PENG! – Und aus!

09.12.2019 at 0:54
Tanja Roth, Sivija Hinzmann, Martina Friess und Rudolf Georg (v. l. n. r.)

Tanja Roth, Sivija Hinzmann, Martina Friess und Rudolf Georg (v. l. n. r.)

 

Die Stadtteilbücherei Bad Cannstatt ließ am 4. Dezember 2019 zehn Autorinnen und Autoren der Krimivereinigung „Syndikat e. V.“ in ihren Räumen Ausschnitte aus ihren aktuellen Krimis lesen.  Alle Autorinnen und Autoren lasen an diesem Abend unentgeldlich.

Das Publikum fungiert an diesem Abend als „Schiedsrichter“, hat die Hoheit über die Länge der einzelnen Lesungen. Nach 6 Minuten hält der Moderator eine Karte mit dem Wort „PENG!“ hoch, das Publikum unterbricht mit lautem Rufen die Lesung. So hat jeder die gleichen Bedingungen, das Publikum mit einem Ausschnitt aus seinem Krimi in den Bann zu schlagen.

Musikalisch wird der Abend von der Gruppe Tristan Vox umrahmt. Chansonhaft-folkig kommt ihre Musik daher. Sie hat einen melancholisch verträumten Charme und erinnert an das Songwriting von Gisbert zu Knyphausen mit ihren feingewobenen deutschsprachigen Texten. Sie spielen an diesem Abend mit Gitarre (Frank Wild, auch Gesang und Komposition), Keybord (Andrea Klauke) und Bass (Franco Vuono).

Tristan Vox

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Julia Hofelich

Julia Hofelich

Julia Hofelich, im Hauptberuf Rechtsanwältin, eröffnet den Reigen. Ihre Protagonistin, Linn Geller, ist ebenfalls Rechtsanwältin.
Grace Riccardi ist wild entschlossen, den Mord an ihrem Ehemann zu gestehen – ein gefundenes Fressen für den Staatsanwalt. Linn findet jedoch bei genauerem Hinsehen Hinweise auf die Unschuld ihrer Mandantin. Aber warum sollte eine Unschuldige freiwillig ins Gefängnis gehen? Oder ist Grace Riccardi doch die Mörderin? Linn beginnt auf eigene Faust zu ermitteln, nicht ahnend, wie nahe sie dem Bösen kommen wird und dass sie selber von der Jägerin zur Gejagten wird.
Ein konventionell erzählter Krimi, der in Cornwall spielt, erschienen im Bastei Lübbe Verlag.

Dorothea Böhme

Dorothea Böhme

Dorothea Böhme, geboren 1980, zieht es immer wieder in die weite Welt hinaus: Italien, Ungarn und Ecuador waren Stationen in ihrem Leben. Sie lebt inzwischen in Stuttgart. Hier schreibt sie Lokalkrimis, ist Mitglied der Mörderischen Schwestern und ist seit zwei Jahren auch regelmäßig bei der Lesebühne Get Shorties dabei.

An diesem Abend liest sie eine Krimalerzählung, die sie in der Anthologie „Wortreich“ veröffentlicht hat. Paula Schmidt, eine Privatdetektivin, steht im Mittelpunkt der Geschichte. Leider folgt sie nicht dem Imperativ „Show, don’t tell“ in ihrer Story, die trotz eines lakonischen und gewollt witzigen Stils in der Beschreibung von Stereotypen verhaftet bleibt.

Kai Bliesener

Kai Bliesener

Der Weinstädter Autor Kai Bliesinger liest eine Passage aus seinem dritte Politkrimi Das Brandt Attentat, der erst in den nächsten Tagen erscheinen wird. Ein Thema, dass durch den Aufstieg der AfD und dem zunehmenden Rechtsterrorismus wieder aktuell wird:

Willi Brandt will mit einem Wandel durch Annäherung für eine Entspannung im Kalten Krieg und eine Annäherung der Systeme den Boden bereiten. Doch insbesondere die alten Kader, die sich in Politik und Wirtschaft nach dem Krieg schnell wieder etabliert haben, sehen diese Politik als falsch an. Vor diesem Hintergrund wird der ehemalige Geheimagent Carl Janson von der Organisation beauftragt, ein angeblich von rechten Gruppierungen geplantes Attentat auf Willy Brandt zu verhindern, die die noch junge Republik deutlich nach rechts rücken wollen.

Ulrike Blatter

Ulrike Blatter

Ulrike Platter nimmt ihre Situation als Krimiautorin in den Blick und liest einen Text, der sich um das Schreibens eines Krimis dreht. Dabei lässt sie dem Leser / Zuhörer Raum für seine eigenen Bilder und Gedanken. Sie ist quasi vom Fach, denn sie ist promovierte Rechtsmedizinerin.

Jochen Bender

Jochen Bender

Eine gut erzählte Wolfsgeschichte liest Jochen Bender. Sie ist im September bei Oertel u. Spörer in der Reihe „Schwabenkrimi“ erschienen: Auf der Alb wird die blutig zerfetzte Leiche eines Wanderers gefunden. Handelt es sich um das erste menschliche Wolfsopfer seit über hundertfünfzig Jahren? Wegen der politischen Brisanz werden die Kommissare Jens Hurlebaus und Bianca Walter aus Stuttgart angefordert. Ein Fall, der sich an die aktuellen Diskussionen zwischen Naturschützern und Schäfern in Baden Württemberg anlehnt.

Die in Kroatien geborene Silvija Hinzmann hat jahrelang für die Justizbehörden als Dolmetscherin gearbeitet und hat sich ein profundes Wissen über den Strafvollzug erworben, das sie in ihre Krimis einfließen lässt. Leider ist ihr Kurzkrimi Der dritte Mann aus der Anthologie Gesiebte Luft sehr konventionell erzählt. Sie lässt dem Leser wenig Raum für eigenen Vorstellungen, indem sie alles minutiös erzählt. Erschienen ist die Anthologie im Tübinger Silberburgverlag

Der Moderator des Abends, Rudolf Georg, ist selber Krimiautor. In seinem Brotberuf als Rechtsanwalt kommt er immer wieder mit dem Gesetz in Berührung. Er hat eine ganze Reihe rechtswissenschaftlicher Bücher und Aufsätzen veröffentlicht. Heute Abend liest er aus seinem ersten Kriminalroman, im Gemeiner Verlag erschienen, Sünde des Schweigens.
Während eines abenteuerlichen Urlaubs in Mali geraten Margarete Schönfelder, Tochter eines schwäbischen Unternehmers, und ihr Ehemann Erich in Geiselhaft. Er kommt frei, sie stirbt. Als der junge Anwalt Dr. Jean-Jacques „Joja“ Seltenreich den Ehemann in einer Verwaltungsrechtssache vertritt, keimt in ihm ein ungeheuerlicher Verdacht auf. Wie aber soll sich ein Anwalt nun zwischen der ihm vom Gesetz auferlegten Schweigepflicht und seinem Gewissen entscheiden? Die Lösung ist gefährlich, denn sein Gegenspieler ist nicht zimperlich. Leider ist auch bei diesem Autor die Zeit von sechs Minuten zu kurz, um den ganzen Krimi zu erfassen.

Martina Fiess studierte Kunstgeschichte, Philosophie und Politikwissenschaften in Würzburg und Stuttgart, promovierte 1997 über Wassily Kandinsky. Heute ist sie als Autorin und Buch-Coach tätig. Sie hat zahlreiche Krimi-Erzählungen und sechs Romane veröffentlicht. Als Co-Herausgeberin veröffentlichte Martina Fiess zwei Anthologien mit Weinkrimis. Einen Krimi aus diesen Anthologien liest sie an diesem Abend.

Jürgen Frech

Jürgen Frech

Jochen Frech liest aus seinem packenden Kriminalroman, der im winterlichen Stauferland spielt. Ein unbekannte Mann wurde im Göppinger Stauferbrunnen ertränkt. Es gibt keine Zeugen, und die wenigen Spuren führen in eine Sackgasse. Dann wird ein zweiter Toter gefunden …
SEK Ermittler Moritz Kepplinger nimmt den Fall auf. Spannend erzählt von einem, der die Polizeiarbeit aus eigener Anschauung kennt. Fünf Jahre lang war er beim SEK der Polizei des Landes Baden-Württemberg. Nach einem anschließenden Studium an der Hochschule der Polizei und seiner Tätigkeit als Fachlehrer bei der Bereitschaftspolizei leitet Frech seit 2009 die Sportbildungsstätte der Polizei des Landes Baden-Württemberg.

Als letzte Autorin dieses Abends liest Tanja Roth aus ihrem in diesem Jahr im Silberburgverlag erschienenen Kriminalroman Die geschenkte Sau.
Der Gastronom und Großgrundbesitzer Gerhard Beitle macht als Leiche kein schönes Bild. Der Fundort und der Zustand des Toten lassen zuerst an einen Ritualmord denken, aber die Esslinger Kriminalkommissarin Katharina Bundschuh und ihr Kollege Samuel Schroth merken bald, dass der Filz aus Politik, Wirtschaft und lokaler Polizei auf den Fildern etwas ganz anderes versteckt..

Das Umfeld kennt Tanja Roth, hat sie doch eine Ausbildung in der Gastronomie gemacht, bevor sie in Schwäbisch Gmünd Kommunikationsdesign studierte.

Als der letzte Schuss gefallen und die letzte Leiche weggeräumt ist, können die Zuhörer am üppigen Büchertisch die Bücher erwerben, deren Auszüge sie eben gehört haben und bei einem Glas Wein mit den Autorinnen und Autoren über ihre Geschichten plaudern.

band2 Jahreslesung 2019

12.10.2019 at 23:31

 

Am 10. Oktober 2019 war die Schreibgruppe band2 zu Gast in der Stadtbibliothek Bad Cannstatt. Fünf Autorinnen und zwei Autoren stellten ihre Texte vor, die im letzten Jahr entstanden sind. band2 ist eine offene Autoren-Gemeinschaft für alle Genres – ob Kurzgeschichten, Essays, Romane oder Lyrik. Die Faszination fürs Schreiben steht im Mittelpunkt. Die Gruppe ist im Schriftstellerhaus beheimatet.

Für die diesjährige Lesung hat die Gruppe das Motto Nur euer Bestes ausgewählt, um die Bandbreite der literarischen Möglichkeiten auszuloten. Das geht von heiter über nachdenklich, skurril bis fantastisch. Die Lyrikerin Sarah Dressler führt durch den Abend. Die Lesungen werden musikalisch begleitet durch Michael Reisser an der akustischen Gitarre.

Für die Zuhörer ist es hilfreich, dass die Gedichte mittels eines Beamers auf eine große Leinwand projektiert werden. So kann der Zuhörer sich intensiver in das Gedicht vertiefen. Schön, wie Peter Schmidt in seinem Text Ross und Reiter die Auseinandersetzung des Autors mit seiner von ihm entworfenen Figur in einer lebendigen Diskussion veranschaulicht.

Claudia Sturzberg geht in ihrem Prosatext auf das Smart Home ein und schildert, was sich daraus alles ergeben kann, wenn die Technik nicht so will, wie der Mensch es will.

Margot Cornely  zeichnet sich durch einen sehr lebhaften Vortragsstil aus. Der Text behandelt den kleinen, geschlossenen Kosmos einer Schule.

Hans Martin Thill liest seinen erst in diesem Jahr entstandenen Text Schmittmann. Lange hatte ich mit ihm über den Text diskutiert. Die nun vorgetragene Fassung fängt sehr stimmig die Situation eines Frauenhelden ein, ganz aus der Sicht einer Frau geschrieben.

Es ist schön, dass die Leiterin der Stadtteilbibliothek, Alexandra Kirchner, mit ihrem Team eine solche Veranstaltung der lokalen Literaturszene möglich macht. Man kann auf die nächste Jahreslesung der Gruppe, die sich regelmäßig im Schriftstellerhaus trifft, gespannt sein. Einmal im Monat findet im Schriftstellerhaus auch eine öffentliche Diskussion neuer, noch nicht veröffentlichter Texte im Rahmen von Forum der Autoren statt. Am 7. November stellt die Gruppe Wortrose ihre Texte zur Diskussion.

Christine Lehmann in der zweiten Welt

22.03.2019 at 14:30
Stephan Raab und Christine Lehmann in der Stadtteilbibliothek Bad Cannstatt

Stephan Raab und Christine Lehmann in der Stadtteilbibliothek Bad Cannstatt

 

Die Stuttgarter Kriminächte feiern ihr 10jähriges Bestehen. Schön, dass die Stuttgarter Autorin Christine Lehmann mit ihrem neuen Krimi eingeladen wurde. Sie las am 20. März 2019 aus ihrem brandneuen Roman Die zweite Welt in der kleinen, feinen Stadtteilbibliothek in Bad Cannstatt. Diese Stadtteilbibliothek in der Überkinger Straße war schon häufig Kooperationspartner der Stuttgarter Kriminächte.

Moderator und Autorin harmonieren

Der Theaterregisseur Stephan Raab vom Vorstand der Stuttgarter Kriminächte hält mit seiner Begeisterung für den Roman nicht hinter dem Berg, seine Moderation ist geprägt von großer Sympathie für die Autorin. Bescheiden tritt er auf und lässt somit das übliche Mann-Frau-Gefälle hinter sich. Sehr angebracht bei eine Autorin, die sich in Sachen Feminismus exzellent auskennt und ihrer Protagonistin Lisa Nerz einen explizit feministischen Background auf den Leib geschrieben hat und das nun schon in dreizehn Lisa-Nerz-Romanen. Christine Lehmann arbeitete jahrzehntelang als Nachrichten- und Aktuellredakteurin beim SWR. In ihrem neuen Roman bringt der Sender die Geschichte ins Rollen:

Aus dem Radio kommt schon in den Morgenstunden allerlei Wissenswertes zum Thema Feminismus. Was die Sender nicht ausstrahlen, sind die eingehenden Drohanrufe:
„Der Ehrenmann handelt. Schluss mit dem Feminazen-Terror. Ich will heute keine von euch Schlampen auf der Straße sehen“.
Das hat Sally mitgeschrieben, Lisa Nerz’ alte Freundin, die im SWR-Studio am Frauentag Telefondienst macht. Die Wortwahl gemahnt an die Propaganda der PGM, der Partei des gesunden Menschenverstandes, die sich gern über Einwanderung, Genderfragen, die Bedrohung der Familie und die Verkrüppelung der Muttersprache ereifert. Mit Unbehagen erinnert sich Lisa, von den Unfren gehört zu haben, „unfreiwillig enthaltsame“ Männer, die im Internet ihren Frust zelebrieren und sich in Frauenhass hineinsteigern.

Christine Lehmann nutzt die Tageszeiten als Strukturelement

Christine Lehmanns Protagonistin Lisa Nerz hat auch in diesem Roman wieder alle Hände voll zu tun. Der Roman spielt an nur einem Tag, am Weltfrauentag, 8. März. Diese zeitliche Begrenzung hat Christine Lehmann in ihren Roman als ordnendes Merkmal genutzt. Die Abschnitte sind mit den Tageszeiten überschrieben, teils im Minutentakt. Dadurch wird der Druck auf die Ermittlungen strukturell spürbar. Wer steckt hinter den Drohungen? Es ist ein typischer Whodunit-Krimi. Gemeinsam mit der technisch hoch versierten Schülerin Tuana, die bei ihr im Haus wohnt, klappert Lisa Nerz ihre Quellen ab, um Licht in die Sache zu bringen, ehe die Demo losgeht. Wobei die in Hidschab und Abaya gekleidet Tuana Lisa einen ungewohnten Blick auf die Straßenkommunikation verschafft und ihr mit ihren Internetkenntnissen entscheidend bei der Lösung des Falles hilft.

Rechtspopulismus und „Genderwahn“

Routiniert liest Christine Lehmann Ausschnitte aus verschieden Kapiteln. Man spürt, wie tief sie im Thema steckt. Die Autorin hat eigene Erfahrungen als Stadtverordnete der Grünen mit populistischen Positionen verarbeitet. Ihre „Kollegen“ von der AfD unterstützen die Demonstrationen gegen die Bildungspolitik der Landesregierung. Das Demo-Bündnis kämpfte gegen das Vorhaben von Grün-Rot, das Thema sexuelle Vielfalt durch den neuen Bildungsplan stärker im Schulunterricht zu verankern. Rassismus und Genderwahn werden immer wieder in die Redebeiträge der AfD-Abgeordneten im Stadtparlament und im Landtag eingerührt. Mit Hilfe des Kriminalromans taucht Christine Lehmann in dieses Universum der Rechtspopulisten ein.

Können Lisa Nerz und Tuana rechtzeitig herausfinden, wer wirklich hinter den Drohungen steckt? Das muss an diesem Abend offen bleiben. Erfahren kann es die Krimileserschaft, wenn sie sich den neuen Roman von Christine Lehmann kauft, vorzugsweise in einer der vielen lokalen Buchhandlungen.

Die zweite Welt
256 Seiten, Taschenbuch
Argument Verlag mit Ariadne, Preis 13,00 €

Drogen per Drohnen – der neue Krimi von Zoë Beck

10.03.2018 at 12:07

Zoë BeckSchon achtmal kooperierte die Stadtbibliothek Bad Cannstatt mit dem Verein Stuttgarter Kriminächte, um Kriminalautoren einem breiten Publikum vorzustellen. Am 7. März 2018 las Zoë Beck hier aus ihrem neuen Roman. Sichtlich stolz präsentierte Alexandra Kirchner, die Leiterin der Bibliothek, mit ihrem reinen Frauenteam diese Ausnahmeschriftstellerin. Immer wieder eroberte Zoë Beck die Krimibestenliste mit ihren spannenden Romanen, die häufig in Großbritannien spielen. Für ihrer Kurzgeschichte Draußen erhielt sie 2010 den renommierten Friedrich-Glauser-Preis, 2014 gewann sie den Radio-Bremen-Krimipreis, der Autorinnen und Autoren für qualitativ herausragende Werke der Kriminalliteratur auszeichnet und zwei Jahre später den 3. Platz beim Deutschen Krimi Preis in der Kategorie „National“.

Nach dem Brexit kommt der Druxit

Zoë Becks neuer Kriminalroman spielt in London in nicht ferner Zukunft. Nach dem Brexit steht der Druxit auf der Agenda der regierenden Partei der „Rotweißblauen“. Sie hat einen Gesetzesentwurf vorbereitet, der einen Ausstieg aus den Drogen zum Ziel hat. Mit ihrer populistischen Kampagne unter dem Slogan „Großbritannien wird drogenfrei“ macht sie sich nicht nur die Abhängigen zu Feinden sondern vor allem die, die an den Drogen verdienen. Mächtige englische Verbrechersyndikate. Ellie Johnson hat ein besonderes Geschäftsmodel entwickelt, abseits von den Distributionswegen der Kartelle: Über einen von ihr entwickelten App bestellt man Drogen in höchster Qualität, die von Drohnen ausgeliefert werden. Anonym, sicher, perfekt organisiert. Die Londoner Unterwelt fühlt sich von ihrem Geschäftsmodell bedroht und will „Die Lieferantin“ aus dem Weg räumen. Ein Kopfgeld wird auf sie ausgesetzt. Ellie beschließt zu kämpfen doch ihre Gegner sind mächtig und lauern an jeder Straßenecke. In ihrem Kampf arbeitet sie mit der Rechtsanwältin Catherine Wiltshire zusammen, die sich für eine Legalisierung der Drogen einsetzt. Um an Geld für die Antikampagne zu kommen, schrecken sie auch vor Erpressung eines hochrangigen, drogenabhängigen Ministers nicht zurück.

Zu Beginn des Buches und der Lesung stellt Zoë Beck einen netten jungen Restaurantbesitzer vor, der sich einer Schutzgelderpressung ausgesetzt sieht. Als ihm das zu viel wird, bringt er den Schutzgelderpresser um und betoniert ihn in seinem Haus unter seinem Fußboden ein. Dumm nur, dass er sich fortan einbildet, der Typ klopfe von dort unten und dumm für ihn, dass er damit nie wird sein Haus verkaufen können.

Ein Marktplatz der Abscheulichkeiten

Sehr ausführlich spricht sie über ihre Recherche im Darknet, dort gibt es alles zu kaufen: Von Sex bis zu Drogen. Im Darknet gibt es einen Marktplatz für alle denkbaren Abscheulichkeiten. Auch ihre Protagonistin findet ihre Kunden über das Darknet. Bezahlt wird mit Bitcoins, geliefert wird der Stoff mit Drohnen, die die Übergabe auch noch filmen. Damit sichert sie ihr „Geschäftsmodel“ ab, denn sie hat was gegen ihre Kunden in der Hand. Sollte ein Drohne abstürzen oder eingefangen werden, zerstört sie augenblicklich alle gespeicherten Daten, eine Spur zur Lieferantin ist nicht mehr vorhanden.

Zoë Beck erzählt und schreibt in einem hintergründig-lakonischen Erzählstil, springt bei der Lesung durch das Buch ohne die Gesamtkonstruktion und das Ende der Geschichte zu verraten. Damit ragt sie wie ihre Kollegen Friedrich Ani und Oliver Bottini weit aus der großen Genre-Masse heraus.

Zoë Beck zeigt Kante

Inhaltlich setzt die Autorin mit ihrem halbfuturistischen Drogenthriller Akzente, der mit seinen Anspielungen auf populistische Strömungen als Diskussionsgrundlage durchaus relevant sein könnte für unsere heutige Gesellschaft. Mit Populisten hat die Autorin auch als Verlegerin zu tun: Sie ist eine der Mitinitiatorinnen der Kampagne gegen rechte Verlage, der sich mittlerweile 45 unabhängige Verlage unter dem Hashtag #verlagegegenrechts zusammengeschlossen haben. Damit positioniert sich die Autorin eindeutig für Weltoffenheit und Vielfalt und gegen Ausgrenzung und Hass. Die Kampagne hat es mittlerweile geschafft, dass die rechtspopulistische Zeitung „Junge Freiheit“ sich nicht auf der Leipziger Buchmesse präsentiert. Darauf ist Zoë Beck sichtlich stolz. Bericht siehe hier. Damit zeigt die Autorin, dass sie nicht nur literarisch heiße Eisen anpackt sondern auch bereit ist, sich die Finger im richtigen Leben zu verbrennen.

Die Lieferantin
324 Seiten, Klappenbroschur
Suhrkamp, Preis 14,95 €

Zu erwerben in jeder Buchhandlung Ihres Vertrauens, die in Bad Cannstatt die Buchhandlung „Wagner“ in der Marktstraße 34 sein könnte

Frauen (nicht nur) der Feder

20.01.2018 at 16:45

 

Vernissage

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Am frühen Abend des 18. Januars lud die Cannstatter Stadteilbibliothek zur Ausstellungseröffnung ein. Die Ausstellung umfasst Portraits und Hinterlassenschaften von 15 in Cannstatt ehemals beheimateten Schriftstellerinnen. Alexandra Kirchner, Leiterin der Stadtbibliothek, führt in diesen Abend ein und lobt die Kooperation mit dem Stadtmuseum Bad Cannstatt und dem Verein Pro Alt-Cannstatt. Noch während der Mittagsstunden hatten Frau Kirchner und der Vereinsvorsitzende Olaf Schulze Hand an die Vitrinen und großflächigen Fahnen gelegt, auf denen die Geschichten der ausgestellten Frauen gezeigt werden.

Die Ausstellung ist Teil einer Gesamtshow von 50 Frauenportraits, die in mühevoller Kleinarbeit zusammen getragen worden sind. Im Laufe der Zeit ist das Biografie-Projekt immer größer geworden, führt Herr Schulze in seiner Begrüßungsansprache aus. Das Projekt wurde durch ein Patenmodel finanziell unterstützt. Mittlerweile liegen ca. 60 Biografien vor von denen 50 gezeigt werden, ein erster Teil wurde und wird bereits im Stadtmuseum Bad Cannstatt ausgestellt. Die Ausstellung in der Stadtteilbibliothek bildet den zweiten Teil. Ein dritter Ausstellungszyklus wird sich Frauen in der Kunst widmen und wird ab 25. Januar 2018 in der Galerie Wiedmann zu sehen sein.

Die Historikerin Claudia Weinschenk führt in die Schicksale einiger der in der Stadteilbibliothek vertretenen Schriftstellerinnen sachkundig ein. Schon an diesen wenigen Beispielen wird klar, es ist etwas besonderes, wie diese Frauen ihr Leben gefunden haben.

Im nächsten Jahr wird der hunderste Jahrestages der Einführung des Frauenwahlrechtes begangen. Das hatten die AusstellungsmacherInnen im Blick, als sie diese Gesamtausstellung konzipierten. Denn die Frauen standen mit ihren sehr spannenden Lebensgeschichten wenig im Mittelpunkt der Forschung. Das hat sich erst mit der in den siebziger Jahren aufkommenden Frauenbewegung geändert. Hier in diesem Stadtteil gilt: „Bis zum 15. April 2018 ist Cannstatt weiblich“. So lange werden die Biografien der Frauen im Stadtmuseum Bad Cannstatt, in der Stadtteilbücherei und in der Galerie Wiedmann zu sehen sein. Am Internationalen Frauentag, 8. März, wird für die Austellungsmacherinnen noch einmal ein Höhepunkt sein, dann soll eine ausführliche Broschüre erscheinen, die die Ausstellung zusammen fasst.

Einen Ehrengast präsentiert Olaf Schulze am Ende der Vernissage: Die Schwiegertochter der Heimatdichterin Else Schlieter ist gekommen und trägt einige Verse ihrer Schwiegermutter vor. Die Geschichte wird somit an diesem Abend auch auf diesem Weg lebendig.

Grenzüberwindungen mit Wajiha Said

28.10.2017 at 14:00
Wajiah Said in lebhaftem Gespräch, rechts neben ihr die Stuttgarter Künstlerin Christa Lippelt

Wajiah Said in lebhaftem Gespräch, rechts neben ihr die Stuttgarter Künstlerin Christa Lippelt.
Foto © T. Seehoff

 

Die aus Syrien geflohene Autorin Wajiha Said las am 24. Oktober 2017 im Rahme des Lesefestivals „Stuttgart liest ein Buch“ in der Stadtteilbibliothek Bad Cannstatt. In Syrien ist sie eine bekannte Autorin und Frauenrechtlerin und hat bereits im arabischen Sprachraum dreizehn Bücher veröffentlicht.

Über die Balkanroute kamen Wajiha Said, ihr Mann, ihre Tochter Lounar und ihr Sohn Souyar nach Weinstadt, wo sie nach anfänglicher Unterbringung in einer Massenunterkunft Heimat gefunden haben. Sie sind zwei Wochen lang durch sechs Länder gelaufen. Angekommen in Deutschland hat Frau Said begonnen, ihre Erfahrungen dieser Flucht aufzuschreiben. Mittlerweile ist es als Buch unter dem Titel: Die fünfte Durchreise auf Arabisch erschienen.

Musikalische Begleitung durch die Kinder der Autorin

Souyar und Lounar Said begleiten die Lesung musikalisch

Souyar und Lounar Said begleiten die Lesung musikalisch
Foto © T. Seehoff

An diesem Abend in Cannstatt ist die ganze Familie anwesend und gestaltet das Programm: Wajiha Said liest aus ihrem Buch, die Tochter Lounar singt Lieder aus ihrer kurdischen Heimat, begleitet von ihrem Bruder Souyar auf der Saz, der siebensaitigen, langhalsigen Laute, die überall in den Ländern des vorderen Orients gespielt wird.

Hier in der Stadtteilbibliothek Bad Cannstatt erklingt die Musik der beiden jungen Leute, ähnlich wie vor fünfzig Jahren in diesem Stadtteil die Musik der Arbeitsmigranten aus Griechenland, Italien und der Türkei in den Kneipen erklang, denn Bad Cannstatt hat einen extrem hohen Anteil an Menschen mit Migrationshintergund. Das war auch ein Grund, warum die Stadtbibliothek Stuttgart das Ansinnen der Leiterin dieser Dependance, Frau Kirchner, von Anfang an unterstützt hat, als Kooperationspartner des Lesefestivals neben der Bibliothek am Mailänder Platz einen eigenen Programmpunkt zu gestalten. Dazu gehörte nicht nur die Einladung an eine Autorin und ihrer musikalischen Kinder, sondern auch eine Kooperation mit der evangelischen Pfarrerin Friederike Weltzien und der Flüchtlingsgruppe „Hand in Hand“ anzubahnen, die die Übersetzungen machten und die Zuhörer am Schluss mit in Weinblätter gerolletem Reis beköstigten. Süßspeisen aus Syrien und mit Minze gewürzter Kartoffelkuchen brachten Freunde der Autorin mit.

Im Visier des Staates wird Wajiha Said zur Flucht gezwungen

An diesem Abend wird im Gespräch klar, warum Wajiha Said aus ihrer Heimat fliehen musste. Sie floh aus ähnlichen Gründen wie der jungen Mann in Shida Bazyars Roman Nachts ist es leise in Teheran, der als Kommunist vor der Machtübernahme der Mullahs floh. Auch sie ist mit ihrer Kritik an dem politischen System in ihrem Land ins Visier des Assads-Regimes geraten: Sie schilderte in ihren Büchern die Situation politischer Gefangener und schrieb über die inhaftierten Frauen im Frauengefängnis in Al-Hassaki.

Wajiha Saids Buch Die fünfte Durchreise ist nicht nur Tatsachenbeschreibung der schwierigen Situation in den Grenzgebieten Syriens und der Flucht aus ihrer Heimat. Es ist vielmehr ein lyrisch stark verdichteter Stoff, der sehr intime Passagen enthält, die sie in einer ungewöhnlichen Form abgefasst hat. Die Gewalt, die ihr angetan wurde wird von ihr personalisiert in einer fiktiven männlichen Person, ja diese Erlebnisse werden zum Mann. Ihr lebhafter Diskussionsstil erfordert einen hohen Einsatz von der Übersetzerin, Frau Weltzin, die dabei von Syrern aus der Flüchtlings-Gruppe „Hand in Hand“ unterstützt wird.

Lesung und Gespräch: zweisprachig

Vier Passagen liest Wajiha Said in arabischer Sprache. Die Zuhörer haben so Gelegenheit, die arabische Sprachmelodie zu erleben. Die deutsche Übersetzung liest die Stuttgarter Künstlerin Christa Lippelt gleich im Anschluss eines jeden Teils. Die deutschen Besucher können so dem Gelesenen und der Diskussion mit der Autorin folgen.

Wajiah Said mit ihren Kindern Souyar und Lounar Foto © A. Kirchner

Wajiah Said mit ihren Kindern Souyar und Lounar
Foto © A. Kirchner

Nach Lesung, Gespräch und Diskussion mit dem Publikum und dem musikalischen Abschluss überreicht Frau Kirchner der Autorin einen großen Blumenstrauß und bedankt sich im Namen ihres gesamten Teams. Blumen, die bei uns bei solchen Anlässen gerne übergeben werden, sind in der vom Bürgerkrieg zerrütteten Region des nahen Ostens eine Seltenheit geworden. Es bleibt zu hoffen, dass der Krieg bald zu Ende geht und Blumen auch in der Heimat der Familie Said wieder blühen können. Dann kann Wajiha Said wieder in ihrer Heimat publizieren und muss sich nicht auf den steinigen Weg machen, der mit der Übersetzung und der Verlagssuche verbunden ist. Wenn ihr Buch übersetzt einen Verlag findet, was wir ihr wünschen, dann wird das für sie die sechste Überquerung.

Wajiha Said BuchcoverDie fünfte Überquerung
arabische Ausgabe

zu beziehen über die Autorin (Anfragen bitte an Michael Seehoff stellen, Kontaktdaten im Impressum)

Der Sound des Franz Dobler

27.03.2017 at 23:55
Franz Dobler im Gespräch mit Thomas Klingenmaier

Franz Dobler im Gespräch mit Thomas Klingenmaier

 

Am 25. März 2017 las Franz Dobler im Rahmen der 8. Stuttgarter Kriminächte in Bad Cannstatt. Im hellen Deckenlicht stehend begrüßt die Leiterin der Stadtteilbibliothek, Alexandra Kirchner, die zahlreichen Gäste dieses Abends und Frau Eva Hosemann vom Vorstand des Vereins Stuttgarter Kriminächte e. V. lobt die herzliche Atmosphäre in dieser kleinen Stadtteilbibliothek am Ufer des Neckars. Das Deckenlicht wird ausgeschaltet und von nur zwei Tischlampen beleuchtet beginnen der Moderator, Thomas Klingenmaier, und sein Gast in verhaltenem Ton miteinander ins Gespräch zu kommen. Das ist am Anfang für den Redakteur im Kulturressort der Stuttgarter Zeitung nicht ganz einfach, er hat es mit einem introvertierten Autor zu tun, der sich im Gespräch eher verhalten denn in ausufernden Sätzen äußert. Darin scheint eine große Übereinkunft zwischen Autor und Werk zu bestehen, auch die Sätze in dem Roman Ein Schlag ins Gesicht sind kurz, knapp und präzise, hängen schon mal mit offenem Ende wie kalter Rauch in einer Kneipe im Raum.

Auf dem Buchdeckel steht als Gattungsbezeichnung Kriminalroman

Auf dem Buchdeckel steht zwar Kriminalroman aber Franz Dobler weiß nicht so recht, ob es der passende Gattungsbegriff ist. Es ist auch ein psychologischer Roman und ein Milieuroman. Heute wird ja der größte Teil der Mainstreamliteratur der Gattung Krimi zugeordnet: Die anderen Literaturarten würden wie Fachliteratur auf speziellen Tischen in den Buchhandlungen präsentiert, beschreibt Thomas Klingenmaier die Ordnung in den Buchläden.

Als Franz Dobler seinen ersten Krimi zu schreiben begann, war ihm noch nicht klar, ob es eine Fortsetzung geben würde aber schon bevor er das Manuskript beendet hatte, stand für ihn fest, sein Ermittler Robert Fallner würde ihn weiter beschäftigen. Franz Doblers Freundschaft mit einem Regisseur, mit dem er häufig während des Schreibprozesses diskutierte, trug dazu bei, dass er seine Romane eng an die Schnitttechnik im Film anlehnte.

Am Ende des ersten Fallner Krimis, Ein Bulle im Zug, der seinen Helden auf eine schier endlos lange Zugfahrt quer durch die Republik schickt, stand dessen Entlassung aus dem Polizeidienst. Diese Vorgeschichte zu Ein Schlag ins Gesicht wurde 2015 mit dem ersten Platz beim Deutschen Krimipreis ausgezeichnet. Für die Fortsetzung bekam Franz Dobler 2016 den dritten Platz beim Deutschen Krimipreis.

Nach zwanzig Bullenjahren ist Faller Ex

Zwanzig Jahre war Fallner Polizist, dann hat er hingeschmissen. Er hatte im Dienst einen kriminellen Jugendlichen erschossen, der die Waffe auf ihn gerichtet hatte. Der Ex-Bulle Robert Fallner heuert bei der Securityfirma seines Bruders an und sucht nach dem Stalker eine Ex-Schauspielerin in seinem Ex-Revier. Sie hat den Auftrag an seinen Bruder gegeben, ihr den fiesen Stalker vom Hals zu halten. Die ehemalige Sex-Darstellerin Simone Thomas hat schon einiges hinter sich: zwei Ehemänner, dreiundvierzig Jahre Showgeschäft, dutzende Nacktfotos, diverse Filmproduktionen, Drogenexzesse, Yellow-Press-Skandale. Franz Dobler schickt seinen Held Robert Fallner gefährlich nahe heran an diese exzentrische Diva, deren Stalker unberechenbar ist, eben wie „Ein Schlag ins Gesicht“.

Robert Fallner ist ein Mann mit Problemen. Mit seinen Kumpel Punkarmin, 55 Jahre, führt er Männergespräche in „Bertls Eck“ und sie spülen den Ärger, den sie an den Hacken haben, mit Bier hinunter.

Die Sprache Franz Doblers an dem Sujet angepasst

Franz Dobler erzählt eher mosaikhaft, episodisch, vermischt Narratives mit inneren Monologen, mit Reflexionen und Anekdotischem in kurzen, knappen Sätzen, an denen er lange überlegt hat, wie er an diesem Abend preisgibt. Mit herrlichen Sprüchen und auf den Punkt genau sitzenden Dialogen beschreibt er seine Helden oder besser gesagt, seine Antihelden in der alten Münchner Kneipenszene rund um den Hauptbahnhof. Er ist stets auf der Suche nach dem richtigen Sound in seiner Sprache, hat einen hohen Sinn fürs Komische, fürs Bizarre und fürs Poetische. Und wenn er Brutales beschreibt, ist seine Sprache ungeschliffen. Da ist er ganz nah dran an den Großen des Kriminalromans wie Elmore Leonard, den er als Vorbild angibt. Der hätte einmal gesagt: „Kümmere dich nicht darum, was deine Mutter von deiner Sprache hält“. Franz Dobler ist nicht an Pathologieberichten interessiert, aus denen seine skandinavischen Kollegen bei der Suche nach Serienkillern so gerne und oft zitieren. Auch sind die Crime-Elemente eher spärlich gesät, und mancher Leser hat schon kritisiert, dass das nicht als Krimi bezeichnet werden sollte.

Damit ist er sehr nah an dem Großmeister des lakonischen Krimis, Friedrich Ani, der seinen Ermittler Tabor Süden auch als einen beschreibt, der sich in Kneipen „bebiert“ und eher schweigt als große Reden schwingt.

Ein Schlag ins Gesicht
Roman
365 Seiten, geb. mit Schutzumschlag
Klett-Cotta, Tropen, Preis 19,95 €

Zu erwerben in jeder Buchhandlung Ihres Vertrauens, die in Bad Cannstatt die Buchhandlung „Wagner“ in der Marktstraße 34 sein könnte