Polnische Spuren – Hier enden sie

09.09.2017 at 10:30
Tajajana und Michael

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Heute fliegen wir nach drei Wochen von Warszawa zurück nach Stuttgart. Am Abend werden wir wieder zu Hause sein.

Viele Eindrücke haben wir gesammelt, haben ein Land kennen gelernt, dessen Menschen freundlich und hilfsbereit sind. Wir haben einer Sprache gelauscht, die viele unbekannte Buchstaben hat, kompliziert aussieht aber wunderbar klingt.

Nach drei Wochen sagen wir: do widzenia, Polska!

Polnische Spuren– Spuren der Erinnerung

07.09.2017 at 20:00
Aus dem Untergrund stürmen sie

Aus dem Untergrund stürmen sie

Wir kaufen uns erst einmal zwei Schirme, es regnet dauerhaft an diesem Septembermorgen. Gut beschirmt machen wir uns auf den Weg.

In Warschau haben die deutschen Soldaten fürchterlich gewütet und blutige Rache genommen, als die Polen einen Aufstand gegen sie begannen. 45 Jahre nach diesem Ereignis wurde den Menschen, die versuchten das Joch abzuschütteln, ein eindrucksvolles Denkmal errichtet.

Deportation

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Erst 1995 wurde mit einem Denkmal den nach Russland Deportierten gedacht: Die Rote Armee verschleppte in großem Stil Polen nach Sibirien. Auch der Massaker von Katyń wird hier thematisiert: Angehörige des NKWD erschossen im Frühjahr 1940 etwa 4400 gefangene Polen, größtenteils Offiziere, in einem Wald bei Katyń. Diese Tat gehörte zu einer Reihe von Massenmorden an 22.000 bis 25.000 Berufs- oder Reserveoffizieren, Polizisten und anderen Staatsbürgern Polens, darunter vielen Intellektuellen.

Das Denkmal hat die Form eines  offenen Eisenbahnwaggons  voller Kreuze. Auf den Eisenbahnschwellen sind die Namen der Orte geschrieben, wohin die Polen gebracht wurden. Ein eindrückliches Kunstwerk gegen die bolschewistischen Diktatur.

Beide Denkmäler mahnen, die Opfer der faschistischen und der bolschewistischen Diktatur nicht zu vergessen

Polnische Spuren– In der polnischen Hauptstadt

06.09.2017 at 19:00
Warschau

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Warszawa (Warschau) ist die letzte Station unserer Reise. Von Ełk sind es knapp 230 km, Wir brauchen knapp 5 Stunden, nur sehr kurze Streckenabschnitte sind wie Autobahnen ausgebaut.

Wir haben ein wunderschönes Appartement. Von hier können wir bequem in die Altstadt laufen. Der erste Eindruck: Überwältigend!
Die UNESCO hat zu Recht diese Wiederaufbau-Leistung mit der Aufnahme ins Weltkulturerbe gewürdigt.

Polnische Spuren – Wanderungen

05.09.2017 at 22:00
Wanderung

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Am letzten Tag in den Masuren erlaubte das Wetter noch eine Wanderung, immer um den See herum. Allerdings kommen wir nicht nahe ans Wasser, das Schilf hält uns auf Abstand.

Polnische Spuren– Komputery

05.09.2017 at 17:00
Komputery

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Da hüpft das Herz eines Ingenieurs der Telekommunikation.
Gesehen in Ełk, einer verschlafen Stadt unweit von der litauischen Grenze.

Polnische Spuren – Auf dem Augustów-Kanal

04.09.2017 at 22:00
Schleuse per Hand

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Es ist ein grauer Tag. Wir entschließen uns dennoch, eine Schifffahrt auf dem Augustów-Kanal zu machen. Bis zur Abfahrt des Schiffes um 16 Uhr müssen wir uns die Zeit vertreiben. Eine Wanderung in den Wäldern des Naturparks ist aufgrund des Regenwetters nicht angesagt. So verbringen wir die Zeit mit einem Bummel durch Augustów, einem wenig attraktiven Provinzstädtchen.

Die Fahrt über den Augustów-Kanal entschädigt uns für die Warterei. Bald erreichen wir die erste Schleuse. Zwar wird hier nur ein Niveauunterschied von einem Meter überbrückt, aber der Bau ist beeindruckend, seine Holztore sind original und werden von zwei kräftigen, gut aussehenden Männern bedient (findet Tatjana). Auf der anderen Seite erstreckt sich der Jezioro Studzieniczne.

Wie pilgern weiter bis zum Gnadenbild in Studzieniczna. Ich trinke vom Brunnenwasser, dem Wunderkräfte nachgesagt werden. Die Augen werden besser, man wird jünger und agiler. Kann ich bestätigen!!

Papst Johannes Paul II pilgerte 1999 hierher. Ihm hat das Brunnenwasser nicht mehr genützt. Krank und gebrechlich verstarb er sechs Jahre später.

Polnische Spuren – Drahtlos zum Herrgott

01.09.2017 at 23:28
Anruf zu Gott

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Noch mal kurz mit dem Herrgott telefonieren, bevor die Einnahmen der Parkplatzwächterin in der weiten Soutane verschwinden und man sich mit dem Kollektenkorb zu den Besuchern der Orgelvorführung eilt. Mehrfach am Tag können die Besucher in der Wallfahrtskirche in Święta Lipka dieses wunderschöne Instrument hören und sich die Seele streicheln lassen.

Wir fahren noch einmal nach Święta Lipka, nachdem wir uns mit Grausen von der Wolfsschanze „verabschiedet“ haben.

Polnische Spuren – Ein Ort des Grauens

01.09.2017 at 23:00
Bunker von Hitler

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Es ist der 1. September, Antikriegstag. Die Polen begehen diesen Tag, den Tag des Ausbruchs des zweiten Weltkriegs, mit einer Kranzniederlegung auf der Westerplatte bei Danzig. Dort wurde 1939 der erste Schuss abgegeben.

Wir betreten die Wolfsschanze und mir ist jetzt schon mulmig. Von hier aus hat Hitler seine Vernichtungfeldzüge gegen Russland befehligt. Dies ist auch der Ort des Scheiterns. Das Attentat auf Hitler war nicht erfolgreich. Die von Claus Schenk Graf von Stauffenberg bei einer Besprechung im Führerhauptquartier deponierte und scharf gemachte Sprengladung verletzte den Diktator nur leicht. Von der Baracke ist nur noch die Bodenplatte vorhanden. Wäre es erfolgreich gewesen, wäre der Krieg um Monate verkürzt worden. Oder vielleicht doch nicht?

Beim Rückzug der Deutschen vor den Russen wurden alle Bunkeranlagen gesprengt. Wir laufen durch Ruinen. Gespenstisch!

Polnische Spuren – Im Paradies

31.08.2017 at 20:23
Galindia

Waldgeist auf Galindia

Am Jezioro Beldang liegt Galindia. Hier hat sich ein Bildhauer seinen Traum verwirklicht und ein Gelände mit seinen mannigfaltigen Fabelwesen gestaltet. Elfen, Echsen, Waldgeister und hochgewachsene Amazonen findet man hier. Alles wirkt improvisiert und doch liebevoll.
In einem Hotel kann man auf dem Gelände übernachten oder auf dem Campingplatz. Ein Paradies für Kinder und solche, die es geblieben sind.

Polnische Spuren – Eine Bootsfahrt, die ist lustig

30.08.2017 at 21:11
Eine Landschaft wie im Märchen

Eine Landschaft wie im Märchen

Eine Paddeltour auf dem Fluss Krutynia gehört zu den Höhepunkten in diesem masurischen Wasserparadies. Von verschiedener Seite haben wir dies gehört. Zuletzt von unseren Nachbarn in der Ferienanlage Nikolajki, die ebenfalls auf der Krutynia gepaddelt sind. Nette Leute aus Vaihingen-Enz.

Paddeln

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Also mieten wir ein Kanu und paddeln los, Flussabwärts. Bäume hängen über dem Fluss, Enten paddeln wie wir aber deutlich eleganter. Nach zwei Stunden gehen wir an Land und essen eine Kleinigkeit. Danach legen wir wieder ab und paddeln weiter. Es ist herrliches Sonnenwetter, die Mücken, vor denen wir gewarnt wurden, bleiben aus. Nach vier Stunden erreichen wir Ukta. Dort werden wir abgeholt.

Die weiße Flotte fährt auf dem Jezioro Talty. Wir gehen an Bord eines Schiffes und fahren zum größten polnischen See, dem Jezioro Śniardwy. Er hat eine Wasserfläche von 114 qkm. Wir gleiten dahin,  und genießen, dass wir nicht selber rudern müssen.

Auf dem Jezioro Śniardwy

Auf dem Jezioro Śniardwy