Der Lichtzauberer Günter Guben

29.04.2017 at 11:57
Günter Guben erklärt seine Fototechnik

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Detalliert erklärt Günter Guben bei der Eröffnung seiner Ausstellung „Graphein – Panta Rhei“ wie er bei den Aufnahmen dieser Lichtbilder vorgegangen ist.

Ein Streichertrio hatte die Vernissage am 28. April 2017 um 20 Uhr in der Galerie InterArt musikalisch eröffnet. Die drei Ausstellungsräume der Galerie sind bis auf den letzten Platz besetzt. Günter Guben ist ein gern gesehener Gast in der InterArt. Länge Zeit hat er im Vorstand des Trägervereins gearbeitet.

Günter Guben ist nicht nur Fotograf und Zeichner sondern auch Schriftsteller. Er liest einen seiner sehr dichten und humorvollen Texte. Diese handelt von der Verwandlung einer Fotografie und dem Verlust der als real angenommenen Wirklichkeit. Damit erweitert er seine fotografischen Kunstwerke aufs Vortrefflichste.

Mit Licht gemalt

Mit Licht gemalt

Die Ausstellung ist bis zum 27. Mai 2017 zu sehen, jeweils Mi, Do, Fr, von 16 – 19 Uhr und Samstags von 12 – 18 Uhr.

Vernissage zur Ausstellung „Wie wir sie sahen“

20.02.2017 at 22:34
Günter Guben und Michael Seehoff

Wir hatten unseren Spaß! Foto: © Tatjana Seehoff

 

Am 16. Februar eröffneten Günter Guben und Michael Seehoff ihre Ausstellung „Wie wir sie sahen“ im Schriftstellerhaus. Das kleine Haus in der Kanalstraße 4 war erwartungsgemäß sehr voll. Bei Sekt und Knabber-Snacks konnten die Gäste die ausgestellten Bilder bewundern.

Michael Seehoff führte in seiner Eröffnungsrede aus, wie er über seinen Blog zur Fotodokumentation von Schriftstellern in Stuttgart gekommen ist. Alle seine Werke präsentiert er in Schwarz/Weiß.

Ein Foto hält den Augenblick fest

Günter Guben verwies in seinen Ausführungen auf den Umstand, das gute Fotos Geschichten erzählen und zu Geschichten werden. Das passt zum Anspruch des Schriftstellerhauses, dem Hort mannigfaltiger Geschichten. Wie der Schriftsteller ist auch der Fotograf verantwortlich für die Ethik seines Tuns. Dabei kann er wählen zwischen Wahrheit, Zynismus, Lauterkeit, Übertreibung, Zurückhaltung, Anteilnahme, Ablehnung und anderen Möglichkeiten. Doch immer sollte er der Wahrhaftigkeit verpflichtet sein. Im Gegensatz zum Text entscheidet sich beim Foto innerhalb eines Bruchteils einer Sekunde, wie eine Persönlichkeit dargestellt und ihre Geschichte erzählt wird.

Diese Geschichten konnten die Besucherinnen und Besucher an diesem Abend in den Bildern entdecken. Alle anderen haben Gelegenheit, die Fotos noch bis zum 13. April 2017 zu betrachten. Geöffnet ist die Ausstellung Montags bis Donnerstags von 14-18 Uhr.

Wie wir sie sahen

21.01.2017 at 19:31
Günter Guben von mir gesehen

Günter Guben von mir gesehen

 

Herzlich lade ich zur Vernissage der Fotoausstellung „Wie wir sie sahen“ im Schriftstellerhaus ein.

Donnerstag, 16. Februar 2017 von 19:30 – 21:00 Uhr
Adresse des Stuttgarter Schriftstellerhauses: Kanalstraße 4, Stuttgart

Die Ausstellung ist eine Hommage an lebende und tote Kolleginnen und Kollegen, die mit unserem Haus eng verbunden waren und sind. Die Foto-Dokumente stammen von Günter Guben und mir.

Wir spannen den Bogen von Werner Dürrson bis Karlhans Frank, von Katja Hajek bis Peter O. Chotjewitz von Jaroslav Rudiš über Walle Sayer bis Judith Schalansky. Wir zeigen die Portraits von Schriftstellerinnen und Schriftstellern und Szenen um das Leben im Haus. Die Ausstellung ist vom 17. Februar bis zum 13. April 2017 zu sehen.

Video: © Hans M. Thill

Das Hörspiel zu „Der Hals der Giraffe“

23.05.2015 at 16:38
Günter Guben im Gespräch mit Astrid Braun zum Hörspiel

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Zum Abschluss des Lesefestes „Stuttgart liest ein Buch“ wurde im Max-Bense-Saal der Stadtbibliothek die Hörspielfassung des Romans von Judith Schalansky eingespielt. In der Hauptrolle der Inge Lohmark brilliert die Schauspielerin Corinna Harfouch. Die 74minütige Fassung des Romans bildet ihn in seinen wesentlichen Aussagen gut ab. Unter der Regie von Beate Andres, die auch die Bearbeitung vorgenommen hat, sind neben Corinna Harfouch Jürg Löw als Direktor Kattner zu hören. Leider hatte die eingeladene Regisseurin Beate Andres kurzfristig ihre Teilnahme an der anschließenden Diskussion über die Hörspielbearbeitung aus persönlichen Gründen absagen müssen. Die Projektleiterin des Lesefestes „Stuttgart liest ein Buch“, Astrid Braun, sprang für sie ein.

Ein Hörspiel ist immer die Interpretation der Romanvorlage

Günter Guben im Gespräch mit Astrid Braun zum Hörspiel

Günter Guben im Gespräch mit Astrid Braun

Günter Guben, langjähriger Vorsitzender des Schriftstellerhauses und ehemaliger Regisseur beim SWR, analysierte die Adaption des Romans für das Hörspiel. Er berichtete über die veränderten Produktionsbedingungen, die heute bei der Erstellung eines Hörspiels herrschen. Die veranschlagte Zeit für eine Produktion sei gegenüber seiner aktiven Zeit deutlich nach unten korrigiert worden. Das hat zur Folge, dass die Sprecher nicht immer alle zusammen bei der Produktion anwesend seien. Kompromisse bei der Aufzeichnung seien dadurch unabdingbar. Nicht alle dramaturgischen Ausprägungen fanden seine Zustimmung, z.B. hat ihn die Einspielung der Musik an verschiedenen Stellen gestört. Die Regisseurin hätte ihm sicher eine profunde Begründung für diesen Einsatz der Musik geben können. Insgesamt, so meinte der ehemalige Regisseur Günter Guben, habe die Hörspielfassung ihm besser gefallen als der Roman selbst. Das ist ein großes Lob an die Arbeit des SWR als Produzent dieses Hörspiels.

Gewinner der Buchpakete bei der Hörspiel Präsentation

Die glücklichen Gewinner der Buchpakete mit Astrid Braun und Günter Guben

Die Besucher und Besucherinnen der Veranstaltung hatte die Gelegenheit, an der Verlosung dreier Buchpakete im Wert von je 150 € teilzunehmen, die der Suhrkamp Verlag für die Veranstaltungsreihe gespendet hatte. Günter Guben spielte die gute Fee und zog aus den abgegebenen Zettelen die glücklichen Gewinnerinnen und den glücklichen Gewinner. An dieser Stelle muss erwähnt werden, dass ohne Sponsoren ein solches Programm nicht hätte durchgeführt werden können. Deshalb ist allen zu danken, die dieses Lesefest ermöglicht haben, das mit der Aufführung des Hörspiels am 22. Mai zuende ging, an der Stelle, an der es auch begonnen hatte.

Günter Guben und der gedoppelter Humor

21.02.2015 at 16:48
guben_naegele

Günter Guben und Olaf Nägele am Faschingsdienstag in der Galerie InterArt

 

Wieder veranstaltete Günter Guben seine legendäre Faschingsdienstagslesung. In diesem Jahr fand sie unter dem Titel „Narrenlob und Fettzugabe“ in der Galerie InterArt statt. Er hatte Olaf Nägele dazu eingeladen. Beide kommen aus Esslingen und kennen sich seit langem. Günter Guben las aus seinem großen Repertoire von Alltagsbeobachtungen. Er versteht es, Begebenheiten wie unter einem Brennglas zu fokussieren und so die Absurditäten des Alltags aufscheinen zu lassen. In seiner ihm eigenen, humorvollen Art las er seine Texte. Seinen Hut, ohne den man ihn sonst nie sieht, hatte er gegen einen stattlichen Zylinder ausgetauscht, der ihm einen gravitätischen Anstrich verlieh.

Olaf Nägele stellte seine Texte in ganz anderem Duktus vor. In einem mit Reißverschlüssen übersäten Jackett und mit Schiebermütze bekleidet, machte er einen verschmitzt verschlagenen Eindruck, erzählte vom schwäbischen Alltag und las im Plauderton seine Texte, ein nahtloser Übergang. Betrachtungen über seine Mitmenschen, ihre Dialoge und Redewendungen, die er in schwäbischem Dialekt vortrug. Seine Texte liegen alle in gedruckter Form vor, sie sind im Silberburg-Verlag erschienen. Olaf Nägele betreibt in Esslingen eine Werbeagentur. Dort drechselt er Texte für seine Auftraggeber.

Im Anschluss an die Lesung luden die beiden in die Taverne Odyssia im Bohnenviertel ein. Ein gelungener Ausklang für einen humorvollen Abend.

Mit dem Rücken zur Luft …

20.11.2014 at 20:02
stössel_1

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… saß am 18. November Jürgen-Peter Stössel im Schriftstellerhaus und las aus seinem neuen Gedichtband gleichnamigen Titels. Günter Guben wollte die Einführung und die Moderation an diesem Abend machen. Allerdings war Usch Pfaffinger schneller: Noch bevor G. Guben das Wort ergreifen konnte, las sie zu Beginn ein paar Gedichte des Gastes aus diversen Bänden des Schriftstellerhaus-Almanachs in denen Jürgen-Peter Stössel vertreten ist. Das ist ein gutes Beispiel für das Engagement der Mitglieder des Schriftstellerhauses und für die weiten Diskussionsräume, die dieses kleine Haus in der Kanalstraße 4 bietet. Günter Guben kennt den Autor von gemeinsamen Veröffentlichungen und stellte ihn einfühlsam vor. In seiner ausführlichen Würdigung ging Günter auf das literarische Wirken des Autors ein. Von 1972 bis 1977 gab Jürgen-Peter Stössel zusammen mit namhaften Autoren (u. a. Uwe Timm) die Zeitschrift “Literarische Hefte” heraus und wirkte in der “Wortgruppe München” mit.

stössel_2Der neue Band des 1939 geborenen, heute in Freiburg lebenden Autors, ist in diesem Jahr im Drey-Verlag erschienen. Er vereint Gedichte aus den Jahren 2009 – 2014. Der Fünfundsiebzigjährige hat sich geistig nicht zur Ruhe gesetzt. Heute schreibt er überwiegend Lyrik. Er trat in der Vergangenheit hervor als Prosaist, Essayist und Wissenschaftsjournalist: Stössel arbeitete bis zu seiner Pensionierung als Veterinärmediziner.

Seinem Band stellte er ein Zitat von René Char voran: „Ein Dichter muss Spuren seiner Durchreise hinterlassen, keine Beweise“. Das Titelbild zeigt sehr schön, wie Stössel sein Themen umkreist, luftig, verspielt, ohne jede einen Zirkel zu benutzen. Besonders hat mir das Gedicht „Selbstporträt mit Kopfbahnhof“ gefallen. Darin der Kopfbahnhof in Form einer Märklin-Anlage. Mit der Eisenbahn verkürzten sich die Kinder das Warten auf das Weihnachtsfest. Seine Eltern besaßen bis zur Ausbombung ihrer Wohnung ein Modell des Stuttgarter Hauptbahnhofes, allerdings ohne die typischen Seitenflügel, die auch heute nicht mehr stehen, der Idee eines Durchgangsbahnhofs zum Opfer gefallen.

Sein Lieblingsgedicht in diesem Band ist „Kopf Weiden“, es ist auf dem folgenden Video aufgezeichnet (ab 3:50).

Im zweiten Video liest Jürgen-Peter Stössel das auf der Rückseite seines Bandes abgedruckte Gedicht „Wanderer“.

stössel_3Mit dem Rücken zur Luft
101 Seiten, gebunden, mit Schutzumschlag
Drey-Verlag, 17 €
zu erwerben in jeder Buchhandlung Ihres Vertrauens

Lesung: „stuttgartnacht 2014“

01.10.2014 at 14:59
lesende

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Anlässlich der stuttgartnacht 2014 lese ich am 18. Oktober zusammen mit Olivia Wallner, Monika Lange-Tetzlaff & Robert Tetzlaff, Günter Guben und Hans Martin Thill in der Buchhandlung Buch und Plakat.

19 Uhr            Die 10. Muse- Unsinns-Poesie vom Feinsten!
Olivia Wallner präsentiert als die 10. Muse ein Sammelsurium an gereimten Ungereimtheiten, unsinnigem Widersinn und anderem netten Unsinn.

20 Uhr            Von der Wahrheit bis zum Wahn
Der Schriftsteller, Maler und Photograph Günter Guben liest eigene Texte, die mit der Wahrheit beginnen und bis zum Wahn gehen

21 Uhr            Texte INARBEIT
Michael Seehoff, Blogger und Mitglied im Schriftstellerhaus, liest eigene Prosatexte und Impressionen aus Irland in lyrischer Form. Einen Blick in seine Textwerkstatt gewährt der Autor auf seiner Homepage.

22 Uhr              Hans Martin Thill liest
Hans Martin Thill, Amateurschauspieler und Mitglied im Schriftstellerhaus Stuttgart, liest eine eigene Kurzgeschichte aus der Theaterwelt sowie einen ironischen Text aus dem Krankenhausalltag.

23 Uhr            Vom Küssen, Lieben und Muscheln
Monika Lange-Tetzlaff und Robert Tetzlaff lesen erotische und frivole Gedichte von Celander bis Tucholsky

Dauer der einzelnen Programmpunkte: ca. 20 Minuten.

Parallel dazu bietet Buch&Plakat jeweils um 19 Uhr, 20 Uhr, 21 Uhr und 22 Uhr einen Quartiersspaziergang an:
„Vom guten Essen und Trinken im Bohnenviertel“

Robert Tetzlaff führt durchs Bohnenviertel und stellt jeweils unterschiedliche Lokale/Kneipen und ihre kurzweilige Geschichte vor. Anhand der „Lokalgeschichten“ wird auch ein Stückchen Stadtgeschichte lebendig und regt zu eigenen Entdeckungen im Quartier an
Dauer: ca. 20 bis 30 Minuten

Treffpunkt: vor dem Laden von Buch & Plakat, Wagnerstr. 43, 70182 Stuttgart (Bohnenviertel)

Buch & Plakat – Antiquariat ist mehr als ein Antiquariat, versteht sich als Treffpunkt für Kulturinteressierte und Leseratten, bieten Vorträge und Stadtspaziergänge zu unterschiedlichsten Themen an. Dabei steht das Bohnenviertel, ein Kleinod Stuttgarts, im Mittelpunkt.

Platz da für alle!

09.03.2014 at 21:55

gubenFaschingsdienstag – Der Anstifter Günter Guben lud wieder ein, las aus seinen humoristisch, ironische Texten. Letztes Jahr war es im Hegelhaus so voll, dass der „Hausherr“ Frank Ackermann viele Besucher abweisen musste. Mehr als 35 Personen lässt die Feuerwehr nicht in den gemütlichen Denkerkeller hinein, in dem die Anstifter regelmäßig über Philosophie nachdenken. Diese Jahr konnte Günter Guben im Haus der Humanisten Baden-Württembergs lesen, eine gute Adresse für die geistigen Regungen jeder Art.

Günter Guben ist Autor, Maler, Zeichner und Photograph, arbeitete bis 2003 hauptberuflich als Regisseur im Kulturbereich des Südwestrundfunks in Stuttgart, von 2004-2010 leitete er das  Stuttgarter Schriftstellerhaus. Günter Guben ist ein Meister der kurzen, pointierten Form, oft kommen seine Texte in reiner Dialogform daher. An diesem Abend las er neben vielen Situationstexten wieder von Kippstein, seinem Alter Ego.  Schreibanlässe findet er selbst auf Langspielplatten, so z. B.  der von Langspielplatte von Joseph Beuys, deren A-Seite nur aus dem Wort „Ja“, die Rückseite nur aus dem Wort „Nein“ besteht. Wie er dieses Gegensatzpaar auflöst, lässt einen unwillkürlich schmunzeln.

Begleitet wurde er von dem bekannten Jazz-Pianisten Patrick Babelaar. Dem stand ein Flügel in dem herrschaftlichen Saal zur Verfügung und das war auch gut so. Auf dem konnte er im wahrsten Sinne des Wortes aus dem Vollen schöpfen:

Aus den Tiefen seiner Bassläufe ließ er die Melodien heraufsprudeln, dass mir die Ohren klingelten und mein Atem stockte. Auch er heiter-verspielt in seiner Darbietung, die gut zum Datum, Faschingsdienstag passte.

Zum Ausklang des Abends lud der Hausherr, Andreas Henschel, Geschäftsführer des Württemberger Verbandes, zu einem Glas Wein und Faschingsküchle ein, bot Raum für persönliche Gespräche mit dem Autor und den vielen Gästen.