Fährt sie mir davon?

03.06.2017 at 18:42
e-mobilität

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M. wundert sich: seine Frau kaufte sich ein E-Bike. Die Berge in K.-M. waren ihr zu steil. Sie wollte nicht auf das Fahrradfahren verzichten. Deshalb erwarb sie sich bei Velo Lebensart ein neues Fahrrad. Eines, das von einem Motor „vom Bosch“ zusätzlich Schub bekommt, wenn man in die Pedale tritt. M. wird sehen, ob er seiner Frau auch in Zukunft noch davon radeln kann.

Nachtrag: Ein erster Pfingstausflug zeigte: Am steilen Berg hat M. Schwierigkeiten, seiner Frau hinterher zu radeln. Bei allen anderen Gegebenheiten schlägt der Wadenmuskel den Boschmotor.

 

Wider die nationalistische Engstirnigkeit

07.05.2017 at 23:11
Emmanuel Macron ist der 25. Präsident Frankreichs

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Frankreich hat gewählt und es herrscht eine große Erleichterung, dass Marine Le Pen, die für Abschottung steht, nicht gewonnen hat. Der neue, 25. Präsident der französischen Republik, wird Emmanuel Macron heißen. Ein junger Politiker, der die europäische Idee konsequent verfolgt.

Das Modell der nationalen Abschottung hat in Frankreich einen Dämpfer erhalten. Das Bekenntnis von Emmanuel Macrons für Europa lässt hoffen: nationalstaatlichem Denken kann Einhalt geboten werden. Es gilt, eine Initiative für ein demokratisches Europa zu befördern und den europäischen Gedanken wieder sichtbar und hörbar zu machen.

Frieden auf Erden

29.12.2016 at 14:57
Frieden Glückwünsche zum neuen Jahr 2017

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Wir leben ohne Krieg im eigenen Land. Schon mehr als 70 Jahre lang. Das ist ein Privileg und sollte von uns als hohes Gut gewürdigt werden. Wenn man die Bilder aus Aleppo sieht, so erinnern uns die Zerstörungen dort an die Zerstörung deutscher Städte im 2. Weltkrieg.

Frieden hat ein Unbekannter gesprüht

PAX hat ein Unbekannter an die Betonumzäunung einer ehemaligen Russenkaserne in Dresden-Hellerau gesprüht. PAX für die Staaten, die im 2. Weltkrieg auf der militärischen „Gegenseite“ gestanden haben. Mit den allermeisten haben wir ein friedliches Verhältnis hinbekommen. Doch um Frieden muss immer wieder gerungen werden, denn es ist ein fragiler. Auch in Europa. Jürgen Grässlin hatte bekürzlich bei der Verleihung des Friedenspreises der Anstifter an ihn gesagt: „Ich bin der festen Überzeugung, dass das stimmt, was da steht: Eine andere Welt ist möglich. Und nicht, weil die Gegenseite sagt, es ist nicht möglich, sondern weil wir fest daran glauben, dass wir diese Welt ändern werden und wir werden sie ändern“.

Wir schaffen eine friedliche Welt, wenn wir uns, Hand in Hand mit Jürgen Grässlin, gegen Waffenexporte engagieren, wenn wir darauf hinwirken, dass die Kriegseinsätze der Bundeswehr im Ausland gestoppt werden.

Ich wünsche allen Leserinnen und Lesern meines Blogs ein friedliches und glückliches neues Jahr.

 

Bundesregierung hat sich gegen Leiharbeit positioniert

19.11.2016 at 17:07
Gemeinsam gegen Leiharbeit

Gemeinsam gegen Leiharbeit

 

Das Bundeskabinett hat im Sommer den Gesetzentwurf zur Bekämpfung des Missbrauchs bei Leiharbeit und Werkverträgen beschlossen. Die Leiharbeit wird auch zukünftig die nötige Flexibilität für Auftragsspitzen oder Vertretungen bieten, der Verdrängung von Stammbelegschaften wird jedoch entgegengewirkt. Ebenso wird verhindert, dass Leiharbeitnehmerinnen und Leiharbeitnehmer dauerhaft zu niedrigeren Löhnen als die Stammbeschäftigten in der Einsatzbranche eingesetzt werden. Durch die gesetzliche Klarstellung, wer Arbeitnehmerin und Arbeitnehmer ist, und die Pflicht, Leiharbeit offenzulegen, werden missbräuchliche Umgehungen des Arbeits- und Sozialrechts durch vermeintliche Werkverträge verhindert. Auch die Stärkung der Betriebsräte durch Klarstellung der Informationsrechte trägt hierzu bei.

Der Bundestag hat das Gesetz Gesetz gegen Missbrauch von Leiharbeit und Werkverträgen am 20.10.2016 beschlossen. Nach dem neuen Gesetz zur Leiharbeit gilt künftig eine grundsätzliche Höchstverleihdauer für Arbeitnehmer von 18 Monaten, um missbräuchliche Leiharbeit als Dauerzustand zu verhindern. Leiharbeiter sollen künftig grundsätzlich nach spätestens neun Monaten den gleichen Lohn wie Stammbeschäftigte erhalten.

Nun rollt die Bundesregierung eine groß angelegte Plakataktion zu diesem wichtigen Thema über das Land aus. Am Bahnhof Zuffenhausen ist das Plakat auch zu sehen.

Rassismus und Sexismus auf dem Wasen

28.09.2016 at 23:52
Das Frauenbild auf dem Wasen

Das Frauenbild auf dem Wasen

Der Cannstatter Volksfestverein e. V. verteilt an die Besucher des Wasen eine Broschüre, in der er hemmungslos mit sexistischen und rassistischen Narrativen spielt.

Unter der Überschrift „Der ultimative Volksfest-Crashkurs“ geben sie bebilderte Tipps, wie das Volksfest reibungslos über die Bühne gehen kann. Um das Niveau der Tipps zu zeigen, hier eine kleine Auswahl. Der Hinweis, es sei eine Glosse, kann nicht dafür herhalten, diese Tipps zu verbreiten.

Eine üble Mischung: Sexismus gepaart mit Rassismus

„Achtung: Ältere Damen im Gouda-Alter (mittelalt, mittelscharf) neigen dazu, Männer betrunken zu machen, um sie sich gefügig zu machen. Erkennbar sind diese weiblichen Wesen daran, dass sie brauner gebrannt sind als dem Göckelesmaier sein gebrutzeltes Federvieh und dass sie knallbunte Hüte mit Federn wie Papuaindianerhäuptlinge tragen.“

Warum sie dazu eine eindeutig als ethnisch erkennbare schwarze Frau (wulstige Lippen, braune Haut) ausgesucht haben, kann man sich nur mit primitivem Alltagsrassismus erklären.

Der Schwarze ist immer gut für Angstgefühle

„Klamotten bitte so wählen, dass man nicht Gefahr läuft, als lebender Geist in einer der Geisterbahnen festgehalten zu werden.“

Auch hier wieder eine eindeutig negride Gestalt. Die Frage aus den fünfziger Jahren „Wer hat Angst vorm schwarzen Mann?“ hat den Zeichner wohl inspiriert. Den Schwarzen findet dieser sicher besonders erschreckend in der Geisterbahn. Ein fest verankerter Rassismus im Alltagsbewusstsein schlägt sich in der Zeichnung nieder.

Freie Fahrt für ungebremsten Sexismus auf dem Wasen

Ein weiteres, besonders krasses Beispiel von Sexismus findet sich auch in dieser „Verhaltensregel“:

„Es sind auf dem Volksfest keine Tiere zugelassen – außer Möpse“

Auf dem Bild ein Mann, der zwei Frauenbüste an der Hundeleine ausführt.

Der Cannstatter Volksfestverein e. V. hat sich damit keinen guten Dienst erwiesen. Wer sich die Zeichnungen und Texte ansehen will, um sich selber ein Bild zu machen, kann sie hier als PDF ansehen (Seite 20 – 21).

Wechsel der Jahreszeit?

09.09.2016 at 8:10
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Wenn M. morgens zur Arbeit radelt, riecht und sieht er den Herbst. Der meteorologische Sommer hat sich verabschiedet, doch das Wetter hält sich nicht daran. Heiße Tage bestimmen den Herbstbeginn. Und doch, wenn M. morgens zur Arbeit radelt, riecht und sieht er den Herbst.

Das Licht fällt schräger durch die Bäume, früher Nebel liegt über dem Weg. Einen großen Teil der Nüsse in seinem Garten hat M. geerntet, sein Garteneichhörnchen hat das Nachsehen. Letztes Jahr war es umgekehrt: Es hatte den größten Teil flink vom Baum geholt und für den Winter vergraben. Offensichtlich waren seine Vorräte üppig bemessen für den milden Winter. Aber das konnte das Garteneichhörnchen ja nicht wissen. An einigen Stellen im Garten deuten Haselnusskeimlinge auf nicht genutzte Eichhörnchendepots hin.

Es wird Zeit für M. seine Wanderschuhe zu schnüren und in den Urlaub zu fahren. Wenn er wieder kommt, wird er Holz für den Winter hacken.

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Isabelle Huppert: Eine Frau zieht sich um

29.08.2016 at 21:34
Isabelle Huppert

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Der französische Film Alles was kommt startete Mitte August in den deutschen Kinos. Er erzählt vom Leben der Pariser Philosophielehrerin Nathalie, gespielt von Isabelle Huppert. Nach dem plötzlichen Ende ihrer Ehe erfährt sie ein Gefühl der Freiheit und muss ihr Leben neu sortieren. Der Film erhielt bei den Internationalen Filmfestspielen Berlin den Silbernen Bären für die beste Regie.

Es sprechen einige Argumente für den Besuch dieses Films, viele dagegen.

Pro:

• Wir sehen Isabelle Huppert, die auch mit 63 Jahren noch bezaubernd aussieht (was der Kommentator – in ähnlichem Alter – nicht von sich sagen kann).
• Freunde der guten Kleidung sehen Isabelle Huppert in jeder Szene(!) in einem anderen Kleid/Outfit
• Auch nach 70 Filmen spielt sie alle Mitspieler an die Wand mit ihren spröden Gesten und ihrer Präsenz.

Kontra:

• Es ist ein Film, der von Philosophie handelt aber sie nicht wirklich ins Leben bringt.
• Die politische Realität in Frankreich (unter Präsident Nicolas Sarkozy) wird nicht wirklich einbezogen, bleibt Staffage.
• Wie ein großer Teil der Filme des französischen Films wird geredet, geredet, geredet.
• Eine Grundregel des Schreibens wird damit verletzt: Show, don’t tell
• Der Film hat nicht wirkliche einen Helden (selbst Isabelle nicht)
• Die zu verhandelnden Themen (Trennung nach langer Ehe, Pflege der alten Mutter, Rolle als Oma) werden nur angerissen, nichts wird vertieft.
• Es werden Klischees herangezogen.
• Es wird keine eine spannende Geschichte erzählt: der Film plätschert 100 Minuten dahin ohne jeglichen Höhepunkt.
• Die Bildsprache ist Fernseh-Einheits-Ware.

Es geht auch anders

Wie erfrischend anders dagegen der neue Film von Maren Ade: Toni Erdmann. So, wie er die Globalisierung erklärt und ad absurdum führt, hat M. es schon lange nicht mehr gesehen. Da sollte sich mal Albrecht Müller von den Nachdenkseiten ein Beispiel nehmen. Fazit: Zum Konsum dieses Filmes wird dringend geraten.

Nachdenkzeilen: Gespräche abbrechen – Keine Alternative für Deutschland

26.05.2016 at 0:04
Nachdenkzeilen 1

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Frauke Petry als Vorsitzende steht für die AfD, die Ende April diesen Jahres in Stuttgart ihr Grundsatzprogramm verabschiedet hat. Darin postuliert sie, der Islam gehöre nicht zu Deutschland. Besonders der Ruf des Muezzin, Minarette und das Kopftuch sind den Rechtspopulisten ein Dorn im Auge. In dieser Woche jedoch wollte Frau Petry das Gespräch mit einem muslimischen Verband suchen und fand im Zentralrat der Muslime einen Adressaten, der mit ihr in Dialog treten wollte.

Aiman Mazyek, Vorsitzender des Zentralrat der Muslime, hatte die Spitze der islamfeindlichen AfD Ende April zu einem Gespräch eingeladen. „Wir wollen wissen: Warum hassen Sie uns?“, begründete er den Vorstoß.

Frauke Petry sorgt für Eklat

Doch bereits eine Stunde nach Beginn der Gespräche brach die AfD-Delegation unter Führung von Frauke Petry das Gespräch ab. Es hätte keinen Austausch auf Augenhöhe gegeben, begründete Frauke Petry am 23.05.16 den Schritt. Zudem hätten die Vertreter des Zentralrats die Alternative für Deutschland in die Nähe des Dritten Reichs gerückt. „Deshalb sahen wir keine Grundlage, das Gespräch fortzusetzen“, so die Parteichefin Frauke Petry.

Aiman Mazyek ist da offener. Er bleibt optimistisch, was eine spätere Verständigung anbelangt. Er will mit den Gemäßigten in der AfD weiter reden und gesprächsbereit bleiben. So äußerte er  sich kurz nach dem Treffen.

Das deutet doch sehr darauf hin, dass die AfD diesen Dialog gar nicht wollte. Es ist schlechterdings unmöglich, ein Gespräch mit gegenseitigen Anschuldigungen zu beginnen. Was die AfD von den Mitbürgern muslimischen Glaubens hält, hatte unlängst AfD-Fraktionschef Björn Höcke aus Erfurt kund getan. Der Bau einer Moschee in Erfurt sei: „Teil eines langfristigen Landnahmeprojekts“. Wer, so fragt sich M., hat denn im letzten Jahrhundert Landnahme betrieben? Es waren deutsche Soldaten, die unter der Parole „Volk ohne Raum“ den Osten Europas eroberten. Nicht der Islam hat im großen Maßstab Landnahme betrieben, es waren wir Deutschen. Und überhaupt: Seit wann erobert eine Religion andere Länder?

Die AfD setzt auf Ausgrenzung – nicht nur in Thüringen

In Erfurt versucht die AfD ihren Islam-Kurs einem ersten Praxistest zu unterziehen. Die Ahmadiyya-Glaubensgemeinschaft will eine Moschee in der Hauptstadt Thüringens bauen lassen. Es wäre der erste Neubau eines muslimischen Gotteshauses in Thüringen. Die AfD will das verhindern. Ihre Kampagne lässt erahnen, wie schmutzig es werden dürfte, wenn die Partei sich in den kommenden Monaten und Jahren über den Widerstand gegen einen angeblich expansiven Islam zu profilieren sucht. Da passt der Gesprächsabbruch von Frauke Petry gut ins Konzept.

M. meint, alle müssen das Gespräch suchen, immer wieder. Gespräche abbrechen ist keine Alternative, schon gar nicht in Deutschland. Deswegen sollten beide Seite die Verantwortung auf sich nehmen, diesen schwierigen Dialog wieder aufzunehmen. Zum Dialog gehört die Zumutung, sich auch mit Gegnern, ja Feinden, an einen Tisch zu setzen. Genau in solchen Momenten ist unsere Kultur des Streits besonders wertvoll.

Der Abbruch der Gespräche bringt Frauke Petry auch in der eigenen Partei in Bedrängnis. Der Partei-Vize Alexander Gauland wettert, es sei „einiges schief gelaufen“.

 

Nachdenkzeilen – ER ist wieder da

28.04.2016 at 15:16
nachdenkzeilen

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Was treibt den deutschen Leser an, sich im Jahre 2016 Mein Kampf von Adolf Hitler zu kaufen, zu lesen und dann ins Bücherregal zu stellen? Ein mit menschenverachtenden Thesen durchsetztes Werk?

M. hörte an diesem Morgen im Deutschlandradio Kultur, das neu herausgegebene Werk stehe mit 55.000 Exemplaren in dieser Woche auf Platz 1 der Spiegel Bestsellerliste Sachbuch. M. weiß von seinen Landsleuten, sie lieben blutige Thriller, in denen Serienmörder ihr Unwesen treiben. Kaum erschienen, stehen sie ganz oben auf den Bestsellerlisten. Nun kommt die kritische Edition von Mein Kampf für 59 € (knapp 2.000 Seiten!) auf den Markt und die Leser greifen zu, als handele es sich um schaurige Bettlektüre.

Mein Kampf wird sich mit dem neuen Buch von Thilo Sarrazin ein Kopf-anKopf-Rennen liefern. Diese Woche ist es erscheinen: Wunschdenken: Europa, Währung, Bildung, Einwanderung – warum Politik so häufig scheitert. Kann es sein, fragt sich M., dass sich zunehmend ein Klima der Ausgrenzung in diesem Lande ausbreitet? Was M. sich wünscht: Mögen alle Versuche scheitern, auf dem Rücken von hilfesuchenden Menschen Politik zu betreiben.

Hoffnungsfroh kann M. nicht auf das kommende Wochenende blicken. Beim Parteitag der AfD werden über 2.000 Mitglieder ihr künftiges Programm diskutieren. Die „Alternative für Deutschland“ betreibt die Ausgrenzung und Stigmatisierung ganzer Bevölkerungsgruppen in unserem Land. „Der Islam gehört nicht zu Deutschland“, steht im Parteiprogrammentwurf der AfD. So wird kurzerhand eine der fünf Weltreligionen unter Generalverdacht gestellt und man will sie aus dem öffentlichen Leben verbannen. Religiöse Zeichen wie Minarette und den Muezzin-Ruf sollen verboten werden. Burka und Kopftuch werden in den Blick genommen. In Mein Kampf hatte Adolf Hitler das Judentum pauschal verurteilt und er ging den Weg der Ausgrenzung bis zum Ende. 6 Millionen Menschen wurden ermordet. Warum? Nur weil sie dieser Religion angehörten oder die Nachfahren derer waren, die dieser Religion angehörten.

Nachdenkzeilen – Das staatliche Töten

06.04.2016 at 12:42
Nachdenkzeilen 1

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Die neuesten Zahlen über die im letzten Jahr vollstreckten Hinrichtungen weltweit lassen M. das Blut in den Adern gefrieren: Der sogenannten „Todesurteil-Report“ von Amnesty International spricht von 1.600 Hinrichtungen. Das ist die höchste Zahl von Hinrichtungen seit 25 Jahren. Dabei sind die vollstreckten Todesurteile aus der VR China noch gar nicht enthalten, sie sind ein Staatsgeheimnis. Weit über die Hälfte aller Todesurteile wurden in den drei Staaten Pakistan (326), Iran (977) und Saudi Arabien (158) vollstreckt. Mitleid kennen die Henker nicht. Im Iran wurden auch Jugendliche hingerichtet.

Wilhelm Tell auf kleiner Bühne in einer großartigen Inszenierung

14.02.2016 at 17:56
Wilhelm Tell der Meisterschütze

Wilhelm Tell der freiheitsliebende Rebell

Wilhelm Tell auf die Bühne zu bringen ist auch nach 200 Jahren für die professionellen Theater einer Herausforderung. Umso erstaunlicher, dass die Regisseurin Gabriele Sponner mit ihrer Theatergruppe aus Laiendarstellern sich an diesen Text gewagt hat. Zwischen 7 und 75 Jahre alt sind die Mitglieder ihres Ensembles, die das Theaterspielen mittlerweile als „besondere Selbstverständlichkeit“ ansehen. Ein Teil des Ensembles spielt seit Jahren unter ihrer Leitung. Gabriele Sponner hat in Kooperation mit der Kunstschule Labyrinth, den Mitglieder der Jungen Bühne Ludwigsburg und Behinderten aus einem Ludwigsburger Wohnheim den großen Klassiker von Friedrich Schiller neu inszeniert. Ein halbes Jahr dauerten die Proben. Im Januar haben sie sich jedes Wochenende, täglich zwischen 6 und 7 Stunden lang, das Stück erarbeitet. Einzigartig, wie sie die siebzehn Darsteller des „Integrativen Generationen-Theaterensembles“ durch das Stück führt.

Die akustische und musikalische Untermalung des Stückes wird live von Albrecht Fendrich und zwei weiteren Musikern eingespielt. Der Künstler Albrecht Fendrich hat dazu eigens zwei Albhörner aus Dachlatten gebaut. Der Theaterdonner wird durch eine alte Blechpatte simuliert und die Rhythmik spielt Fendrich auf einem Ölfass.

Gelungene Verdichtung des Stoffs

Es scheint, als hätte Gabriele Sponner sich bei ihrer Textfassung am modernen Comic orientiert. Sie hat die komplizierten Sätze Schillers stark vereinfacht, so dass auch Menschen mit Behinderung den Text beherrschen können. Dabei ging die Schillersche Sprachrhythmik nicht ganz verloren. Immer wieder blitzt sein Sprachrhythmus in ihrer Fassung auf. Der Text wurde, ausgehend von der fünfstündigen Urfassung, auf ca. 70 Minuten verdichtet. Die wichtigsten Elemente des Stückes sind klar erkennbar:
Der Schwur auf dem Rütli, der zum Gründungsmythos der Schweizer Eidgenossenschaft gehört. Der berühmte Apfelschuss und die Liebesgeschichte der Berta von Bruneck mit Ulrich von Rudenz sind Bestandteil der Inszenierung. Berta von Bruneck, gespielt von einer jungen Frau aus dem Ludwigsburger Wohnprojekt, gewinnt Ulrich von Rudenz für die eidgenössische Sache.

Wilhelm Tell soll den Hut grüßen

Wilhelm Tell soll den Hut des Landvogs Hermann Gessler grüßen

 

Das Bühnenbild von Albrecht Fendrich orientiert sich wie der Text an dem reduzierten Stil eines Comics. Die Berge sind grob schraffiert an Leitern aufgestellt, hinter denen die Köpfe von Kühen wackeln. Die Zwingburg ist aus zwei hohen Türmen und einem Mauerwerk aus Bananenkisten konstruiert. Der Bau dieser Burg durch das unterdrückte Volk wird so anschaulich auf die Bühne gebracht.

Wilhelm Tell schießt den Apfel vom Kopf seines Knaben

Dramaturgischer Höhepunkt des Abends ist der Apfelschuss. Wilhelm Tell schert sich nicht um die Anweisung, den aufgesteckten Hut des Landvogts Hermann Gessler zu grüßen. Daraufhin wird er verhaftet. Gessler selbst zwingt ihn, vom Kopf des eigenen Kindes einen Apfel zu schießen, zur Rettung beider Leben und für seine Freilassung. Tell entnimmt seinem Köcher zwei Pfeile und trifft den Apfel. Den anderen Pfeil hat er für den Vogt bestimmt, hätte er seinen Sohn getroffen. Die dramaturgische Umsetzung dieser Szene ist einfach und eindrücklich: Eine Darstellerin des „kommentierenden Chores“ nimmt den Pfeil und führt ihn über die Bühne auf den Apfel auf dem Hut des Knaben. Schnell wird die Requisite durch einen vom Pfeil durchbohrten Apfel ersetzt.

Wilhelm Tell der Apfelschuss

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Das Stück ist aktueller den je, angesichts der zu uns kommenden Kriegsflüchtlinge aus dem nahen Osten: Schiller postuliert ein Recht auf Leben und zeigt, dass jeder einzelne dafür eintreten muss. Die Unterdrückung im Schillerschen Drama geht von der brutalen Willkürherrschaft der habsburgischen Vögte aus. Welche Umwälzung dem Schweizer Volk ins Haus steht, spricht der sterbende Freiherr von Attinghausen im Kreis seines Gesindes und seiner Freunde aus: er prophezeit das Ende der Sonderstellung des Blutadels. Seine letzten Worte, ebenfalls aktuell: „Seid einig – einig – einig“.

Am Ende der Aufführung wird das Ensemble mit anhaltendem Beifall bedacht. Es ist die sechste Inszenierung, die Gabriele Sponner mit ihren Kooperationspartnern auf die Bühne gebracht hat und man wünscht sich als Zuschauer, dass sie noch viele weitere in Angriff nehmen wird.

Im Tauschrausch

14.02.2016 at 13:26
Tauschrausch

Helge Thun, Jakob Nacken und Mirjam Woggon vom Tübinger Theatersport
Foto: © S. Kolasa

 

Drei Stars des Tübinger Theatersports, Mirjam Woggon, Jakob Nacken und Helge Thun, sind zurück auf der Bühne mit ihrem Programm „Tauschrausch“. Am 9. Februar 2016 gastierten sie im Theaterhaus vor ausverkauftem Saal. Das Grundprinzip des Improvisationstheaters basiert auf eine aktive Einbeziehung der Zuschauer: Jeder sollte Dinge mitbringen, die er schon lange loswerden wollte. Im Tausch erhält man einen anderen (nutzlosen) Gegenstand. Nun kennt man diese „Tauschgeschäfte“ vom sogenannten Wichteln. Allerdings kann man nicht davon ausgehen, dass es bei einem herkömmlichen Weihnachtswichteln so amüsant und humorvoll zugeht wie an diesem Abend. Impro-Comedy nennen die drei ihre Bühnenperformance.

Wunderbare Sketsche improvisieren die drei Theaterleute mit den ihnen überreichten Gegenständen. Sie fragen den Zuschauer detailliert aus, wie er zu dem Gegenstand gekommen ist, was sein privater und beruflicher Hintergrund ist u.s.w. All diese Informationen verpacken sie dann gekonnt in einen Sketch, den sie zu zweit oder zu dritt spielen. Neben der theatralischen Umsetzung der spontan entstandenen Geschichte, nutzen sie die Musik. Dabei unterstützt Jakob Nacken am Klavier die auf gutem Niveau singende Mirjam Woggon. Zu einem Schirm in Herzform improvisiert sie z. B. zu ein Liebeslied, in dem alle Stichworte des Zuschauers und sein Gegenstand Eingang finden oder setzt die Stichworte in ein kleines Musical um. In einem Sketsch dienen die Stichworte aus der Zuschauerbefragung, die Mirjam Woggon notiert und auf zusammengefalteten Zetteln auf dem Boden verteilt, als Stichwortbasis. Helge Thun hebt sie Stück für Stück auf und gibt seiner Improvisation immer wieder neue, erfrischende Wendungen.

Bildertausch in der Pause

Vor der Pause werden die Zuschauer aufgefordert, der Comedy-Gruppe Handy-Bilder per E-Mail zu schicken. Schnell trifft Helge Thun eine Auswahl aus der ihm zugesandten Bilderflut und nach der Pause improvisieren Jakob und Mirjam ihren Sketch einer „Fachexperten-Runde“ anhand der über Beamer an die Leinwand geworfenen Bilder. Dabei verwenden sie Worthülsen, die täglich in den gängigen Talkshows verwendet werden und man fragt sich, ob die Teilnehmer so mancher Expertenrunden nicht verkappte Comedy-Schauspieler sind.

Zum Abschluss führen Jakob Nacken und Helge Thun ein „Fachgespräch“, das genial von Mirjam Woggon pantomimisch umgesetzt wird. Den langanhaltenden Applaus der Besucher dieser Show haben die drei sich redlich verdient. Shows, die im Theaterhaus gut laufen, haben die Chance, in einen größeren Saal umzuziehen. Wenn die drei Improvisationstalente auf diesem Weg fortschreiten, werden sie sicher demnächst eine größere Bühne in diesem Haus bespielen.

Wilhelm Tell – Der Apfelschuss

05.02.2016 at 11:43
Wilhelm Tell

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Das inklusive Generationentheaterensemble am Kunstzentrum Karlskaserne – eine Gruppe von 17 Menschen mit und ohne Behinderung im Alter zwischen 7 und 75 Jahren und aus den unter-schiedlichsten Lebenszusammenhängen – hat sich vorgenommen, Schillers Drama so spannend und kurzweilig wie möglich zu erzählen. Es geht um Angst und Gewalt, Verbrechen, Verschwörung, Mord, Liebe, Tod, Unterdrückung und Befreiung – also um alles, was es für eine spannende Story braucht!

Zum Inhalt

Die Habsburger Vögte sind die Bösewichte in der Geschichte, sie quälen das Volk aufs Übelste. Sie haben den Auftrag, die freien Länder Schwyz, Unterwalden und Uri dem Königshaus Habsburg einzuverleiben. Das wollen die freiheitsliebenden Schweizer Menschen nicht dulden. Und so führt jede begangene Untat der Vögte nicht zu Einschüchterung, sondern zum Widerstand. Heimlich verbünden sich die Länder auf dem Rütli und schwören, die Tyrannen zu verjagen.

Geßler, der fieseste der Vögte, zwingt die Leute dazu, sich vor einem leeren Hut zu verneigen! Weil Tell ohne Gruß vorbeigeht, muss er einen Apfel vom Kopf seines Sohnes schießen. Obwohl ihm die Freiheit versprochen war, wird Tell gefangen genommen. Jetzt ist das Maß voll. Tell entflieht, tötet Geßler und gibt damit das Zeichen zum Volksaufstand.

Eine Produktion des integrativen Generationen-Theaterprojekts der Kunstschule Labyrinth und der Jungen Bühne Ludwigsburg.
Dauer: ca. 70 Minuten

Aufführungen

  • Premiere: Samstag, 6. Februar um 17 Uhr.
  • 13. und 14. Februar jeweils um 17 Uhr
  • 19. Februar um 19 Uhr
  • 20. Februar um 17 Uhr
  • 21. Februar um 15 Uhr.
  • Aufführungen für Schulklassen am 16. und 17. Februar  um 10.30 Uhr

Alle Vorstellungen finden auf der Kleinen Bühne in der Karlskaserne in Ludwigsburg statt.

Karten können reserviert werden unter der Telefonnummer 0 71 41/9 10 32 45
oder per E-Mail an jungebuehne@ludwigsburg-karlskaserne.de.

Nachdenkzeilen – Aus dem Morgenland gekommen

06.01.2016 at 16:00
nachdenkzeilen

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Der Weihrauchduft der Weisen aus dem Morgenland ist noch schwach wahrnehmbar an diesem Abend am Fest der Heiligen drei Könige als M. nach Hause kommt. Der Weihrauch erinnert M. an seine Zeit als Messdiener. Schwungvoll hatte er stets das Gefäß mit den glühenden Kohlen geschwenkt, nachdem der Pfarrer das gutriechende Harz in das Gefäß eingefüllt hatte. Zurzeit von Maria und Josef waren die drei Weisen aus dem Morgenland gern gesehene Gäste, zumal man von ihnen, der Sage nach, Geschenke erhielt: Gold, Weihrauch und Myrrhe.

Heute kommen Menschen aus dem Morgenland zu uns. Sie werden nicht so freundlich empfangen. Sie bringen auch keine Geschenke mit. Ein paar Habseligkeiten und das nackte Leben haben sie. Sie sind auf der Flucht vor dem Krieg in ihrer Heimat und suchen Schutz. Sollten wir ihnen nicht, so überlegt M., Geschenke machen, mit ihnen unseren Reichtum teilen?

Weihnachten und Jahreswechsel

22.12.2015 at 16:54
liebe

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Wenn es doch nur so einfach wäre: man drückt auf einen Schalter und die Liebe kommt. Im Leben ist es genau umgekehrt: Mit Druck kommt die Liebe nicht. Der Liebe muss man Raum geben, sie einladen. Dann stellt sie sich ein. So wie Weihnachten, als die Liebe – nach der Überlieferung im Neuen Testament – als kleiner Mensch auf die Welt kam. Ungeschützt, freudig aufgenommen von seinen Eltern. Ein König wurde seit hunderten von Jahren erwartet. Einer, der mal so richtig aufräumt. Es kam ganz anders. Seitdem feiern wir „Das Fest der Liebe“.

Schauen wir uns in diesen Tagen um, so ist wenig von Liebe zu sehen. Die Nachrichten berichten nicht von liebevollen Begegnungen. Sie berichten von Kriegen, von Terror und Vertreibung. Rechtspopulistische Bewegungen nehmen zu, auch in Deutschland.

Wie können wir eine menschlichere Welt schaffen? Wie die Angriffe auf Flüchtlinge verhindern? Indem wir zusammenstehen. Emphatisch sind. Den Menschen vor und neben uns in den Blick nehmen. Er war wie wir als kleines Kind auf die Zuneigung seiner Eltern angewiesen. Wenden wir uns denen zu, die in Not sind und stiften an zu Solidarität und ja, auch zu Liebe.

Ich wünsche meinen Lesern ein liebevolles Weihnachtsfest und ein glückliches neues Jahr. Ich wünsche mir, dass wir uns auch 2016 im Elsternest und bei vielen Aktionen und Veranstaltungen treffen, von denen ich auch weiterhin berichten will.

Ich bin dann mal weg!

26.02.2015 at 14:14
facebook_abmelden

Facebook hat die Nutzer im Blick

 

Heute las ich in der TAZ, der „Verbraucherzentrale Bundesverband“ (vzbv) will gegen Facebook vorgehen. Grund sind die umstrittenen Nutzungsbedingungen. Der Verband listet neunzehn Klauseln in den Nutzungsbedingungen und der Datenrichtlinie auf und stellt fest, diese verstoßen „gegen geltendes Recht“.

Schon als die Änderungen in den Nutzungsbedingungen bekannt wurden, trug ich mich mit dem Gedanken, mein Konto bei Facebook zu kündigen. Ende Januar sind sie in Kraft getreten. Nun habe ich den Schritt vollzogen. Ich habe mein Konto nicht nur deaktiviert, sondern dauerhaft gelöscht. Aber Vorsicht: Wenn ich innerhalb von 14 Tagen rückfällig werde und mich wieder anmelde, behalte ich mein Konto. (Gleich nach der Löschaktion wird man zum neuerlichen Einloggen auf Facebook aufgefordert!) Die Löschung wird also erst nach 14 Tagen Abstinenz vollzogen.

Es ist für mich nicht nachvollziehbar, welche Daten erhoben und wie sie verwendet werden. Demnach lässt sich Facebook pauschal umfassende Möglichkeiten einräumen, ohne mich darüber transparent zu informieren. Dies mit dem Ziel, Werbung noch stärker auf mich als Nutzer zuzuschneiden und in diesem Zusammenhang auch mein Surfverhalten außerhalb von Facebook auszuwerten. Nun könnte ich mich, was ich bisher auch schon getan habe, nur für meine Personenrecherchen in Facebook einloggen und alle meine Daten nach Sitzungsschluss wieder löschen. So mache ich das auch mit meinem Amazon-Account, um die unnötige Werbung beim nächsten Besuch zu umgehen. Aber ich bin immer weniger bereit, Konzernen wie Facebook oder Google meine Daten zur Verfügung zu stellen. Sie speichern alles, es sind übermächtige Datenkraken. Ich bin mir bewusst, dass ich ihre Macht nicht brechen kann, ich bin nur ein Staubkorn in der Datenwolke. Aber freiwillig muss ich mich nicht daran beteiligen. Aus diesem Grund nutze ich auch kein Smartphone. Ich brauche diesen Rosenkranzersatz nicht. Als Kind habe ich den Rosenkranz gebetet, um mich mit einem höheren Wesen zu verbinden. Das habe ich eingestellt. Soll ich heute dafür die Verbindung „zur Wolke“ eintauschen?

Zum Jahreswechsel: Auf zu neuen Ufern!

27.12.2014 at 13:16

Jahreswechsel, Kaija Kantola SchiffWieder geht ein Jahr zu Ende. Ich wünsche allen Leserinnen und Lesern eine gute Fahrt ins neue Jahr. Möget ihr mit euren Sehnsüchten ins Meer stechen und sicher zu neuen Ufern gelangen. Mein Wunsch für das nächste Jahr:

Rosen, Küsse und güldene Worte.

Verbindungen…

03.09.2014 at 8:34

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…sind unsere Leidenschaft, so sagt es ein Werbespruch meines Arbeitgebers Versatel. Und Improvisation ist unsere Stärke, möchte ich als Projektleiter ergänzen, denn improvisiert wird viel bei Versatel.

Professionell ging der Eigentümer KKR mit Versatel um. Der Finanzinvestor verkaufte Versatel Anfang des Monats für 586 Millionen € an United Internet. KKR machte damit in knapp drei Jahren einen hohen Gewin: 2011 zahlte KKR nur 176 Millionen € für Versatel. Ich verstehe mittlerweile, warum Franz Müntefering zu Zeiten der Finanzkrise die Private-Equity-Firmen als Heuschrecken titulierte.

Ein Übergang

19.08.2014 at 13:31

endesommer

 

anfangherbstWenn ich morgens zur Arbeit radle, rieche und sehe ich den Herbst. Das Licht fällt nicht mehr ganz so stark durch die Bäume, früher Nebel liegt über dem Weg. Auf dem Fenstersims steht eine vertrocknete Blume. Es wird Zeit für mich, nach Süden zu ziehen, ich will weiter bis ans Meer.

Zusammen mit den Feldlerchen werde mich auf den Weg nach Südeuropa machen. Wenn ich wieder komme, hacke ich Holz für den Winter.

 

Rot wie die Liebe…

22.07.2014 at 10:24

tomaten

…sind diese Tomaten. Helga U. aus B.C. brachte sie mir vom Markt mit. Diese Tomaten besitzen ein herrliches Aroma und sind Lichtjahre von den holländischen Züchtungen entfernt. Ein Genuss, sie angemacht mit Öl und Aceto Balsamico zu essen, ergänzt mit mit Mozzarella und Basilikum. Dazu ein Stück frisches Brot. Das ist Sommer, der mich an Italien denken lässt.