Rassismus und Sexismus auf dem Wasen

28.09.2016 at 23:52
Das Frauenbild auf dem Wasen

Das Frauenbild auf dem Wasen

Der Cannstatter Volksfestverein e. V. verteilt an die Besucher des Wasen eine Broschüre, in der er hemmungslos mit sexistischen und rassistischen Narrativen spielt.

Unter der Überschrift „Der ultimative Volksfest-Crashkurs“ geben sie bebilderte Tipps, wie das Volksfest reibungslos über die Bühne gehen kann. Um das Niveau der Tipps zu zeigen, hier eine kleine Auswahl. Der Hinweis, es sei eine Glosse, kann nicht dafür herhalten, diese Tipps zu verbreiten.

Eine üble Mischung: Sexismus gepaart mit Rassismus

„Achtung: Ältere Damen im Gouda-Alter (mittelalt, mittelscharf) neigen dazu, Männer betrunken zu machen, um sie sich gefügig zu machen. Erkennbar sind diese weiblichen Wesen daran, dass sie brauner gebrannt sind als dem Göckelesmaier sein gebrutzeltes Federvieh und dass sie knallbunte Hüte mit Federn wie Papuaindianerhäuptlinge tragen.“

Warum sie dazu eine eindeutig als ethnisch erkennbare schwarze Frau (wulstige Lippen, braune Haut) ausgesucht haben, kann man sich nur mit primitivem Alltagsrassismus erklären.

Der Schwarze ist immer gut für Angstgefühle

„Klamotten bitte so wählen, dass man nicht Gefahr läuft, als lebender Geist in einer der Geisterbahnen festgehalten zu werden.“

Auch hier wieder eine eindeutig negride Gestalt. Die Frage aus den fünfziger Jahren „Wer hat Angst vorm schwarzen Mann?“ hat den Zeichner wohl inspiriert. Den Schwarzen findet dieser sicher besonders erschreckend in der Geisterbahn. Ein fest verankerter Rassismus im Alltagsbewusstsein schlägt sich in der Zeichnung nieder.

Freie Fahrt für ungebremsten Sexismus auf dem Wasen

Ein weiteres, besonders krasses Beispiel von Sexismus findet sich auch in dieser „Verhaltensregel“:

„Es sind auf dem Volksfest keine Tiere zugelassen – außer Möpse“

Auf dem Bild ein Mann, der zwei Frauenbüste an der Hundeleine ausführt.

Der Cannstatter Volksfestverein e. V. hat sich damit keinen guten Dienst erwiesen. Wer sich die Zeichnungen und Texte ansehen will, um sich selber ein Bild zu machen, kann sie hier als PDF ansehen (Seite 20 – 21).

Aus der Reihe: “Ein wundersamer Ort”

30.09.2014 at 14:00

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Nun gehen die Grabarbeiten für die Tunnel in Bad Cannstatt los. Gut, dass die Bahn eine fleißige Ratte als Helfer hat.

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Auf dem Wasen muss nach dem Volksfest sicher gründlich aufgeräumt werden!

Aus der Reihe: “Ein wundersamer Ort”

10.06.2014 at 15:44

simenon

Von einer Wand der Hall of Fame schaute mich Kommissar Maigret an. Offensichtlich goutiert er die Zeichnungen, ganz anders als der Polizist, der am liebsten die Buchstaben auseinander schieben möchte.

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Doch alles, was er damit bezweckt ist, dass noch mehr Licht aus der Welt der Buchstaben und Wörter auf den Betrachter fällt.

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Ein Kind betrachtet das alles wiederum mit ganz anderen Augen.

kind

Ob es allerdings diese wunderbaren Buchstaben und Wörter in seinem Alter schon lesen kann, bleibt unbeantwortet.

hello

Aus der Reihe „Ein wundersamer Ort“

19.02.2014 at 9:00

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Ein wundersamer Ort – Hall of Fame

02.01.2014 at 13:30

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Auf meinem Weg zur Arbeit komme ich an den Graffitiflächen der „Hall of Fame“ vorbei und was ich da an Kunstwerken sah und immer wieder neu sehe (regelmäßig grundieren die Sprayer die Flächen für neue Bilder), drängte mich, das zu dokumentieren. Dabei ist der Name für den Blog entstanden: Elsternest. Gleich der diebischen Elster lege ich die hier und da gefundenen Schätze ins (Blog)-Nest. Alle Bilder nun in groß:
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hohesee
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