Günter Guben: Im Doppelpack

08.10.2017 at 20:57
Günter Guben stellt seine neuen Veröffentlichungen vor und das Vocalensemble Exvoco

Günter Guben stellt seine neuen Veröffentlichungen vor und das Vocalensemble Exvoco

 

In vielerlei Hinsicht war das eine Lesung im Doppelpack, die das Urgestein der Stuttgarter Literaturszene Günter Guben am 28. September 2017 in der LesBar der Stadtbibliothek Stuttgart auf die Beine stellte: Günter Guben las aus seinen zwei neuen Büchern, und er trat mit dem Vocalensemble Exvoco auf, das wiederum aus zwei Personen besteht: Hanna Aurbacher und Ewald Liska.

75 Gedichte aus den Jahren 1970-2015 hat Günter für seinen Lyrikband aus seinem enormen Fundus ausgesucht. Es ist ein Querschnitt seiner lyrischen Produktion aus 45 Jahren. Ihm geht es nicht zuletzt um das Heitere im Gedicht, durchaus auch um die erotische Note, um die abgründigen Hintersinnigkeiten und eben um das lustvolle Spiel mit der Sprache, die neben, unter und über unserem alltäglichen Jargon ungeahnte Möglichkeiten des überraschenden Ausdrucks bereit hält.

Veröffentlicht wurde dieser Band in der Reihe »Edition Hammer + Veilchen«. Einen kleinen Einblick lässt er an diesem Abend das zahlreich anwesende Publikum nehmen.

Elefanten auf dem Tisch ...

Elefanten auf dem Tisch …

Auf den Lesetisch hat er einen Holzelefanten gestellt, einen von denen, die bei ihm zu Hause über seinen Schreibtisch laufen. Günter Guben kann sich mit diesem herrlichen Tier identifizieren. Im Eingangsgedicht des Bandes heißt es dazu:

Achtzehn Zeilen Schreibtisch-Glück

Eine Herde Elefanten
zieht über meinen Schreibtisch hin.
Sie eilt auch durch den Kopf.
Von ferne ruft ein Afrika:
Ach du, du armer Tropf!
Spielt dir die Phantasie,
wie häufig, Streiche?
. . .

Oft sind es ganz kurze Situationsbeschreibungen, die so typisch für den Lyriker Guben sind, wie in dem Dreizeiler Das hat auch was:

Tee mit Zitrone,
Milch mit Honig,
Kaffee mit Marlene.

Und immer wieder blitzt der Humor hervor, den dieser, 1938 in Hamburg aufgewachsene, wie selbstverständlich mit dem Publikum teilt, als gäbe es unendlich viel davon. Wer eine seiner legendären Lesungen am Aschermittwoch bei den AnStiftern erlebt hat, kann das gut nachvollziehen.

Die Zusammenarbeit mit dem Vocalensemble Exvoco geht auf seine Zeit als Regisseur beim Hörfunk in Stuttgart zurück. In den achtziger Jahren hat er mit diesem Ensemble Hörspiele für den damaligen SDR produziert. Die beiden Künstler, Hanna Aurbacher und Ewald Liska, haben mit ihren Vokalstücken, sehr häufig aus lautmalerischen Gedichten bestehend, die ganze Welt bereist.

Hanna Aurbacher ist bekannt als Solistin bei internationalen Festivals für alte und neue Musik. Zahlreiche Uraufführungen und Produktionen in allen Medien kennzeichnen ihr künstlerisches Schaffen. Sie ist Mitglied diverser Ensembles, gibt Seminare in Vokaltechnik und Stimmphysiologie und hat als Professorin an der Musikhochschule Stuttgart gewirkt.

Ewald Liska ist Konzert- und Liedsänger und war Kantor in Stuttgart. Nach Promotion und Habilitation in Physik war er Hochschullehrer und in der Industrie tätig. Er gründete EXVOCO, war als Redakteur beim Süddeutschen Rundfunk tätig und traf dort Günter Guben.

Ein Dada-Gedicht wird wie ein Musikstück in Japan verstanden wie auch in den USA. Sie tragen Texte von den großen Dadaisten aber auch von Günter Guben vor:

Weiter Videos der Guben-Gedicht-Rezitationen hier,  hier und hier

Günter Guben präsentiert auf langen Tischen die Farbdrucke seines Kollegen und Galeriefreundes Prof. Klaus Bushoff, der diese für den Band Vom Leben, Lieben und Lottern beigesteuert hat sowie eigene Partituren von visuellen und Lautgedichten. Im dritten Teil des Abends präsentiert Günter Guben einen Ausschnitt aus diesem Band. Hier, auf erotischem Gebiet, zeigt sich noch einmal die Virtuosität des Dichtes, der abseits plumper Anspielungen über Liebe, Sexualität und das Lottern zu schreiben vermag.

Verfügung der Dinge
Reihe »Edition Hammer + Veilchen«
81 Seiten, Preis: 12 €

zu erwerben in jeder Buchhandlung Ihres Vertrauens

Vom Leben, Lieben und Lottern: erotische Texte und Graphiken
Mit Farbcollagen von Prof. Klaus Bushoff
Verlag der Studiengalerie Stuttgart, 2016
76 unpaginierte Seiten in einer Auflage von 100 Exemplaren, Preis 29 €

zu erwerben beim Autor oder über den Verlag

Vers trifft Pinsel

09.07.2017 at 23:23
Moritz Heger

Dichter unter Dichterinnen

 

Am 7. Juli 2017 eröffneten die beiden Künstler Moritz Heger und Christian Lang ihre Ausstellung mit Gedichten und Tuschezeichnungen im Schriftstellerhaus in der Kanalstraße.

Die beiden kennen sich vom Heidehofgymnasium, an dem sie als Lehrer arbeiten. Beide sind ungefähr gleich alt, Moritz Heger ist Jahrgang 1971, Christan Lang Jahrgang 1972. Kollegial arbeiten die beiden auch an diesem Abend zusammen. Während Moritz Heger seine Gedichte vorträgt, projiziert Christian Lang seine – die Gedichte illustrierenden – Zeichnungen an die Wand. Zwei Künste stehen in Beziehung. Es wird deutlich, die Texte von Moritz Heger sind für Christian Lang ein Sprungbrett, um sich auf seine ganz spezielle Art mit dem Gedicht auseinander zu setzen. Dazu bedient er sich der Technik der chinesischen Reibetusche. Zur Illustration dieser These sei das Gedicht Die Rückenschwimmerin sieht den Himmel zitiert:

Stumm auf der letzten halben Bahn
bloß fünfundzwanzig Meter
von der Zeitnahme ließt du
die Schaufelarme sinken

Die Stopuhr los der Strömung
überantwortet glänzt dein Nabel
leicht treibst du Schaumgeburt
als wärs das Tote Meer

Deine Zeit mein Silberfisch
wies auf Weltrecord
die Besten jung die Beeiltesten
sterben just in time

Christian Lang mit Schwimmerin

Christian Lang mit Schwimmerin

 

Die knapp 20 Zuhörerrinnen und Zuhörer leiden unter dem heißen Wetter an diesem Abend. Es sind zum großen Teil Freunde und Kollegen, die den Weg an diesem Juliabend ins Schriftstellerhaus gefunden haben. Die wenigen Regentropfen, die fallen, lassen eher aufatmen, als dass sie ihnen die Laune verderben. Mit einem Glas Wein in der Hand und ein paar Knabbereien werden die gehörten Texte diskutiert.

Der Gedichtband Lichtgrau von Moritz Heger
mit Zeichnungen von Christian Lang ist in der Edition Kanalstraße 4 erschienen.

43 Seiten, Preis 12 €
zu erwerben im Schriftstellerhaus

Drei Frauen – drei starke Stimmen

21.05.2017 at 11:52
Drei Frauen: Claudia Michelsen vor den großen Frauen Else Lasker-Schüler, Bettina von Arnim und Erika Mann

Karoline Eichhorn, Gesine Cukrowski und Claudia Michelsen vor den großen Frauen Else Lasker-Schüler, Bettina von Arnim und Erika Mann

 

Das Projekt Drei Frauen aus Deutschland stellte die Schriftstellerinnen Bettina von Arnim, Else Lasker-Schüler und Erika Mann am 19. Mai 2017 im Theaterhaus in den Mittelpunkt. Es sind die Schauspielerinnen Claudia Michelsen, Gesine Cukrowski und Karoline Eichhorn die diese bedeutenden Schriftstellerinnen aus dem Randfigurendasein einer von Männern beherrschten Welt herausholten. Die Schauspielerinnen erzählten zweihundertjährige Geschichte über die Biografien dieser drei spannenden Frauen.

Bettina von Arnim, die am 4. April 1785 in Frankfurt am Main als Bettina Brentano zur Welt kam, provozierte das bürgerliche und aristokratische Establishment bis zu ihrem Tod am 20. Januar 1859 mit ihren liberalen Gedanken. Ähnlich provozierend waren die Auftritte der großen Lyrikerin Else Lasker-Schüler (1869 – 1945). Und Erika Mann entwickelte sich im Laufe ihres Lebens von einer vergnügungssüchtigen Bohemienne zu einer politisch denkenden, engagierten Frau.

Diese drei Frauen waren lange vor der Frauenbewegung Streiterinnen für ein selbstbestimmtes Leben

Diese drei Frauen waren Vorreiterinnen für ein selbstbestimmtes Leben – ironischerweise: nicht nur für Frauen. Denn wie sagte schon Bettina von Arnim: „Selbstdenken ist der höchste Mut. Wer wagt, selbst zu denken, der wird auch selbst handeln, und wer nicht selbst denkt, nicht aufs freie, uferlose Meer steuert mit seinem Geist, der wird die Gottheit nicht selbst erreichen. Handeln ist Selbstsein. Denn wir bauen selbst den Himmel, sonst kommt er nicht zur Welt.“

Ein schlichtes Bühnenbild lässt das gesprochene Wort erstrahlen

Das schlichte Bühnenbild dieser literarischen Revue zeigt die Portraits auf durchschimmernden Stoff überlebensgroß. Die Schauspielerinnen konnten dahinter sitzend biografische Details der jeweiligen Schriftstellerin lesen. Dann wieder traten sie ins Rampenlicht vor die Portraits und lasen aus den Werken der Frauen, die ihre Zeit mit wachen Augen beobachtet und mitgestaltet haben. Leidenschaftlich gelebte Leben, ineinander verwoben. Claudia Michelsen, Gesine Cukrowski und Karoline Eichhorn liehen den drei Schriftstellerinnen ihre Stimmen und gaben ihnen damit eine Stimme.

Wolf Biermann stellt seine Biografie im Hospitalhof vor

16.05.2017 at 14:16
Wolf Biermann

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In der Reihe „Köpfe der Zeit“ war Wolf Biermann am Sonntag, 14. Mai 2017 im Hospitalhof. Das Literaturhaus Stuttgart richtet diese Veranstaltung im großen Saal aus und dieser war bis auf den letzten Platz besetzt, um dem begnadeten Liedermacher zuzuhören.

Dem Moderator Wieland Backes fällt es an diesem sonnigen Sonntagvormittag sichtlich schwer, das Gespräch mit dem „Erzähler“ Wolf Biermann in durch Moderation eingehegten Bahnen zu halten. Wolf Biermann ist nicht zu bremsen, wenn es darum geht, Geschichten aus seinem schillernden Leben zu erzählen. Sein Ziehsohn Manuel übernimmt die Lesung aus der Biermanns Autobiografie, die der achtzigjährige gerade unter dem Titel Warte nicht auf bessere Zeiten! vorgelegt hat. Die Mutter von Manuel, Brigitte Soubeyran, siedelte mit Manuel als Baby 1958 aus Frankreich in die DDR über, aus politischer Überzeugung und weil es in der DDR aus ihrer Sicht das bessere Theater gab. Am Berliner Ensemble (BE) traf sie einen jungen Regieassistenten. Das war Wolf Biermann. Sie wurden ein Liebespaar, aber auch ein Theaterkunstpaar. 1961 gründeten sie zusammen das Berliner Arbeiter- und Studententheater, das heute noch als Studiotheater der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ bekannt ist. Zu der Zeit war Wolf noch nicht der Biermann. Sie hat ihn zum Liedermachen und Singen ermuntert und auch seinen Bart kreiert, weil sie wollte, dass er ein bisschen so aussieht wie der französische Chansonnier Georges Brassens. Den Bart trägt er heute noch, wenn dieser auch ergraut ist.

Wolf Biermann eine Symbolfigur aus dem zweigeteilten Deutschland

Wolf Biermann zählt zu den großen Symbolfiguren aus der Zeit des zweigeteilten Deutschland. Seine Lieder wurden im Westen zu Hymnen, im Osten waren sie untersagt, ihr Schöpfer wurde mit Auftrittsverboten belegt. Nach einer Konzerttour in den Westen verweigerte ihm das DDR-Regime 1976 die Wiedereinreise.

Aber an diesem Morgen beginnt er mit seiner Zeitreise durch sein bewegtes Leben als kleiner Knirps in Hamburg. Nur von seiner kommunistischen Mutter aufgezogen. Sein Vater saß im Lager, den er dort besuchte und den die Faschisten ermordeten. Sein Ziehsohn liest von dem Feuersturm über Hamburg, den Biermann als Junge erlebte. Er wuchs mit dem Auftrag auf, die Menschheit zu retten, seinen Vater zu rächen und nebenbei den Kommunismus aufzubauen. Und weil er seiner Mutter diesen kleinen Gefallen tun wollte, ging er eben mit sechzehn Jahren 1953 nach Osten und wurde ein DDR-Bürger. Und noch heute meint er darüber, das es das Beste war, was er in seinem ganzen Leben gemacht hat. „Ich musste die Lektion lernen, im Vaterland aller Werktätigen, im Arbeiter- und Bauernparadies wirklich zu leben, und nicht nur als Revolutionstourist mal eben vorbeischnuppern. Und wenn ich das nicht gemacht hätte, wäre ich ja gar nicht der Biermann geworden.“

Schon in der Schule ein Widerspruchsgeist

Wie es ihm dort erging, erfahren wir wieder durch einen kleinen Textauszug: Einige evangelische Jugendliche an seiner Schule in Gadebusch bei Schwerin sollen der „Neuen Gemeinde“ abschwören und er erlebt, wie ein junges Mädchen standhaft für ihren Glauben eintritt. Dieser Widerspruchsgeist, dieser aufrechte Gang, hat ihm sehr imponiert.

In Berlin studierte er zuerst Politische Ökonomie an der Humboldt-Universität (auf Anraten seiner Mutter, die meinte, die Regierung in der DDR bräuchte hier kluge Köpfe). Dieses Studium brach er jedoch ab, um als Regieassistent am Berliner Ensemble tätig zu sein. Danach studierte er bis 1963 an der Humboldt-Universität Philosophie und Mathematik.

Sein Weg als Lyriker und Sänger

Wolf Biermann begann Gedichte und Lieder zu schreiben. 1961 gründete er in Ost-Berlin das Berliner Arbeiter-Theater. Seine Inszenierung des Stückes Berliner Brautgang, wurde verboten, das Thema Mauerbau war zu brisant und noch vor der Premiere 1963 musste das Theater geschlossen werden. Seit dieser Zeit stand er immerzu unter Beobachtung der STASI. Wie die ihn überwachten, beschreibt er in eindrucksvollen Bildern.

1976 wird Biermann von der IG Metall zu einer Konzertreise in die Bundesrepublik Deutschland eingeladen, wofür ihm die Behörden der DDR eine Reisegenehmigung erteilten. Dieses Konzert diente dem Politbüro der SED als Vorwand für die Ausbürgerung „wegen grober Verletzung der staatsbürgerlichen Pflichten“. Eine breite Solidaritätskampagne setzte daraufhin für ihn ein. Viele, auch prominente Personen, in Ost und West protestierten gegen Biermanns Ausbürgerung. Zwölf namhafte DDR-Schriftsteller, unterzeichneten einen von Stephan Hermlin initiierten offenen Brief an die DDR-Führung, in dem sie an diese appellierten, die Ausbürgerung Biermanns zurückzunehmen. Es half nichts.

Wolf Biermann bricht spät mit dem Kommunismus

Sein Bruch mit dem Kommunismus kam jedoch erst viele später. Er wollte die Idee, für die sein Vater und so viele Genossen in den Tod gegangen sind, nicht verraten. Erst die Begegnung mit dem Schriftsteller, Sozialpsychologen und Philosophen Manès Sperber in Paris, brachte ihn zu dem Schritt mit dem Kommunismus zu brechen. Sperber hatte ihm „wie ein guter Zahnarzt mit Betäubungsspritze den kommunistischen Backenzahn gezogen, der schon vergammelt war“, wie Biermann beschreibt. „Er hat mich ermutigt, den Bruch zu wagen, ohne meinen toten Vater zu ermorden. Endlich begriff ich im Herzen, was ich im Kopf schon wusste.“

Was ist für Wolf Biermann an die Stelle der kommunistischen Idee getreten, fragt man sich und es scheint diese „hoffnungslose Hoffnung auf die Vernunft des Menschen“ zu sein, lautet seine Antwort. Sein Leben fasst er zum Schluss in dem Gedicht Bilanzballade im achtzigsten Jahr aus seinem neuen Band Im Bernstein der Balladen: Lieder und Gedichte zusammen. Damit schließt sich der Kreis zu seinem Gedicht „An die alten Genossen“, mit dem er die Funktionäre der SED in der Ost-Berliner Akademie der Künste am 11. Dezember 1962 aufgebracht hatte. (Einspielung siehe hier.)

Warte nicht auf bessere Zeiten!
Die Autobiografie

576 Seiten, geb. mit Schutzumschlag
Propyläen Verlag, Preis 28,00 €

Zu erwerben in jeder Buchhandlung Ihres Vertrauens

Max Goldt mit neuen Texten im Merlin

29.04.2017 at 10:25
Max Goldt im Merlin

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Es ist immer ein Genuss, Max Goldt bei einer Lesung zu erleben, auch am 23. April 2017 im Kulturzentrum Merlin. Nur ein Mikrofon  und eine große Karaffe mit Wasser. Mehr braucht dieser Wortminimalist nicht, um bei seiner Lesung Funken aus seinen Texten zu schlagen.  Er beherrscht die Kunst der absichtsvollen Ab- und Ausschweifung, das lässige Lustwandeln von Pontius zu Pilatus wie kaum ein anderer. Gerade hat er den Sammelband Lippen abwischen und lächeln – Die prachtvollsten Texte 2003 bis 2014 im Rowohlt Verlag veröffentlicht aus dem er liest. Doch er greift auch auf einige ältere Texte zurück. Seine kurzen Prosaminiaturen sind voller Witz und Humor und beschreiben Alltagssituationen aufs trefflichste.

Max Goldt legt nach etwa einer Stunde eine Pause ein. Damit die Zuhörer sehen, dass sie sich anschließend im zweiten Teil der Lesung befinden, weist Max Goldt darauf hin, dass er nun mit Brille liest. Der Qualität der Texte tut das keinen Abbruch.