei verstoßen sie mit Vorliebe gegen die Regeln des Chansons und die Gesetze des Akkordeons. Der Kontrabass schlägt voll den Takt, das Akkordeon legt sich in die temperamentvoll melancholischen Melodien, dazu das Banjo, die halbakustische Gitarre, das Schlagzeug, das Saxofon. Die Akkordeonistin mit ihren fünf Begleitern bringen das Publikum vor der Bühne im Handumdrehen zum Tanzen.

Red Baraat aus New York verbindet orientalische Melodien mit Jazzelementen

Nach kurzer Umbaupause kommen Red Baraat aus New York auf die Bühne. Wild werden Trommeln geschlagen, alles wiegt sich, orientalische Melodien kreuzen jazzig traditionelle indische Klänge, gepaart mit modernen Elementen von Funk, Hip-Hop, Jazz und Rock. Sie kreieren verschlungene Rhythmen. Die indische Trommel Dhol wird vom Sänger Sunny Jain gespielt, er wird unterstützt von seinen Bandmitgliedern an Sousaphon, Trompete, Gitarre und Schlagzeug. Eine indisch-amerikanische Gruppe, die ihre Heimat in New York hat. Doch an die unbeschwingte Herzlichkeit der Gruppe La Gâpette können diese sechs Musiker nicht anknüpfen.

Auch für das leibliche Wohl ist gesorgt

Wer auf dem Festival Hunger bekommt, kann sich durch den Duft der Küchen aus aller Welt zu einem Imbiss inspirieren lassen und bei einem kühlen Bier sich der ungezwungenen Atmosphäre hingeben. Bis einschließlich Sonntag hat man die Gelegenheit, diese kulturelle, kulinarische und musikalische Vielfalt zu erleben.