In vier Richtungen die Worte streuen

09.11.2019 at 22:58
Die Gruppe Wortrose

Rudolf Häfele, Manfred Bartsch, Irma Rommel, Uwe Rapp (v. l. n. r.)

 

Am 7. November 2019 lasen die vier Mitglieder der Lyrikgruppe Wortrose im Schriftstellerhaus aus ihrem umfangreichen Werk. 1982, nach einem Schreibkurs von Bruno Schollenbruch in der VHS Stuttgart, beschlossen Irma Rommel, Rudolf Häfele, Uwe Rapp und Manfred Bartsch gemeinsam weiter Lyrik zu schreiben. Das machen sie seither jeden Monat.

Sie geben sich Aufgaben, ein Wort, einen Begriff, aus dem sie kleine, geschliffene Gedichte formen. In der „Kleinen Reihe“ des Scriboverlags haben sie mittlerweile gemeinsam einige Bände veröffentlicht. Daraus lesen sie an diesem Abend vor. Auch das Schriftstellerhaus kennt die Gruppe: Vor siebzehn Jahren stellten sie ihren ersten Lyrikband hier vor.

Die funkelnden Gedichtzeilen stehen an diesem Abend in merkwürdigen Kontrast zu einem eher unaufgeregten Lesestil, den alle vier Mitglieder pflegen. Erst nach einer kurzen Pause, in der sich die vier Lyriker einen Rotwein einschenkten, wurden sie etwas lockerer, zogen ihre Hemden aus und präsentierten Gedichte auf ihren T-Shirts.

 

Svenja Gräfen – Noch einmal eine Stipendiatin!

09.11.2019 at 22:57
Svenja Gräfen

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Svenja Gräfen hat Anfang Oktober das dritte Stipendium im Schriftstellerhaus angetreten, nach Katharina J. Ferner im ersten und Kathrin Schmidt im zweiten Qurtal. Svenja Gräfen stellte sich am 6. November 2019 im Schriftstellerhaus vor. Sie hatte sich mit einem Prosatext im letzten Jahr für dieses Stipendium beworben. Svenja Gräfen stellte uns im Schriftstellerhaus diesen Text vor. Ihr Verlag, Ullstein, hat ihn bereit in diesem Herbst als Hardcover herausgebracht.

Svenja Gräfen wurde 1990 in Rheinland-Pfalz geboren und ist auch dort aufgewachsen. Stuttgart kennt sie gut, immerhin hatte sie drei Jahre in der Hauptstätter Straße in einer WG gewohnt. Eine WG auf dem Lande ist auch in ihrem Roman Freiraum der Schauplatz, auf dem sich die Geschichte entwickelt.

Svenja Gräfen sieht sich als feministische Autorin

Svenja Gräfen steht mit Texten auf der Bühne, hält Vorträge und leitet Workshops. Sie bezeichnet sich als feministische Aktivistin, was sich an diesem Abend in ihrer gewöhnungsbedürftigen Gendersprache manifestiert. Ihre Prosa ist davon unberührt. Sie stellt ein lesbisches Paar mit Kinderwunsch in den Mittelpunkt ihrer Geschichte, das aus der Stadt in eine WG in eine Kleinstadt zieht,  nahe zur Großstadt gelegenen. Alle Bilder von ländlichen Wohngemeinschaften werden sofort abgerufen: gemeinsames Kochen, ökologische Gemüsezucht im eignen Garten zur Selbstversorgung, ausgiebige Gespräche am großen Küchentisch. Dabei erzählt sie die Geschichte der beiden wohnungssuchenden Frauen nicht chronologisch, sondern erzählt die Geschichte von Vela und Maren, die in der Stadt in prekären Verhältnissen leben, im Rückblick, eingeschoben in die WG-Gegenwart. Ihre Sprache ist frisch und geprägt von dialogischem Erzählen.

Schwierige Verlagssituation

Neben der Lesung stehen Fragen zu ihren Erfahrungen mit ihrem Verlag im Mittelpunkt der Diskussion. Während der Buchentwicklung ist Svenja Gräfen ihre Lektorin abhanden gekommen, die den Ullstein Verlag verlassen hat. Daher hat nicht ein Lektorat in der Qualität stattgefunden, wie Svenja Gräfen es sich gewünscht hätte. Auch die von Ullstein neu gegründete Reihe Ullstein fünf hat der Verlag mittlerweile wieder eingestellt, so dass sie von dieser Seite in Sachen Werbung wenig bis keine Unterstützung erhält. Ullstein fünf wollte Belletristik und Sachbücher veröffentlichen, in denen es um die Gegenwart geht. Die Autorinnen und Autoren sollten einzigartige Erzähler sein, die vertraute Lebenswelten erschließen und gegebenenfalls neue Perspektiven auf das Leben ermöglichen. Da passte der Roman Freiraum gut zum Ansatz der Reihe.

Svenja Gräfen will die Zeit ihres Stipendiums nutzen, neue Ideen zu entwickeln und erste Skizze dazu zu entwickeln.

Das Sterben der inhabergeführten Buchhandlungen geht weiter

09.11.2019 at 0:33
Buchhandlung Wagner

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Nun hat es „meine Buchhandlung in Bad Cannstatt“ getroffen. Die kleine, sympathische Buchhandlung des Herrn Wagner.
Mitte 2014 hatte Herr Stehn sich in den Ruhestand verabschiedet. 132 Jahre Buchhandel in der Bahnhofstraße ging damit zu Ende. Eine Nachfolge wurde nicht gefunden.

Anfang September ging Herr Wagner in den Ruhestand. Aus Bücher Wagner wurde OSIANDER, gleich gegenüber in der Marktstraße 33. Glücklicherweise wurde das gesamte Team übernommen, das ich von vielen Büchertischen bei Lesungen in der Stadtteilbibliothek Bad Cannstatt kenne.

„Einfach mal den Schnabel halten!“,

28.10.2019 at 12:00
Schnabel halten

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zwitschert die Lerche.
„Wieso denn det?“, keckert die Elster.

Kirchberg im Herbst

Kirchberg im Herbst

 

Rückwärtiges Samu

Rückwärtiges Samu

 

Wassermangel – Antworten

26.10.2019 at 17:24
wasserrationierung

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Ein Neuer Untersetzer

26.10.2019 at 0:26
Der Alte (rechts im Bild) begrüßt den Neuen

Der Alte (rechts im Bild) begrüßt den Neuen

 

Über eine Anzeige beim Edeka kam ich an diesen neuen Bürostuhl. Die nette Vorbesitzerin, eine ehemalige Lehrerin, gab mir den Stuhl und wünschte mir viele kreative Stunden auf dem Stuhl.

Aktion zur Lobbyparty der Autoindustrie

26.10.2019 at 0:15
Protest gegen Autogipfel

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Anlässlich des vom Handelsblatt ausgerichteten Auto-Gipfels am 25.10.19 haben rund etwa 200 Klimaaktivisten am Porsche-Museum gegen die Autoindustrie demonstriert. Das Aktionsbündnis Kesselbambule hatte unter dem Motto „Die Lobbyparty der Automobilkonzerne crashen – Klimagerechtigkeit statt Greenwashing!“ zu Blockaden des Auto-Gipfels aufgerufen.

Robin Wood unterstütz die Aktion mit seinen Kletterern

Als der Demonstrationszug vom S-Bahnhof Zuffenhausen am Porscheplatz eintrifft, klettern Umweltaktivisten der Gruppe Robin Wood auf zwei Laternenmasten, spannen ein Seil und enthüllen ein Transparent mit der Aufschrift „Saubere Autos sind eine dreckige Lüge“. Die Demonstranten kritisieren die Automobilbranche dafür, Treibhausemissionen nicht ausreichend zu reduzieren und weiterhin Autos mit hohem Ausstoß zu produzieren.

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